Tag 5 Julian – Third Gate Water Cache

Da wir die Nacht in der Lodge verbracht haben war der Schlaf doch recht erholsam. Wir ließen noch einen Hiker ohne Zimmer bei uns duschen.  Nach einer ordentlichen Pizza, Bier und Independence Day kann man gut entspannen. Trotzdem war ich schon früh wach und konnte noch ein paar Bilder hochladen. Das Frühstück war gut. Es gab reichlich frisches Obst, Joghurt, Pancakes, Bagels, Kaffee, Limonade, Orangensaft, etc. Vor dem Frühstück hab ich jedoch meine Socken und Oberteil gewaschen. Das Waschbecken war fast schwarz. Urghhh. 😀 

Während die Sachen draußen trocknen telefoniere ich mit vielen Verwandten, fülle meinen Instagram Account und versende Postkarten. Dabei geht auch noch ein Bierchen von gestern hinab. 

Danach packe ich alle Sachen und checke meinen Vorrat. Noch genug für die paar Meilen bis zur nächsten Station. Um 12 verlasse ich das Zimmer und Gonzo räumt seine Sachen ins nächste. Seine Knie waren sehr schmerzhaft und er hat nach dem Frühstück ein Einzelzimmer gebucht. Leider ging es ihm gegen 12 eigentlich wieder gut, sodass er sich ein wenig geärgert hat. Naja, Pause schadet nie und er ist schnell. Er macht dann morgen halt nen großen Tag. 

Ich bin gegenüber zu Carmens gegangen. Ein Restaurant mit einem TrailAngel als Inhaberin. Sie ist super freundlich und lässt hiker auf ihrer Terasse schlafen, wäscht Wäsche, gibt Essen, etc. Ich hab nur guten Tag gewünscht und dass ich viel gutes über sie gehört habe. Dann bin ich los zu Moms Pie. Diese Inhaberin ist selbst einen Teil des PCT gewandert und schenkt jedem ThruHiker ein Stück Kuchen mit Eis sowie ein Getränk. Es war köstlich. Zu viert wie wir waren sind wir zum Postamt aufgebrochen um eine Fahrt zurück nach Cicorrs Crossing zu ergattern. Ein Hiker aus Holland wartete schon eine Stunde. Wir haben uns dann jeweils zu dritt aufgeteilt. Nach längerer Wartzeit hat dann zum Glück und auf Nachfrage eine Fahrt stattgefunden. Gemürlich smalltalk über jeden. Dann gings los. Beim aussteigen direkt die nächsten Hiker mit hochgenommen. Unter der Brücke lagen drei die gerade erst angekommen waren. Total am Ende werden sie dort übernachten. Unter der Brücke haben Trail Angel rund 200 liter Wasser für uns gebunkert. Der aufstieg beginnt. 13.40Uhr. 

