Tag 53 – Cornelius Creek Shelter

Ohh man! Gestern bin ich nach dem kurz gehaltenen Blogbeitrag direkt weggenickt. Punkt 19 Uhr gingen die Lichter aus. Dafür am nächsten morgen erst spät wieder an. Heat pack war wie immer schnell aus den Federn, aber der Rest vom Shelter ließ sich trotz morgendlichen Sonnenstrahlen im Shelter nicht aus der Reserve locken. Nur mühsam ging es voran und die Umgebung erwärmte sich. Buster hat Geburtstag und verbringt diesen erstmal im Schlafsack.  Gegen 9.10 haue ich dann ab. Ziemlich spät. Es geht direkt den nächsten Berg hinauf.  4.7 Meilen zum Apple Orchard Mountain.  Teils steil und steinig ging es doch Großteils annähernd erträglich hinauf.  Die Sonne schien auf jeden Fall prächtig.  Doch ich war oben schon wieder müde. Füße tun weh. Der Körper lässt es einem nun so langsam spüren, was man ihm die letzten Monate angetan hat! 
Kurz nach dem Gipfel und riesigen Felsstufen kam ich zur Guillotine. Der Stein blieb aber an Ort und Stelle und ich konnte auf gemütlichen Wege zum Thunder Hill Shelter laufen.  Hier gabs dann eine Pause.  Alle waren träge und zogen den weiteren Start hinaus. 5 Meilen um 12 Uhr! Ohne Worte.
Von dort ging es aber im guten Tempo hinunter zum Petites Gap. Kleine Hügel zwischendurch, aber nichts weltbewegendes.
Nach einer Mittagspause am Gap ging es hinauf zum Highcock Knob. Brennende Hitze,  viele Steine,  rechts und links Büsche.  Wie in der Sauna steht die Luft vor mir. Der Abstieg hingegen verläuft erst steil, dann seicht. Auf ebener Strecke gebe ich jetzt Gas um ein paar Meilen gut zu machen.  Doch auch hier fühle ich mich wie in der verdammten Wüste.  Brütend heiß der Untergrund.  Vertrocknete Bäume am wegesrand.  Nach einem größeren Hügel, vielleicht 100 Meter,  ging es endlich in den finalen Abstieg für heute.  Es war bestimmt schon 4 uhr durch und noch mehr als 7 Meilen zu gehen. Wasser holte ich an jeder verfügbaren Quelle.  Nach einem Knie unfreundlichem Abstieg,  jeder Abstieg tut  irgendwann weh, kam dann das Matts Creek Shelter an dem ich mit Ayce auf Buster und Cheeseman gewartet habe. Zusammen sind wir dann erst am Fluß entlang durch ein grüne Schlucht zum James River und von dort weiter zur James River Footbridge gewandert.  Es ist die längste Fußgängerbrücke auf dem AT und ebenfalls ist es Tradition von eben jener zu hüpfen.  Es war zwar schon nach 6 aber das Wetter war noch super.  Meine Füße allerdings waren schon platt.  Vom Brückenspringen halte ich auf Grund der Höhe leider nicht so viel. Aber wir sind alle gesprungen. Ich weiß nicht wie hoch es war, aber es war so hoch,  dass ich vielleicht 10 Minuten gebraucht habe um endlich ins Wasser zu tauchen. Super kalt aber danach fühlt man sich doch recht frisch. Egal wie braun das Wasser war.
In Boxershort und Tshirt ging es dann die letzten 2 Meilen zum Shelter hinauf. Viel Wasser. Viele Berge. 
Am Shelter wartet Heat Pack schon seit 4 Stunden auf uns. Das Shelter ist schon belegt.  Nicht vollständig aber gegen 8 wollen wir keine schlafenden mehr wecken um einen Platz zu besetzten.  So bauen wir alle unsere Zelte auf einer schönen großen Fläche hinter dem Shelter auf. Am Feuer wird dann noch bis in die Dunkelheit hinein gekocht. 

Den ganzen Tag war ich echt müde,  kraftlos und wollte einfach nur ausruhen.  Der Sprung von der Brücke hat die lebensgeister dann nochmal erweckt, aber die Füße schmerzen trotzdem noch. Hoffentlich gehts morgen ein wenig besser mit der Energie! 
Ich muss kurz in die Stadt trampen und noch für die letzten 2 Tage essen kaufen.

Gewandert: 21.7
Insgesamt: 786.3
Wetter: sonnig, heiß!

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