Tag 103 Peavine Creek – Butcherknife Creek 

Aufstehen um 5.30. Um 6 gings bereits los. Mit zwei Muffins zum Frühdtück legte ich ein ordentliches Tempo vor. Wieder schlagen einem viele Büsche ins Gesicht der Trail ist kaum sichtbar. Die Blicke auf Mt. Schasta werden immer besser. Wir kommen näher. Dafür geht es aber den halben Tag bergauf. Die Hügel sind meist im Wald, doch die offenen Wiesen und Geröllfelder bruzeln einem die Sonne auf den Pelz. Jeder ist für sich und ich treffe über den Tag nur vereinzelt auf meine Leute. Wasser gibt es leider auch nur wenig und wenn dann off Trail. Ich bin damit also ein wenig sparsam. Der ganze Tag besteht eigentlich nur aus konzentriertem Laufen. Da gestern nicht so viel gefallen ist muss heute und morgen etwas mehr geschafft werden. Unter einem Baum treffe ich gegen Mittag auf 2 meiner Kumpel und wir entspannen ein wenig. Wie umrunden einen berg und finden viele Blumen auf einem Seitenweg. FrenchPussy läuft vor und singt aus voller Lunge seine Hits aus dem MP3 Player mit. Ich höre zwar selbst mein Hörspiel, habe aber trotzdem meinen Spaß damit. Der Wals verschwindet und es geht nur noch durch offene Buschfläche. Sonne pur. Es geht immer weiter ginauf und ich kann schon die erlösende Stromleitung sehen. An einer Quelle verschwindet FrenchPussy und ich esse ein wenig während ich meine Beine ausstrecke. Isabel kommt auch und verschwindet ebenfalls zur Quelle. Ich laufe weiter und komme endlich in den bergab Bereich. Wieder alles im Wald. Jetzt geht es immer am Berghang entlang. In jede blöde Einbuchtung läuft man rein und raus. Wirklichr Schlangenlinien. An unserem eigentlichen Ziel ist noch keiner und es gibt auch nur 2 Plätze zum Zelten. Ich laufe also weiter und mache erst gegen 19 Uhr halt als ich eine Mexikanerin treffe die bereits in ihrem Zelt liegt. Wir unterhalten uns während ich aufbaue und koche. Meine Fußgelenke sind total zerstochen und ich kühle die Schwellungen im kalten Bach. Da kann ich gleichzeitig auch den ganzen Dreck abwaschen. Dann gehts schnell ins Bett. Ziemlich platt.

Gewandert: 56,4 km

PCT insgesamt: 2357,0 km 

Tag 102 Burney Mountain Ranch – Peavine Creek

Ganz so früh bin ich nicht los gekommen. Immherin war ich um 6.30 an der Straße zu Bruney. Hat mich über 70 Minuten gekostet eine Fahrt in die Stadt zu bekommen. Es war echt mies. Dann schnell einkaufen und frühstücken. Bis zum Burney Falls Park waren es dann noch ca. 12 km. Schon nach wenigen Minuten traf ich LongLegs an einem Tisch sitzen. Es gab kalte Getränke und Snacks von Trailangeln. Ich genoss einige kühle Drinks und ging weiter. Es war schon wieder viel zu warm und das Gelände hat sich nicht wirklich verändert. Also geht es mit Sonnenschirm durch das staubige Buschland. Irgendwie will es nicht so laufen und ich bin froh über jeden gefallenen Kilometer. Am Burney Falls Park entdecke ich gegen 12 noch zwei andere Hiker die unter einem Pavillon Schatten suchen. Es gibt Strom und Wifi. Ich lasse mich nieder. Döse ein wenig und gönne mir ein Eis. Hier ist richtig was los. Die Wasserfälle sind echt toll und unmengen an Besuchern passieren uns. Mit der Zeit treffen auch meine Israelis und Franzosen ein. Es sind 33 Grad im Schatten und wir machen für 4 Stunden nichts. Nur Wasser trinken, gammeln und mehr Essen von Trailangeln absahnen.Wir erwärmen uns für eine Gang hinunter zu den Wasserfällen. Das Wasser ist super klar und lädt zum schwimmen ein. Gegen 16 Uhr brechen wir dann aber auf. Es geht wieder durch Wald und Hitze. Nach einem Staudamm geht dann der richtige Anstieg los. Durch dichtes Gebüsch und Wälder. Die Hitze und Luftfeuchtigkeit macht mich echt kaputt und die letzten 10 Kilometer bin ich echt am kämpfen. Einfach nur einen Fuß vor den andern. Am besten gar nicht erst anfangen nachzudenken. Ich versuche einfach an Isabel dran zu bleiben und nicht auf meine Füße zu hören. Gegen 20.30 kommen wir dann auch endlich aus dem Wald und treffen alle auf einem Waldweg an. Die meisten öiegen schon im Schlafsack oder sind am kochen. Auch icj starte meinen Kocher und breite meine Luftmatratze auf dem Boden aus. In der Dunkelheit esse ich meine Ramen. Dafür das wir ziemlich viel Zeit vergammelt haben sind wir noch ordentlich was gelaufen. 