Die sonne bruzelt und ich bin ein wenig in Zeit Not. Wollte eigentlich früher starten und vor Sonnenuntergang ankommen und im Bettchen liegen. Also Füße in die Hände und ab die Luzi. Nach 5 Minuten der erste Notstopp. Akku der Kamera muss gewechselt und Blase geleert werden. Da muss man aber auch an einer Bergflanke Glück haben ein nicht all zu offenes Plätzchen zu finden ;). Dann aber wirklich mit vollem Tatendrang und frisch gestärkt hinauf. Es ist nicht steil, dafür lang. In hunderten Kurven wir der Aufstieg zu einer Achterbahnfahrt. Rechts runter, links geradeaus, welle, scharfe Rechtskurve, looping, ach wie auch sonst geht es wie ein betrunkener auf einem leeren riesigen Parkplatz in vielen schlangenlinien den Berg hinauf. Zum ersten Mal sehe ich auch dickere Kakteen. Es blühen viele Blumen und meine Nase läuf unaufhaltsam. Schon im Hotel hab ich geblutet wie ein abgestochenes Schwein. Es wollte einfach nicht aufhören. Vielleicht bin ich gegen etwas allergisch. Naja, die Sabber im Ärmel verstauend geht es weiter wie ein betrunkener. Nach 2 Stunden unaufhaltsamer Höhenerklimmung lege ich eine Pause im so ersehnten Schatten ein. Kurz einen halben Liter gekippt und weiter gehts. Es ist unbeschreiblich wie man 22 Kilometer in zehn geradlinige Kilometer verstauen kann. Aber es geht. Man denke an den Parkplatz. Nachdem die Höhenmeter fallen fallen auch die Kakteen. Abgestorben und schwarz zieren sie den Wegesrand. Erinnert mich an Oktupusse. Mit ihren vielen Armen und verzweigungen. Aber auch die meisten restlichen Pflanzen haben das Handtuch geworfen. Im Sonnenschein geht es immer weiter. Ich halte noch zwei mal. Für Fotos von Mozart sowie den restlichen Tropfen. So langsam wünsche ich mir den ersten markanten Weg Punkt herbei. Ein Pipegate (Zauntür). Irgendwann, als der letzte große Berg nicht mehr fern war erschien auch das Pipegate. Yeahhh. Nur noch 8 Kilometer und es ist erst 16:40. Ich kann es also noch schaffen. Das gibt mir Kraft und meine müden geschundenen Beine bringen wieder 105% Auslastung. Es geht nun in ein Tal. Lang Leistung. Dichte kratzige Büsche wachsen in den Trail. Hier könnte auch jederzeit eine Klapperschlange sitzen. Wenn man dann einen erschrockenen hops macht kann man an manchen Stellen such das zeitliche segnen. Es geht hier teilweise schon sehr steil und tief hinab. Die Talsohle dem Rücken zugewandt kraxel ich nun wieder bergauf. Ganz oben sehe ich einen hiker und drei weitere dahinter. Die kriege ich noch. Trotz müden Füßen habe ich mein Ziel vor augen. Auch das zweite Pipegate kommt nach dem erfolgreichen Anstieg zum Vorschein. Soweit kann es nun ja nicht mehr sein. Soetwas darf man nie denken, erst wenn man das Ziel anfassen kann sollte man das sagen. Selbst wenn man das Ziel auf der anderen Seite der Bergflanke sieht, kann man trotzdem nochmmal 2 stunden irgendwo achterbahn fahren gehen. Also ich bin natürlich erleichtert bald am ziel zu sein, aber es zieht sich elendig. Die drei Mädels überhole ich. Ich kenn sie von gestern an der Wasserquelle am Mittag. Dann hole ich noch ein österreichisches Pärchen, sowie einen Amerikaner ein. Ich puste aus allen Löchern. Meine Knie tun weh und meine Füße sind hundsmüde. Wieso renn ich dann eigentlich noch so über den Trail? Keine Ahnung, weils immer noch geht und eigentlich auch recht spaßig ist. Manchmal schnellt irgend ein Geäst vom Boden gegen meine unterschenkel. Das brennt wie hölle. Direkt über meinen Socken hab ich Sonnenbrand oder eine Hautreizung, was auch immer. Einmal musste ich sogar aufschreien. Morgen werde ich meine leichten Gamaschen anziehen. Der letzte rest geht an einer steilen Flanke entlang. Umzingelt von hohen Fahnen geht es die letzten meter. Dann senkt sich der Trail in ein grünes buschiges Tal und das erlösende dritte Pipegate öffnet sich vor mir. Es ist 18:15Uhr. Nun geht es im Pinguinschritt zum nächst besten Zeltplatz direkt am Trail. Ich verdrücke erstmal zwei Stück Pizza von gestern die ich in ein Ziplogbag gequetscht hatte. Kann man essen wie Wassereis. Einfach immer drücken, dann bleiben die Hände auch einigermaßen sauber. Danach einen Liter Wasser filtern und zelt aufbauen. Ich ziehe meinen Schlafsack über und säubere meine Socken von den ganzen Pflanzensamen und Dornen. Dann richte ich den Rest und leg mich schnell hin. Meine füße wollen nicht mehr. Ich fange an zu bloggen und gegen 20:00 Uhr kommen auch 2 meiner Kollegen die mit mir im Auto saßen. Vom rest keine Spur. Ich ess jetzt vielleicht noch ein paar Chips oder fall einfach in  den Schlaf. Aktuelle Höhe 1022. Angefangen bei 689m. 

