Tag 13 Hwy 10 – Tentsie 3

Die Nacht war echt bescheiden. Bin mindestens jede Stunde aufgewacht um ernüchternd festzustellen dass es nicht mal Mitternacht ist. Die Zeltwände schlugen immer noch wild um sich. Gegen 1 habe ich dann meinen mp3 player gestartet. Gegen 3 schwächtensich der Wind. Meine Luftmatratze blieb jedoch leer. Ein Stein tst besonders weh. Zul Glück war es nicht kalt. Ich habe immerhin nicht gefroren, aber eine „erholsame“ Nacht sieht anders aus. Aldo war ich Gott froh als es endlich 5.30 Uhr war. Aufstehen, Sachen packen, mein Frühstückin Form von Dänischen Apfelkuchen verdrücken ( >500kcal echt top) und los. 

Ich wander erst mit Wade allein los. Rattler wollte noch frühstücken. Durch die niedrigen Büsche geht es über einen kleinen Stadt Richtung Berge und Windräder. Die Sonne kommt langsam hervor und ich ziehe meine Regenjacke aus als die ersten Strahlen meinen Müden Kopf berühren. Der San Jacinto liegt in klarster Luft. Uech das Tal steigen wir leicjt hinauf bis wird zum Büro des Versorgungsunternehmens kommen. Ich gehe kurz rein und erkundige mich nach der Anzahl in diesem Gebiet stehender Windräder: 4.000 Stück. Die machen auch einen ordentlichen Krach. Wir treffen dann nach Bart und ziehen immer weiter das Tal hinauf. Immer wieder muss ich mit meinem Stock verdorrte Geäste beiseite wedeln. Die Spitzen von dieses kommen übrigens super durch Klamotten und Schuhe. Das pickst ordentlich. Wir legen nach 5 km die erste Pause ein um etwas zu trinken. Es ist schon recht war für die Uhrzeit 7.30Uhr. Wir nähern und dem Ende des Tals und müssen zwei kräftig ansteigende Serpentinen nehmen um die letzten Meter zu erklimmen. Mit tollen Blick in das Tal sehen wir nicht nur Bart und viele Windräder sondern auch Rattler der uns mit seinen Trekkingstöcken aud der Ferne zuwinkt. Wir machen es uns oben gemütlich und weitere 250 Kalorien verschwinden in mir. Ich schieße Fotos von Rattler wie er sich den Berg hoch kämpft. Beide angekommen zieht Bart weiter und wir posen ein wenig vor der Kamera. Dann geht es gemächlich bergab. Der Trail ist sehr porös. Am Abhang rutscht immer mehr feines Gestein hinab und teilweise sind Kanthölzer verrottet. In kleinen Switchbacks oder ZigZags geht es hinab. Hier schnappe ich Bart und gehe auf lang gezogenen Pfaden Richtung Talausgang. Hier sehe ich schon grün und grau. Das ist unser Ziel. Der Whitewater River. Der Weg führt über üppige Wiesen und viele Eidechsen und Schmetterlinge sind unterwegs. Nach dem leichten Anstieg folgt natürlich der Aufstieg. Der zieht sich ebenfalls durch die offene Landschaft bis es in einem angrenzenden Tal schnell über Serpentinen hinab geht. Hier kommen mir viele Dayhiker, Tageswanderer, entgegen. Echt grüße alle recht freundlich. Gebe Ratschläge zur Benutzung und Zweckmäßigkeit von Trekkingstöcken und Frage ob genug zu trinken am Mann sei. Viele sehe ich mit nur einem halben Liter. Da wird mir unwohl. Vor allem wenn fie schon auf halber Höhe prustend auf den Steinen sitzen. Unten angekommen warte ich auf Wade und Rattler die auch schnell erscheinen. Dabei verdrücke ich noch 3 Riegel in Form von 620 kcal. Wir machen eine Pause im Halbschatten eines Busches und wir verabschieden uns von Wade der hier seinen Sektionhike beendet. Ich bekomme noch sein Reparaturkit für meine Luftmatratze geschenkt. Die ca. 3km zum Whitewater River gehen nun durch das Tal. Wunderbar hellgrau sind die ausgetrockneten Flussarme. Die Hitze trocknet einen auch aus. Auf dem Thermometer stehen 29 Grad. Unter dem Joch der Sonne prügeln wir die gerade teilweise sandig/ steinige Strecke entlang. Der Dreck ist fein gemahlen und setzt sich so überall ab. Hände, Flaschen, Ausrüstung. Überall dieser Pulver. Man wird es einfach nicht los. Hinter einem großen Stein sitzt Woogy. Soldat a.D. der USA und hat in Darmstadt und Stuttgart gedient. Wir gesellen uns zu ihm und ziehen die Schuhe aus und kühlen die Füße im sprudelnden Fluss. Danach wird meine Luftmatratze untersucht und ich kann das Loch finden und flicken. Was für ein tolles Gefühl heute wieder richtig schlafen zu können. Fühlt sich an als ob ich die ganze Zeit mit einer luftlosen Matratze geschlafen hätte. Dann dösen wir einfach im Schatten, führen Druckbetankung durch und ich starte mit frühem Mittagessen. Wraps mit Käse und Salami. Einfach eine gute Abwechselung und wieder 500kcal. Dann noch ein paar sauere Würmer und Fische. Mein Appetit ist gerade unermüdlich. Ich möchte gerne an einem Wettessen teilnehmen. Aber das wäre unfair. Ich wasche mein Geschirr im Fluss und wir machen uns langsam auf den weiteren Weg. Friwch gestärkt nach dieser langen Pause und weiteren Trailgesichtern suchen wir einen trockenen Übergang den wir auch finden. Ein kleiner Sprung und gut. Durch das Geröll geht es zum Zementberg. Dieser ist ganz grau. Sehr interessant wie schnell sich  geologischen Gegebenheiten hier ändern. Oben angekommen gehts auch direkt wieder runter und wieder einlanges Tal. Die Hitze steht wie eine Mauer. Wir laufen weiter und genießen bei einer weiteren Pause  die randiose Szenerie der umliegenden Berggipfel. Übet die Ridgeline welche Staub trocken ist zieht sich der Trail nochmal und fällt dann schnell in das Nachbartal ab. Hier stoßen wir bald auf den Mission Creek. Unter einer großen Kastanie machen wir es uns bequem. Rattler baut schon das Zelt auf und ich esse ein wenig mehr. Dann schreibe ich den Block von gestern. Wir genießen die vorteile des Baches und trinken reichlich. Dann kommt noch ein Bekannter vom Whitewater River vorbei. Wir kochen gemeinsam. Bauen zelte auf und genießen die frühe Wandererruhe. Stopp bereits gegen 15Uhr. Um 18.30 gehts ins Bettchen blogen. Morgen stehen  um 4Uhr auf  da knapp 20 Kilometer Aufstieg anstehen und ich dies am liebsten Schatten machen will. Freitag sind wir dann in Big Bear City 🙂

Gewandert: 25,1 km

PCT gesamt: 364 km

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