Gewandert: 36,9 km

PCT insgesamt: 2301,6 km 

Tag 74 Piute Creek – Kerrick Creek

Ich habe wirklich komisches geträumt und war total gerädert als wir um 5 unsere Sachen gepackt haben. Wir starten gegen 6. Es ging auf einem guten Trail durch grüne Büsche den Berg hinauf. Wir sehen ein Reh was schnell verschwindet. Die Sonne tupfelt die hohen Berggipfel in erste Strahlen. Wir müssen einige kleine Bäche durchqueren und bekommen schon um halb 7 nasse Füße. Der Trail wird mit jedem Höhenmeter schneereicher. Wir stapfen über Schneefelder und kommen wieder auf einen steinigen Trail. Es ist anstrengend. Als der Schnee überhand nimmt ziehen alle ihre Steigeisen an. Wir laufen nun über einen Lawinenabgangfeld und sehen Eric D. auf der anderen Seite. Er macht sich gerade fertig. Zusammen laufen wir weiter. Der Trail schwenkt nach rechts und wir erklimmen schnell einen steilen Abschnitt. Durch ein kleines Tal mit toller Aussicht müssen wir leider zurück und links ein Schneefeld hoch. Das hatte ich verpasst. Es windet sehr und wir kommen oben an und legen direkt eine Pause auf trockenen Felsen ein. Unter uns liegt ein zugefrorener See. Mit den nassen Füßen wird es schnell kalt. Bis zum Piute Pass ist es nicht mehr weit und wir haben schon die meisten Höhenmeter hinter uns. Wir driften nochmal in ein kleines Tal bevor wir noch ein paar Steinstufen vom Trail finden. Die letzten Meter vergehen schnell und wir bekommen die Überschreitung nicht mit. Durch ein kleine Schneescharte gelangen wir zu unserem Abstieg in den Kerrick Canyon. Es ist super steil und wir schlagen uns sehr weit nach rechts in die Bäume bevor wir die Versen in den Schnee rammen. Eric D. läuft weiter Richtung Norden und geht in die Stadt. Wir müssen am Canyon entlang ins Tal. Der Fluss ist schon mächtig. Leider gibt es hier keinen sichtbaren Trail als wir gegen 8.30 Uhr loslaufen. Der Hang ist sehr steil und ich muss jeden Tritt in den nassen Schnee schlagen. Der Rest kann so sicher folgen. Ich habe meine Eisaxt in Aktion gebracht da unter uns der Fluss direkt abgeht. Nach dem Hang erwartet einen nur ein 2 m Sturz von einer Schneewehe. Wir arbeiten uns zu einem Felsen vor und überqueren diesen. Ich muss so manches Moos entfernen um den Weg passabel zu machen. Wir kommen nur sehr sehr langsam voran und das Tal will sich nicht wirklich öffnen. Also geht es weiter in sehr vorsichtiger Gehweise am Schneehang. Wir arbeiten uns so Stunden durch den Hang und kommen nach einem steilen Anstieg auf eine bessere Passage. Hier ist es flacher und wir können ein bisschen Gas geben. Wir queren den angrenzenden Wald und sehen wieder ein Reh. Ich folge meist deren Spuren da sie die sichersten Flussüberquerungen finden. Wir können so drei kleine Seitenbäche über Schneebrücken queren. Der Kerrick Fluss liegt im Tal und brodelt. Wir laufen und ab und zu kommt ein Trail zum Vorschein der jedoch meist unter Wasser steht. Das Vorgehen und Spuren, Tritte treten, navigieren ist super anstrengend und ich bin total platt. Richtig matsche. Aber wir kommen gegen 12 Uhr am Sommer Überquerungspunkt an. Unter einem großen Baum direkt am Fluss, alle sind total platt, legen wir die Mittagspause ein. Ich stopfe mir schnell meine Wraps rein und esse dann löffelweise Erdnussbutter.  Danach muss ich mich rehydrieren. Alle sind wirklich geschafft von den letzten 5 km für die wir 3,5 Stunden benötigt haben. Allein für den steilen Abschnitt am Anfang, vielleicht 800 m, haben wir mindestes 1,5 Stunden benötigt. Jeder Meter also wirklich hart erkämpft. 

