Tag 73 Matterhorn Creek – Piute Creek 

Um 5.20 bin ich gemütlich aus dem Zelt. Es waren angenehme 3 Grad. Um 6 sind wir dann Richtung Wald. Das Zelt war wieder nass. Durch den Wald ging es meist durch Schnee. Rauf und runter. Wir konnten zwei kleine Bäche über Schneebrücken queren und folgten dem Matterhorn Fluss talabwärts. Dabei trafen wir auf Eric D. Er hat seine Eisaxt gestern auf der anderen Seite des Matterhorn Fluss liegen gelassen. Er geht zurück und wir machen uns an den Aufstieg zum Wilson Creek. In scharfen Serpentinen geht es steil hinauf. Der Trail ist gut in Schuss und es gibt viele Steine die den Trail bilden. Hinter uns liegt nun der Berg den wir gestern abgestiegen sind. Wir klettern über Meterhohe Schneefelder die weiter oben den Trail blockieren. Der erste Punkt kommt näher um den Fluss zu queren. Wir laufen durch immer mehr Schnee und suchen uns einen Weg über Steine und Bäume. Am Fluss finden wir zum Glück eine Schneebrücke und können einfach hinüber laufen. Meine Schuhe und Socken sind leider immer noch von gestern nass. Aber wir haben ein wenig Zeit gespart. Wir laufen das Tal hinauf und queren so manchen Lawinenabgang. Bei der nächsten Querung können wir wieder eine Schneebrücke finden. Hier liegt überall genug. LovelyHeart ist ziemlich fertig und wir legen eine erste Pause auf einem großen Stein ein. Nach ein paar Schokoriegeln laufen wir weiter am Fluss hinauf. Über eine kleine zugeschneite Wiese geht es Richtung Benson Pass. Wir müssen einen steilen Hang hinauf klettern. Wir versuchen auf dem Trail zu bleiben aber die Schneehaufen sind meterhoch und der Hang ist mit großen Felsen und Bäumen gespickt. Wir versuchen jedem Loch auszuweichen und finden einen Weg hinauf. Ab hier geht es durch ein flaches Tal immer weiter hinauf. Wir stolpern über die Sonnenlöchern und erreichen nach ein paar Minuten den Benson Pass. Wir legen hinter ein paar Büschen eine weitere Pause ein und genießen die neue Aussicht. Von hier geht es wieder bergab. Wir queren einen Wald und müssen so manchen Felsklippen ausweichen. Im Tal queren wir noch einen Fluss über Schnee und erreichen den Smedberg See. Wieder eine Pause mit toller Aussicht. Wir sind guter Dinge da wir bereits gegen 10 Uhr die Meilen von Gestern geschafft haben. Auch Eric D. holt uns ein. Wir steigen langsam einen kleinen Hang hinauf. Der Schnee idt matschig und nass. Die Sonne bruzelt wieder übel und ich habe mein blaues langes UV Shirt angezogen. Über die Ridgeline versuchen wir uns am Hang zu halten. Steile Absteige verlangsamen das Tempo. Wir steigen über ein größeres Schneefeld hinauf und schlagen uns links in den Wald um wieder auf den Trail zu kommen. Es wird richtig steil und rutschig. Wir packen es alle bis nach oben ohne einen Abgang in irgendeinen Baum hinzulegen. Über das obige Tal schwenken wir nach rechts wobei wir wie zuvor jede 20 Meter im Schatten eines Baumes das GPS checken und auf die anderen warten. Ich führe uns nun leicht bergab. Wir müssen ganz ins Tal. Das verlang uns einiges ab. In 700 m haben wir 200 Höhenmeter beschrubbt. Hier hieß es Nerven bewahren und die Hacken in den Schnee treiben. Ich habe nach der Hälfte sogar zur Eisaxt gewechselt die ich auf diesem Abschnitt noch nie gebraucht habe. Wir finden einen Weg und nach gefühlter Ewigkeit in der Wand finden wir im Tal einen trockenen Platz und mschen gegen 12 Uhr Mittag. Ich trockne mein Zelt was in 10 Minuten trocken ist. Es gibt wieder Wraps mit Käse und ein paar sauere Drops. Wir brechen gegen 13 Uhr auf und machen uns von ca. 2660 Hm auf den Abstieg zum Piut Fluss. Wir müssen noch einige Zeit über Schnee laufen bis der Trail trocken wird. Die Aussicht ist gigantisch. Der Trail steinig und super zu laufen. Leider ist der Trail auch meist unter Wasser. Wir schrecken noch 2 Rehe auf und folgen dem Trail. Wir queren einen flotten unbenannten Fluss auf einem Baumstamm. Ich gehe zuerst und lege ein paar Tritte in die gegenüberliegende Schneewehe. Danach kletter ich zurück zum Fluss und helfe LovelyHeart beim Ende. Sie hat es nicht so mit Baumstämmen über reißenden Flüssen. Der Trail und die Umgebung wird immer toller. Geradezu grandios. Wir können gegenüber den Trail zum Piut Pass im grünen Buschwerk erkennen. Rechts erhebt sich majestätisch eine riesige Granitwand die gespickt mit Bäumen ist. Zur linken liegt ein dunkler See den man endlich mal sehen kann. Wir kommen zum unbenannten Fluss und müssen wieder queren. Der Übergang sieht zu gefährlich aus. Ich laufe über den rechten Flussstrang auf die Mittelinsel und finde einen Baumstamm auf der anderen Seite. Die anderen ziehen sich um und wir queren den Baumstamm. Auch hier helfe ich wieder indem ich mir einen langen stabilen Ast suche. Ich halte ihn LovelyHeart und Griz hin und vor allem Griz war kurz vorm straucheln. Als er am Anfang auf dem Stamm stand habe ich gesehen wie er die Augen verdrehte und ein letztes Stoßgebet verdandt. Alle sind gut angekommen und wir laufen die letzten 400 Meter bis zum Piut Fluss. In einem kleinen Wäldchen verscheuchen wir noch ein Reh. Das Tal steht fast komplett unter Wasser. Wir passieren ein paar riesige Bäume am Fluss und legen die Rucksäcke ab. RockDoc und ich gehen Flussabwärts, Rattler erforscht den nördlichen Teil. Wir finden nichts aber Rattler und Eric D. finden einen Baumstamm zum queren. Die anderen ziehen sich noch um und ich gehe voraus. Ich stecke die Stöcke auf benachbarte Bä

