Tag 23 Highway 2 – Pacifico Mountain

Ohh man. Die Nacht hat ganz ordentlich gedreht. Der Wind hatte keine Hemmungen. Mitten in der Nacht ist dann mein Zelt ineinander gefallen weil der Wind einen Heringen auf dem bereits ein großer Stein lag gezogen hat. Ich war sowieso im Halbschlaf und hab schnell reagiert. Außerdem war es kalt. Ein Grad plus. Ich wollte gar nicht aus dem Bett und hab lieber noch vor mir hin geträumt. Als ich raus kam war Flying Brian, nicht Andy, bereits da und Rattler und CheapSunglasses bereits fertig. In dem Wind hab ich schnell gepackt und bin den beiden hinterher. Über den HW 2 und einen kleinen sandigen Hügel von dem es mich ohne meine Stöcke verweht hätte. So kalt war es noch nie. Windchill Effekt halt. Ich hab richtig gefroren und auch die Sonne die ab und an mal raus kam konnte nichts dagegen tun. Gleich nach ca. 1Km war der Trail auf Grund eines Feuers gesperrt. Wir liefen also über den HW2. Hier war leider viel Schatten und die kälte war im Mark angekommen. Brrr. Wir sind erst gegen 7.40 an der alternativen Route gestartet. Waren also wirklich spät dran.  Nach ca. 5 km kamen wir an einen schönen verlassenen Campingplatz. Hier war es schön windstill und wir machten an einer Quelle halt. Auf dem warmen Asphalt saßen wir gemütlich. Trotzdem hatte ich noch alles an. Also lange Shorts, Regenjacke, Mütze und Handschuhe. Wir folgten der Quelle und dem daraus entspringendem Bach ins Tal. Leider mussten wir unten angekommen auf der anderen Seite wieder hoch. Da wurd es mir dann zu warm und am Cooper Canyon hab ich mich dann in meine normale Arbeitskleidung geworfen. Auf dem weiteren Aufstieg über karges Land mit einige Bäumen fegte der Wind wieder bestialisch und ich bereute. Allerdings waren wir zu dritt unterwegs und ich hielt es aus. Schließlich macht ein Aufstieg gute Temperaturen. Oben angekommen natürlich der HW2. Kurz danach machen wir die nächste Pause und ich verkünde dass es in 8 Kilometern ein Restaurant am Trail gibt. Alle sind ganz hin und Weg und danken mir für den Goldfund. Wir rasen voller Energie die 8 km Bergab Bis wir am HW ankommen. Das erste Auto hält an und nach 2 Minuten sitzten wir bereits im Auto. Es gibt Chickenwings und Onionrings. Dazu Unmengen Cola. Wir schlagen uns gemütlich den Bauch voll und genießen die Auto und Motorräder Parade. Später kommen wir noch mit einem Pärchen ins plaudern und wir erzählen alle unsere Stories, erklären Ausrüstung, etc. Und bekommen direkt eine Fahrt in einem Sprinter zurück. Ethan ist super freundlich und will uns noch so manches mit auf den Trail geben. Auch eine Flasche Whisky lehnen wir ab. 

Dann gehts weiter in ein schönes grünes Tal. Die Wege sind trotzdem sandig und staubig. Bei all dem Wind kommt einem als letzter in der Reihe immer ordentliche Wolken entgegen. Wir schlängeln uns durch die engen Kurven und machen an einer Quelle halt. Noch 5 Meilen bis zu einem Campingplatz. Wir laufen weiter. Es ist 5 Uhr. Rattler legt ein ordentliches Tempo vor. Wir laufen einfach wie Roboter hinter ihm her. Das ist echt angenehm. Einfach laufenlassen. Da hilft die Gruppendynamik sehr. Der Körper macht das schon auch wenn er kaputt ist. 🙂 es kommt nur auf den Kopf an. Den versuche ich mit Fotos schießen und Gedanken an die Heimat abzulenken. So kommen wir bald an die Quelle vor unserem Zeltplatz. Flying Brian liegt bereits im Zelt und liest wieder. Wir sehen uns morgen wieder. Wir laufen noch 1,2 km den Berg hoch und füllen Wasser auf. Am Rand wächst neben den ganzen abgebrannten Bewuchs viel PoodeldogBush. Giftiges Gewächs welches üble Hautreizung aufruft. Wie passen auf und laufen die letzten 1,2 km zu Campingplatz hinauf. Auf einem schönen Bergrücken mit tollem Blick ins Tal schlagen wir unsere Zelte auf. Ich koche nur eine Ramen weil ich noch so voll bin. Rattler und CheapSunglasses haben sich mein Mittagsgericht zum mitnehmen gegönnen und wir essen zusammen. Während die Somne langsam untergeht färbt sich der Horizont. Es windet ein wenig aber nicht so stark wie gestern. Hoffentlichh hält das an. Immerhin sind es noch 8 Grad auf 2037Metern. Ich bin trotzdem glücklich über meinen Schlafsack. 
War wirklich ein toller Tag mit ordentlichen Kilometern. Der Anfang war ein wenig hart aber wir haben alles rausgeholt was ging und uns so selbst bis zum Besten den Tag verfeinert. Alle sind happy auch wenn es anstrengend war. Morgen stehen wir dafür nicht vor 7 auf 😀 damit habe ich denke ich keine Probleme. Ist schließlich 20:30 Uhr durch. Ab ins Bett.

Gewandert: 38,3 km 

PCT gesamt: 662,6 km

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