Die Stelle zum überqueren sieht nicht gut aus. Das Wasser ist sehr hoch und super schnell. Keine Chance. Wir erkunden in Nord- und Südrichtung den Fluss, finden aber keine Stelle. Das Wasser steigt derweilen immer höher. Wir diskutieren unsere Möglichkeiten. Wie gern hätten wir jetzt einfach eine Säge um kurz einen Baum zu fällen. Wir schlagen unsere Zelte auf und bleiben heute hier. Der Wasserspiegel ist ca. 1m höher als normal. Also höher als auf dem Foto der Übrquerungsstelle in meiner Navigstionsapp. Es ist wirklich traurig und alle sind ein wenig bedrückt. Wir müssen wieder talaufwärts wandern bis wir eine Stelle finden. Vielleicht sogar alles. 

Da es gegen 3 anfängt zu regnen verziehen sich alle in die Zelte. Ich schlafe sofort ein nachdem ich ein Hörspiel angemacht habe. Totaler Blackout 😀 . Ich wache erst gegen 5 wieder auf und bin total durchgeschwitzt. Ich treffe draußen auf Rattler und RockDoc. RockDoc hat gesehen wie der Fluss einen Baum entwurzelt hat der am Ufer Stand. Das war dann wohl kein Donner. Wir haben noch für 5 Tage Essen und knapp 60 km vor uns. Allerdings sind auch noch ein paar Flüsse zu queren. Dies ist wohl der letzte wirklich gefährliche aber man weis nie. Die letzte gesicherte Überquerung dieser Passage bis zum Sonora Pass war vor einer Woche. Die Temperaturen sind jetzt auch Nachts über 0 Grad. Es taut und taut also. 

Ich koche mit RockDoc und Rattler zu Abend. Wir sind gegen 6 fertig und verabschieden uns in die Nachtruhe.

18:39 Uhr. 