Baumstämme um mein Gleichgewicht zu halten. Der Stamm wird in der Mitte bereits nass und überschwemmt. Ich habe fast die Hälfte geschafft da bewegt sich der rechte Baum der im Wasser liegt und ich finde mit dem rechten Stock keine halt. Statt den Baum zu treffen gleitet er in der Hoffnung der Flussgrubd zu treffen immer tiefer. Mein Mittelpunkt schwenkt nach rechts aus und der Stock fällt ins Bodenlose. Ich kann nur noch einen Hops machen um nicht auf fem Baumstamm zu machen um in den abgebrochenen Ästen zu landen. Ich tauche in das kalte Wasser und werde direkt von der Strömung an den Baumstamm gedrückt. Ich klammer mich an den Baumstamm. Mein einer Trekkingstock entschwindet mit der Strömung. Ich trete auf den Baumstamm unter Wasser und bin nur noch bis zur Hüfte im Wasser. Es wird kalt während ich auf die anderen warte. Rattler und LovelyHeart kommen rüber und nehmen einen anderen Baumstamm der kurz vor schluss einfach aufhört. Ich gebe Rattler meinen Rucksack und kann mich dann aus dem Wasser ziehen. Ich bin auf der Mittelinsel und rufe Griz und RockDoc zu nach meinem Stock Ausschau zuhalten. Sie finden ihn flussabwärts. Er steckt mitten im Fluss auf einer Sandbank. Irgendwie hat er sich dort selbst aufgespießt. Mein Glück. Griz springt in den Fluss und schwimmt bis zur Sandbank. Er retten meinen Stock und ist klitsch nass.  Beide kommen ebenfalls über den Baumstamm. Wir queren anschließend noch eine beinahe Hüfthohr Passage. Hier fließt wirklich überall Wasser. Von hier kommen wir über einen großen Baumstamm weiter auf die andere Seite. Hier gibt es keine Probleme. Am anderen Ende treffen wir auf den Trail. Dieser steht aber teilweise hüfthoch unter Wasser. Wasser überall! Wir laufen nun über den Trail im Wasser es wird langsam kalt. Ich bin plitsch nass und wir sind nun schon einige Minuten im Wasser unterwegs. Wir erreichen eine Trailabzweigung und laufen noch ein wenig über den Trailfluss bis zur ersten trockenen Stelle. Neben dem Trail ist viel Platz und wir stoppen für heut. Wir hängen alles auf und bauen danach die Zelte auf. Mein Rucksack ist okey. Sogar mein Handy das außen am Rucksack war hst überlebt. Nur beim MP3 Player ist K.O. Die SD-Karte mit der Musik funktioniert noch. In Bridgeport ist sowieso shoppen angesagt. Es gibt viele Schäden die über die Zeit entstanden sind. Im Rucksack ist das meiste trocken geblieben. Mein Schlafsack war im wassersichten Rucksack der gut funktioniert hat. Wir haben ein Feuer entzündet und Rocks und Peaks zur Hochzeit gratuliert die heute war. Am Feuer haben wir dann auch gekocht. Ich laufe barfuß. Wasser filtern und das Zelt herrichten. Alles ist nicht trocken geworden aber ich habe genug Klamotten dabei. Was für ein toller Tag. Morgen steht der nächste Pass an und ein wahrscheinlich traumhafter Aufstieg. Jetzt wird aber geschlafen. 19:51 Uhr.   

Gewandert: 17,4 km 

PCT insgesamt: 1565,7 km

Piute Creek

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