Montag – 28. Juli

Schon früh holt uns die morgendliche Geräuschkulisse aus dem Schlafsack. Wie jeden Morgen, geht es direkt in die Wanderertracht. Im Morgengrauen sind dies zum Glück schon kurze Laufshorts und ein T-Shirt. Da wir immer in der Nähe von gut besuchten Badeplätzen zelten, treffen wir auch hier schon früh auf die ersten Zivilisten. Deswegen werden auch direkt die Zelte abgebaut und zum trocknen auf gehangen. Zum Frühstück gibt es wie immer Kekse, Erdnussbutter und Müsliriegel. Simon bereitet sich ab und an auch einen Haferbrei zu. Ansonsten gibt es auch bei ihm Brot mit Nutella.

Nachdem wir entspannt den morgendlichen Einklang von Sonne und Wasser genossen haben, beginnen wir die fünfte Etappe in Richtung Angereds kyrka. Die nächsten 11 Kilometer, abzüglich der gestern gelaufenen Meter aus Jonsered heraus, sollen uns nun durch mittelschweres Gelände führen. Auf der Karte kreuzen wir nur einmal eine kleinere Straße, ansonsten tauchen wir wohl in die Weiten eines Nadel-/Laubwaldes ab.

Die ersten Meter entlang des Sees können wir noch gemütlich abschreiten, bevor sich der Weg nach ca. 200 Metern in einen Pfad verwandelt und am Berg in die Lüfte erhebt. GE DIGITAL CAMERANach einem kleinen Anstieg, bietet sich uns der erste und letzte tolle Ausblick aus ca. 13 Metern Höhe auf den See. Danach verschwinden wir Richtung Norden, immer tiefer, in einen schönen offenen Nadelwald. Als wir schließlich den Anstieg hinter uns gebracht haben, erwartet uns der See „Stora Ramsjö“ den wir zuerst hoch an der linken Hügelflanke ablaufen und dann in einem auf und ab vorwärts kämpfend hinter uns lassen.

Das war es Wert, denn schon folgt der nächste See, „Lilla Ramsjö „, der uns ein wirklich bezauberndes Panorama bietet. GE DIGITAL CAMERAÜber eine Hängebrücke queren wir den schmalen Teil des Sees und landen an einem schönen Lagerplatz. Hier machen wir rast und beobachten die Fische dabei, wie sie aus dem See springend Insekten fangen.

Weiter geht es durch wunderbar, abgelegenes Gelände. Auf schmalen Pfaden, über Steinplatten und Wurzeln. So haben wir uns den Bohusleden vorgestellt. Abgelegen am See treffen wir dann noch überraschend auf ein verlassenes Zelt. Da aber niemand anwesend ist, schleichen wir uns durch Gestrüpp weiter den Berg hinauf. So vergeht jetzt doch einige Zeit bis wir auf der kleinen Straße landen und wir auf einige Häuser stoßen. Allerdings biegen wir nach 20 Metern direkt wieder auf einen Waldweg ab und begeben uns bei besten Wetterverhältnissen wieder in die Tiefen des Waldes. GE DIGITAL CAMERASchier endlos laufen wir auf dem Forstweg,  bevor wir wieder auf einen Trampelpfad abbiegen können. Sind die Wegverhältnisse eintönig und langweilig, vergeht die Zeit und vor allem die gelaufenen Meter wie im Schneckentempo. Nun geht es aber durch einen schön gemischten Wald voran. Man kann erstaunlich weit sehen und hofft insgeheim wieder auf eine Begegnung mit Tieren, die größer sind als eine Maus. Dank des guten Wetters, blauer Himmel und knallende Sonne, sind wir gut bedient und freuen uns über den Schatten der Bäume. Als wir schließlich in Jonsered aus dem Wald stolpern, ist es schon Nachmittag. GE DIGITAL CAMERAWir sind nun vielleicht 3 Stunden gelaufen und können uns an einer alten Kirche noch mit Einheimischen Musikern unterhalten und die Kirche bestaunen. Danach geht es über Asphaltstraßen zum nächsten Supermarkt im Ort. Hier decken wir uns schnell mit Würstchen und Käsebrötchen ein und kehren wieder um, mit dem Ziel, am See Smörvattnet den Nachmittag, vielleicht sogar den Abend zu verbringen. Als wir über heiße Straßen und praller Sonne zurückgeschleppt haben, müssen wir einen Wald queren. Es gibt zwar keinen Pfad, aber die Badestelle ist schon zu hören.GE DIGITAL CAMERA Dort angekommen, sind wir ein wenig enttäuscht. Es tummeln sich zwar viele Leute herum, aber eine Zeltmöglichkeit oder Sanitäre Anlagen finden wir nicht vor. Also verzehren wir, die nicht allerbesten Würstchen der Welt im Käsebrötchen und machen uns auf den Weg, einen Teil der nächsten Etappe anzubrechen, um einen See weiter zu zelten.

Über Straßen führt uns der Weg von Angered nach Rannebergen und dem dortigen See „Stora Mölnesjön“. Dieser Teil war wirklich kein Höhepunkt. Endlose Straßen, heiße Nachmittagssonne und zum Schluss ein steiler Anstieg zum Dorf hinauf. Den Füßen hat das natürlich nicht gefallen und wir sind froh am See angekommen zu sein. Denn hier erwartet uns eine tolle Wiese und ein See, dessen Temperatur wirklich an die Badewanne Daheim erinnert. Direkt neben der Wiese, erheben sich tolle Felsformationen am See entlang und bieten warme Sitzmöglichkeiten. Hier lassen wir den späten Nachmittag wie üblich verklingen und genießen noch ein warmes Bad.

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Unsere Zelte haben wir direkt am Wasser aufgestellt und die Schlafsäcke zum trocknen aufgehangen. Am Abend gibt es die gute alte chinesische Nudelsuppe von Aldi Süd, welche über 500 kcal liefert. Am Abend kommen auch wieder vermehrt Passanten vorbei, die auf den Steinen bis in die Nacht hinein entspannt die Zeit verstreichen lassen. Wir liegen allerdings schon lange und erschöpft in unseren Schlafsäcken. Dieser Tag war endlich mal wieder ein wenig fordernder.

Gewandert:

Heute ca. 15,0 km
Gesamt ca. 79,0 km

Wetter:  sonnig und heiß

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