​Gewandert: 11,1 km 

PCT insgesamt: 1576,8 km

Piute Pass

Tag 73 Matterhorn Creek – Piute Creek 

Um 5.20 bin ich gemütlich aus dem Zelt. Es waren angenehme 3 Grad. Um 6 sind wir dann Richtung Wald. Das Zelt war wieder nass. Durch den Wald ging es meist durch Schnee. Rauf und runter. Wir konnten zwei kleine Bäche über Schneebrücken queren und folgten dem Matterhorn Fluss talabwärts. Dabei trafen wir auf Eric D. Er hat seine Eisaxt gestern auf der anderen Seite des Matterhorn Fluss liegen gelassen. Er geht zurück und wir machen uns an den Aufstieg zum Wilson Creek. In scharfen Serpentinen geht es steil hinauf. Der Trail ist gut in Schuss und es gibt viele Steine die den Trail bilden. Hinter uns liegt nun der Berg den wir gestern abgestiegen sind. Wir klettern über Meterhohe Schneefelder die weiter oben den Trail blockieren. Der erste Punkt kommt näher um den Fluss zu queren. Wir laufen durch immer mehr Schnee und suchen uns einen Weg über Steine und Bäume. Am Fluss finden wir zum Glück eine Schneebrücke und können einfach hinüber laufen. Meine Schuhe und Socken sind leider immer noch von gestern nass. Aber wir haben ein wenig Zeit gespart. Wir laufen das Tal hinauf und queren so manchen Lawinenabgang. Bei der nächsten Querung können wir wieder eine Schneebrücke finden. Hier liegt überall genug. LovelyHeart ist ziemlich fertig und wir legen eine erste Pause auf einem großen Stein ein. Nach ein paar Schokoriegeln laufen wir weiter am Fluss hinauf. Über eine kleine zugeschneite Wiese geht es Richtung Benson Pass. Wir müssen einen steilen Hang hinauf klettern. Wir versuchen auf dem Trail zu bleiben aber die Schneehaufen sind meterhoch und der Hang ist mit großen Felsen und Bäumen gespickt. Wir versuchen jedem Loch auszuweichen und finden einen Weg hinauf. Ab hier geht es durch ein flaches Tal immer weiter hinauf. Wir stolpern über die Sonnenlöchern und erreichen nach ein paar Minuten den Benson Pass. Wir legen hinter ein paar Büschen eine weitere Pause ein und genießen die neue Aussicht. Von hier geht es wieder bergab. Wir queren einen Wald und müssen so manchen Felsklippen ausweichen. Im Tal queren wir noch einen Fluss über Schnee und erreichen den Smedberg See. Wieder eine Pause mit toller Aussicht. Wir sind guter Dinge da wir bereits gegen 10 Uhr die Meilen von Gestern geschafft haben. Auch Eric D. holt uns ein. Wir steigen langsam einen kleinen Hang hinauf. Der Schnee idt matschig und nass. Die Sonne bruzelt wieder übel und ich habe mein blaues langes UV Shirt angezogen. Über die Ridgeline versuchen wir uns am Hang zu halten. Steile Absteige verlangsamen das Tempo. Wir steigen über ein größeres Schneefeld hinauf und schlagen uns links in den Wald um wieder auf den Trail zu kommen. Es wird richtig steil und rutschig. Wir packen es alle bis nach oben ohne einen Abgang in irgendeinen Baum hinzulegen. Über das obige Tal schwenken wir nach rechts wobei wir wie zuvor jede 20 Meter im Schatten eines Baumes das GPS checken und auf die anderen warten. Ich führe uns nun leicht bergab. Wir müssen ganz ins Tal. Das verlang uns einiges ab. In 700 m haben wir 200 Höhenmeter beschrubbt. Hier hieß es Nerven bewahren und die Hacken in den Schnee treiben. Ich habe nach der Hälfte sogar zur Eisaxt gewechselt die ich auf diesem Abschnitt noch nie gebraucht habe. Wir finden einen Weg und nach gefühlter Ewigkeit in der Wand finden wir im Tal einen trockenen Platz und mschen gegen 12 Uhr Mittag. Ich trockne mein Zelt was in 10 Minuten trocken ist. Es gibt wieder Wraps mit Käse und ein paar sauere Drops. Wir brechen gegen 13 Uhr auf und machen uns von ca. 2660 Hm auf den Abstieg zum Piut Fluss. Wir müssen noch einige Zeit über Schnee laufen bis der Trail trocken wird. Die Aussicht ist gigantisch. Der Trail steinig und super zu laufen. Leider ist der Trail auch meist unter Wasser. Wir schrecken noch 2 Rehe auf und folgen dem Trail. Wir queren einen flotten unbenannten Fluss auf einem Baumstamm. Ich gehe zuerst und lege ein paar Tritte in die gegenüberliegende Schneewehe. Danach kletter ich zurück zum Fluss und helfe LovelyHeart beim Ende. Sie hat es nicht so mit Baumstämmen über reißenden Flüssen. Der Trail und die Umgebung wird immer toller. Geradezu grandios. Wir können gegenüber den Trail zum Piut Pass im grünen Buschwerk erkennen. Rechts erhebt sich majestätisch eine riesige Granitwand die gespickt mit Bäumen ist. Zur linken liegt ein dunkler See den man endlich mal sehen kann. Wir kommen zum unbenannten Fluss und müssen wieder queren. Der Übergang sieht zu gefährlich aus. Ich laufe über den rechten Flussstrang auf die Mittelinsel und finde einen Baumstamm auf der anderen Seite. Die anderen ziehen sich um und wir queren den Baumstamm. Auch hier helfe ich wieder indem ich mir einen langen stabilen Ast suche. Ich halte ihn LovelyHeart und Griz hin und vor allem Griz war kurz vorm straucheln. Als er am Anfang auf dem Stamm stand habe ich gesehen wie er die Augen verdrehte und ein letztes Stoßgebet verdandt. Alle sind gut angekommen und wir laufen die letzten 400 Meter bis zum Piut Fluss. In einem kleinen Wäldchen verscheuchen wir noch ein Reh. Das Tal steht fast komplett unter Wasser. Wir passieren ein paar riesige Bäume am Fluss und legen die Rucksäcke ab. RockDoc und ich gehen Flussabwärts, Rattler erforscht den nördlichen Teil. Wir finden nichts aber Rattler und Eric D. finden einen Baumstamm zum queren. Die anderen ziehen sich noch um und ich gehe voraus. Ich stecke die Stöcke auf benachbarte Bä

