Tag 5 – Low Gap Shelter

Die Nacht hat es immer wieder geregnet.  Der Wind tat den restlichen Teil zu einer schlaflosen Nacht.  Mein Außenzelt schlug immer wieder an die Innenseite. Und das auf Kopfhöhe!  Meine Fresse, ich habe zwei Höhrbücher gehört,  mich tausend Mal gedreht und es prasselt und prasselt.  Aber irgendwann erhellt sich auch der Himmel und ich bin doch das ein oder andere Mal weggenickt.  Im Regen wird dann schnell Kaffee gekocht,  die letzten OatMeal verdrückt und alle Sachen wasserdicht verpackt.  Alles was nicht in den Packsäcken ist, ist feucht.  Nicht gerade die schönste Ausgangssituation mitten im Wald.  Da das Wetter anhalten soll, entschließen wir uns ein paar entspannte Tage,  was die Feuchtigkeit der Ausrüstung angeht,  gönnen.
Durch den Regen machen wir uns 8.2 Meilen auf einen Aufstieg zum Blue Mountain. 
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Von dort geht es dann in 1.5 Meilen 1075 Fuß bergab.  Die ersten Meilen vergehen ziemlich gemütlich durch teilweise enge „green tunnel“ Passagen laufen wir entlang von anderen Bergen. Ab und an wir der Weg steinig und man muss aufpassen die Stöcke richtig zu nutzen um erstens seine Knie zu schonen und einen richtigen Stand zu haben. Auf den Hügeln  bläst ein fürchterlicher Wind.  Er peitscht den Nebel von einer Seite auf die andere, die Bäume knartzen und es ist cool dadurch zu laufen.
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Heute habe ich auch mal meine Trekkinghose im Rucksack gelassen.  Ich trage jetzt lange Unterhosen und ejne kurze Hose darüber.  Das funktioniert super.  Also wird die Hose bald in die bounce box verfrachtet, mit vielem anderen mehr!
Durch die Feuchtigkeit ist die Sicht auch eingeschränkt.  Aber durch die Regenjacke und dessen Kaputze sieht ma  sowieso nur dir nächsten 2-3 Meter vor sich.
Das wandern im Regen finde ich jetzt nicht so schlimm.  Auf einer Regenskala war es heute eine 2 von 5. (5 ist totale Eskalation ohne Blitz und Donner)
Der Wind kühlt schön und die Sonne verbennt einem nicht den Nacken.  Der Abstieg vom Blue Mountain ist wie jeder Abstieg schwierig.  Schon eine Stunde vor Ankunft am Gap, hört man die Autos fahre. Doch wenn dieser Punkt erreicht ist, sollte man besser noch eine Pause einlegen. Den der Weg ist noch lang! Verdammt,  man denkt echt, soweit kann es ja nicht mehr sein wenn die Motoren schon heulen. Aber falsch! Der Abstieg besteht aus vielen Steinstufen und Matsch.  Es dauert seine Zeit bis man sich durch die Steinformationen gearbeitet hat.  Wenn man die Straße sehen kann, kann man immer noch mit 15 Minuten rechnen. 
Am Unicoi Gap angekommen rufen wir direkt im Top of Georgia Hostel an und bestellen ein Shuttel. In der Zwischenzeit treffen immer mehr Hiker ein. Alle die aus dem Wald kamen, waren ein wenig enttäuscht.  Die große Gruppe ließ wohl aus der Ferne nach trailmagic aussehen. 
Im Hostel gab es erstmal ein Getränk umsonst.  Danach sind wir in die Stadt gefahren worden.  Dort gabs typisch Bacon Cheeseburger, Doppelbock und als Nachtisch warmen Applepie. Nach zwei Stunden wurden wir auch wieder abgeholt und haben noch schnell am Supermarkt gehalten. Abends gibts natürlich noch viel Gerede, Ausrüstungtrash, Blister Pflege Tipps. Morgen lassen wir uns dann zum Unicoi Gap zurück fahren  und gehen den angeblich schwierigsten Teil von Georgia bis Dicks Creek, 16.7 Meilen. Ca. 3300 Fuß aufwärts, dito abwärts. Aber alles mit wenig Gepäck.  Wir nehmen nur Essen und Wasser mit. Machen  also SlackPacking. Übermorgen holen wir uns dann den ersten Staat und machen den zweiten unsicher!  🙂
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Gewandert: 9.7
Insgesamt: 52.9 + 8.8
Wetter: Regen (2/5), bewölkt,  windig

3 Gedanken zu “Tag 5 – Low Gap Shelter

  1. Ihr fangt ja früh an mit SlackPacking 🙂 Aber man sollte es mit dem Wandern gerade am Anfang auch nicht übertreiben. Die schmerzenden Sehnen und Bänder kommen schon früh genug.
    Wäre super, wenn du wieder ein paar Bilder in den Blog einbauen könntest. Ich weiß das WIFI ist in den meisten Fällen schlecht.

    • Ja die tour gestern war einfach zu hart. 17 Meilen, 2.4 Abstieg am Ende und ab nachmittag regen. Ich war am ende und bin die letzte Meile nur noch in Schneckentempo voran gekommen. Es war wirklich hart. Aber heute geht es wieder. Bilder kommen 🙂

  2. Hallo Jannik,
    trotz Regen, Kälte und schmerzenden Knochen hört es sich Klasse an! Mein Neid ist Dir sicher 🙂
    Hab viel Spaß, immer noch genug Kraft zum Weiterkommen und genieß die tollen Erfahrungen!
    Liebe Grüße
    Lothar und der Rest der Familie

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