Tag 14 Tentsite 3 – Arraste Trail Camp

Mit der Luftmatratze habe ich geschlafen wie ein König. So war es nicht schlimm das uns um 4 der Wecker an die sternenklare Nacht brachte. Unendlich viele waren zu sehen. Gegen 4.40 sind wir dann mit Stirnlampen los. Das Tal zieht sich ewig. Wir folgten dem Fluss und querten diesen öfters. Teilweise mussten wir erst suchen wo es auf der anderen Seite weiter geht. Der Trail war mit Steinen gespickt machte auf Grund der geringen Steigung aber keine schwierigkeiten. Nach ca. 10km und einem langsamen Sonnenaufgang der sich an den seitlichen Talflanken widerspiegelte sahen wir ein Feuer flackern. Es war Barnfart der sich wärmte. Als wir los gingen waren es 14 Grad. Hier oben sind es nur noch 7. Kurzer Smaltalk und etwas trinken. Dann ging es im Tageslicht weiter. Wir folgen immer noch dem Fluss hinauf und die Landschaft ändert sich je höher wir steigen. Gegen 9 treffen wir auf Woogy. Er zapft gerade Wasser und spielt mir mit seinem Handy ein wenig Klassik bis Rattler nach kommt. Wie trinken und essen und ich fülle auf 2 Liter auf. Dann beginnt der wirklich anstrengende Aufstieg. In ein verbranntes Tal geht es in Serpentinen steil hinauf. Die hitze steht und die Sonne brennt. Dazu kommen noch die Mücken welche einem vor den Augen fliegen. Viele Bäume sind umgeknickt oder verbannt. Der Wind nimmt zu und lässt mich teilweise frösteln. Immer weiter geht es hinauf. Ich komme nur sehr langsam voran da es so anstrengend und ermüdend ist. Man will einfach nicht unter solchen Bedingung laufen und sucht sich Gründe zum pausieren. Schuhe ausklopfen, Socken putzen, Trinken und Essen, Musik umstellen etc. Irgendwann habe ich dann den ersten Teil hinter mir und komme zur letzten Wasserquelle für heute. 20km gelaufen und ca. 10 Uhr. Ich treffe auf Wet Dog und trinke 1,5 Liter. Dann fülle ich auf 3 Liter auf. Essen natürlich nicht vergessen. Aber von dem ganzen süßkram bekomme ich Sodbrennen. Das hält mich nicht ab weiter alles mögliche in mich hinein zu stopfen. Leider gibt es von den guten Dingen nie genug. Ich relaxe noch ein wenig, schaue mir die Videos von Klapperschlangen und Böcken an. Dann mache ich mich auf den Weg. Die Bäume sind entweder schwarz oder weiß. Wieder steil und in stehender Hitze zwinge ich meine Füße hinauf. Die kleinen Abstiege geben dann immer Erleichterung. Nach ca. 4 km ändert sich der Trail und es geht in gelben Sand gemütlich hinauf. Überall liegen große Tannenzapfen. Eine Kingssnake habe ich auch gesehen. Die ist ungiftig und ziemlich flott. Oben angekommen öffnete sich ein weiteres Tal welches ich erst auf der einen dann auf der anderen Seite durchquerte. Hier konnte man richtig Meilen gut machen. Super sachte in langen Bögen ging der Trail hier durch den halb intakten Wald. Auf der anderen Seite einmal hinüber und wieder den Weg zurück. Von hier hatte ich einen tollen Blick auf das Tal in dem Rattler und ich heute Morgen noch gemeinsam unterwegs waren. Es folgten noch drei an und Abstiege. An den Flanken lag vereinzelt noch Schnee und ich hinterließ Rattler mehrere Nachrichten darin. Um 14.30 machte ich dann Mittagspause, nachdem ich bereits nach dem 1 Anstieg auf einem Baumstamm die Aussicht genossen hatte. Es gibt noch einige weiße Gipfel. Ich aß die restlichen 200g Thunfisch. Das langt jetzt aber auch mit diesem Fisch. Käse ist besser 🙂 

Dann ging es zum 2 Anstieg. Wieder harte Serpentinen und ein wohliger Abstieg. Die Landschaft ist einfach so toll. Die Nadelbäume mit den Büschen und Flesen geben ein mir persönlich perfektes Ambiente. Im Tal treffe ich dann auf einen kleinen Privaten Zoo. Hier werden anscheinend Tiere für Filme dressiert und gehalten. Bär und Tiger konnte ich ausmachen. Die Haltung hat mir aber in keinster Weise gefallen! Was für eine Schande. Es ging nun den letzten Anstieg zum Onyx Mountain hinauf. Das war zwar nicht schlimm aber mit den Kilometern in den Füßen recht anstrengend. Ich treffe noch auf Mike einen Soldaten. Wir unterhalten uns auf einer Couch während ich ihm ein wenig Strom spende. Die Couche ist von Trail Angeln aufgestellt worden. Leider sind keine Getränke mehr vor Ort. Die letzten 5km ins Tal zum Campingplatz vergingen dann auch sehr schnell. Man kann nun Big Bear Lake sehen. Das morgige Ziel. Ich mache schon Einkaufslisten und male mir die tollsten Ideen aus was und vor allem wieviel ich essen werde. Ich habe schon wieder Hunger. Dabei habe ich gerade wieder 640 kcal gegessen. Ich glaube Adam liegt hier auch im Camp. Als ich um 18.35 hier ankam war aber schon keiner mehr draußen. Mike kocht jetzt noch und zieht dann weiter. Es sind nur noch 15km.das heißt um 9 kann ich schon versuchen zu hitchen. Dann bleiben wir2 Tage in Big Bear Lake. Füße hoch legen und essen. Mal schauen wann Rattler auftaucht. Den habe ich schon seit der Begegnung mit Woody nicht mehr gesehen. Er hatte schon am morgen müde Füße. Ich bin ja schon froh dass dieser Marathon jetzt ein Ende hat. Die ganzen Höhenmeter machen halt den Unterschied. Das waren heute auch mehr als 2000 Hoch und 1000 runter. 

Gewandert: 48,3 km

PCT gesamt: 412,3 km

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