Baumstämme um mein Gleichgewicht zu halten. Der Stamm wird in der Mitte bereits nass und überschwemmt. Ich habe fast die Hälfte geschafft da bewegt sich der rechte Baum der im Wasser liegt und ich finde mit dem rechten Stock keine halt. Statt den Baum zu treffen gleitet er in der Hoffnung der Flussgrubd zu treffen immer tiefer. Mein Mittelpunkt schwenkt nach rechts aus und der Stock fällt ins Bodenlose. Ich kann nur noch einen Hops machen um nicht auf fem Baumstamm zu machen um in den abgebrochenen Ästen zu landen. Ich tauche in das kalte Wasser und werde direkt von der Strömung an den Baumstamm gedrückt. Ich klammer mich an den Baumstamm. Mein einer Trekkingstock entschwindet mit der Strömung. Ich trete auf den Baumstamm unter Wasser und bin nur noch bis zur Hüfte im Wasser. Es wird kalt während ich auf die anderen warte. Rattler und LovelyHeart kommen rüber und nehmen einen anderen Baumstamm der kurz vor schluss einfach aufhört. Ich gebe Rattler meinen Rucksack und kann mich dann aus dem Wasser ziehen. Ich bin auf der Mittelinsel und rufe Griz und RockDoc zu nach meinem Stock Ausschau zuhalten. Sie finden ihn flussabwärts. Er steckt mitten im Fluss auf einer Sandbank. Irgendwie hat er sich dort selbst aufgespießt. Mein Glück. Griz springt in den Fluss und schwimmt bis zur Sandbank. Er retten meinen Stock und ist klitsch nass.  Beide kommen ebenfalls über den Baumstamm. Wir queren anschließend noch eine beinahe Hüfthohr Passage. Hier fließt wirklich überall Wasser. Von hier kommen wir über einen großen Baumstamm weiter auf die andere Seite. Hier gibt es keine Probleme. Am anderen Ende treffen wir auf den Trail. Dieser steht aber teilweise hüfthoch unter Wasser. Wasser überall! Wir laufen nun über den Trail im Wasser es wird langsam kalt. Ich bin plitsch nass und wir sind nun schon einige Minuten im Wasser unterwegs. Wir erreichen eine Trailabzweigung und laufen noch ein wenig über den Trailfluss bis zur ersten trockenen Stelle. Neben dem Trail ist viel Platz und wir stoppen für heut. Wir hängen alles auf und bauen danach die Zelte auf. Mein Rucksack ist okey. Sogar mein Handy das außen am Rucksack war hst überlebt. Nur beim MP3 Player ist K.O. Die SD-Karte mit der Musik funktioniert noch. In Bridgeport ist sowieso shoppen angesagt. Es gibt viele Schäden die über die Zeit entstanden sind. Im Rucksack ist das meiste trocken geblieben. Mein Schlafsack war im wassersichten Rucksack der gut funktioniert hat. Wir haben ein Feuer entzündet und Rocks und Peaks zur Hochzeit gratuliert die heute war. Am Feuer haben wir dann auch gekocht. Ich laufe barfuß. Wasser filtern und das Zelt herrichten. Alles ist nicht trocken geworden aber ich habe genug Klamotten dabei. Was für ein toller Tag. Morgen steht der nächste Pass an und ein wahrscheinlich traumhafter Aufstieg. Jetzt wird aber geschlafen. 19:51 Uhr.   

Gewandert: 17,4 km 

PCT insgesamt: 1565,7 km

Piute Creek

Tag 7 Warner Springs- Dry Creek

Gut geschlafen habe ich tatsächlich. Aber das gsnze Kondenswasser welches in meinen Zelt herum tröpfelte konnte ich wirklich nicht gebrauchen. Die Einwandigen Zelte sind da einfach hinterher. Sobald irgendwo eine Falte idt wo wasser steht oder man twas berührt kommt das Wasser durch. Mein schlafsack war im Fussbereich super nass. Ebenso meine Luftmatratze. Habe mir dann einen Müllsack geholt den ich über den Schlafsack ziehen kann. Um 6.30 gings dann wirklich aus den Federn. Es war noch nicht ganz so viel betrieb. Ich hab noch auf ein paar andere gewartet und wir sind zun GolfClub gelaufen. Der liegt in der „Stadt“. Dort gab es ordentlich Pfannkuchen, Bacon und Eier. Zum Glück auch wlan. Den das wollte gegen Mittag im Community Center nicht mehr tun. Ach einem ausgiebigen Frühstück, ich habs gerade so geschafft, ging es zurück. Es war wolkig und recht frisch. Drüben angekommen hab ich meine Elektronischen Geräte aufgeladen und noch den letzten Blogeintrag geschrieben. Alles gepackt und noch ein wenig auf wlan gewartet. Aber es hat nichts mehr funktioniert 😦

Gegen 1.30 uhr bin ich dann halt los. Es sind viele Hiker hier und verbringen einen Wanderfreien Tag an diesem Platz. Ich fühle mich wieder gut und schiebe ab. Mein rechter Fuß fühlt sich i.O. an. der linke ohne Schmerzen aber immer noch stark geschwollen. Aber zum wandern reicht’s.

Über schöne blumige Wiesen geht es zuerst durch ein großes Tal. Ich kreuze ab und zu ein trockenes Flussbett. Als ich das Tal verlasse finde ich jedoch noch ein wenig Wasser zum überwinden. Jetzt geht es so langsam hinauf. Am Fluss entlang ganz gemütlich muss ich noch schnell halten und mir die Waden eincremen. Die Sonne brennt wieder. Ich lasse beim Anstieg 8 Leute hinter mir die ebenfalls am Community Center waren. Mit einem hane ich nur ein gemeinsamen Zeltplatz. Der Anstieg war recht entspannt. Anfangs eher trockene Vegetation wandelte sich der Trail später wieder am Fluss verlaufend ihn eine recht blühende und kräftig grüne Landschaft. Durch sandige Flussteile hin durch ging es so teilweise direkt am Fluss entlang. Bei der letzten Querung habe ich nochmal einen Liter getrunken und drei nachgefüllt. Hier kommt dann keine gescheite Quelle mehr. Es ging wieder steiler hinauf. Wieder alles trocken und knusprig. Man hat jetzt endlich den tollen Ausblick zurück auf dad Tal welches man erklommen hat. Mit jeder Kehrtwende ergibt sich ein besseres Panorama. Bis nach einer Kurve eine ganz neue Landschaft auf mich wartet. Im hochgelegenen Tal sind tausende von Felsen bunt versträut. Sieht toll aus. Im hintergrund allerdings eine tiefe dunkle Wolkenfront. Es soll ein wenig erhöter Wind aufkommen. So 50-60 Meilen. Mich juckt das wenig. Ich geh weiter bis ich an den gewollten Campspot komme. Es ist 17:15. Flash und Eleven, ebenfalls Community Center, bauen gerade ihr Zelt auf. Ich fange schnell an zu kochen. Kartoffelpüree und Ramen. Danach gehts noch gemütlich bis zum nächsten Zeltplatz. In einem alten Flussbett hat, Hiker X, ich kenn seinen Namen gar nicht, bereits sein Zelt aufgebaut. Ich mache es ihm gleich und beschwere die Heringe ebenfalls mit Steinen. Der Wind nimmt zu. Während er kocht und isst unterhalten wir uns gemütlich und hören Jonny Cash. Dann gehts schnell ins bettchen da der wind immer mehr zunimmt und die Sonne schon verschwunden ist. Mein Thermometer zeigt 11 Grad. Wir sind auf ca. 1500 Höhenmetern. Könnte also kalt werden heut Nacht. Da bin ich ja mal gespannt. Zum Glück hab ich über den Müllsack geschrieben, den hätte ich sonst vergessen 😉 

Morgen wird ordentlich was gerissen. In ca. 50km ist das Paradise Cafe. Da will ich übermorgen um 8 Uhr einlaufe und frühstücken. 

Gewandert: 18,4 km

PCT gesamt: 194,6 km