Gute Nacht 🙂 
Gewandert: 22,4 km

PCT gesamt: 146,8 km

Gratis Essen  bei Moms

Einmal Socken waschen

In der Ferne sieht man immer  den Trail

Tag 4 Sunrise Traihead – Julian

Heute nacht war mal wieder bescheiden. Konnte nicht einschlafen. Meine Klamotten im Zelt werden schnell klamm. Als ich um 5.50 dann aufgestanden bin war alles gefroren. Weiße Eiskristalle auf meinem Zelt. Es war schwer aus dem Schlafsack zu kommen. Ich hab alles angezogen was ich hatte. Draußen auch den Schlafsack wie eine Decke. Die Sonne ließ noch lange auf sich warten. Ich hab in der Zeit alles zusammen gepackt und das Zelt aufgehangen. Bis die Sonne aufgingen bin ich wie ein Pinguin unjer gewatschelt. Alles war mit Eis überzogen. Im Tal konnte ich dann einen Fuchs oder Kojoten ausmachen. Er lief selenruhig das Tal hoch. Hat sich also gelohnt das frieren. Als die Sonne dann draußen war han ich nochmal mein Zelt ausgeschüttelt. Dem inneren habe ich eine Hand voll Eis entnommen. Dann ging es los um warm zu werden. Ca.7:20. Die ersten Meilen ging es meist bergab. Mir wurd es auch schnell zu warm und ich hab mich kurz auf dem Trail ungezogen. Auf dem Weg hinab habe ich ein Pärchen überholt. Im Tal ich war schon gut bedient, ca. 9:30, ging es eine alte Sandstraße hinauf. Steil hinauf. Dann wieder am Berghang entlang. Alles trocken hier. Die Flussbette bestehen nur noch aus Sand. Ich habe eine kurze pause im Schatten von ein paar Büschen, sxjatten gibts eher selten, gemacht. Auch Gonzo mit dem ich seit Tag 2 unterwegs bin hst seine kurze Hose angezogen. Es waren noch ca. 6,5 km bis zum nächsten Wasser. Es war echt nur scheisse. Nein Rucksack scheuert auf den schultern und ich habe eine Druckstelle an der rechten Hüfte. Man kann das Gewicht also nicht auf den Hüften abladen. Also jede zwei Minuten die Schultergurte ein paar Zentimeter verschoben. Es war einfach mies. Es zog sich ewig am Berg entlang. Auch als wir die Seite gewechselt haben hat die sonne noch volle Einstrahlung. Ich trinke ca. 4 liter während der Wanderung. Nach einer weiteren Pause und kleineren Snacks geht es mit Sonnenschirm weiter. Ich kämpfe mich bis zum Wasserspot. Gonzo und dtei Mädels sind schon dort und hängen in der Mittagssonne rum. Ich trinke einen liter und fülle 3 nach. Dann hole ich noch einen liter und filter diesen über die pause hinweg in meinen Mund. Ich esse Wraps mit Thunfisch, saure würmer und Fische, soetwas wie pizzagebäck. Wir hängen rum, essen alle, trinken alle und ruhen uns aus. Noch 16 Kilometer bis zu Cissors Crossing. Von hier gehts nach Julian. Der große Berg den wir eben auf der anderen seite entlang gewandert sind laufen wir jetzt wieder zurück. Nur einen anderen Berg. Hier wird jeder meter mitgenommen. Echt mal, Bergflanke rein und raus. Wieder schier unendlich. Es ist gerade früher Nachmittag und mein Thermometer zeigt 33 Grad. Wie halten durch und knacken Meilen. Wir sehen im Tal die ganze unser Ziel eine Brücke. Aber wir laufen erst 12 Kilometer den berg entlang um dann wieder 4 kilometer hoch zu laufen. Wenn man feritg ist regt man sich darüber natürlich auf. Abgesehen davon war es ein super schöner Abschnitt. Steiler Abgang am kleinen Pfad. Man sieht Gonzo immer auf der anderen Seite. Die Füße tun weh. Meine unterschenkel sind rot. Den Schirm habe ich wieder verstaut. Tut zu sehr weh beim laufen wegen dem Rucksack. Hoch unter runter kämpfen wir uns durch die Mittagssonne. Immer das Ziel zu unserer linken. Nach einem letzten Anstieg geht es endlich ins Tal. Noch 5 Kilometer. Ich bin wirklich kaputt. Im Tal angekommen gehts es zum Glück nur noch gerade aus. Nur kleine sanfte Hügel. Als wir die Straße erreichen geh fast nichts mehr. Nur noch 10 Minuten an der Straße entlang und wir erreichen unser Ziel. Unter der Brücke liegt schon ein Hiker und ruht sich aus. Wir verewigen uns noch im Trailregister und schleppen uns im Pinguinlauf zur Straße. Ich setzte mich auf den Asphalt und verkriche mich unter den Sonnenschirm. Wir versuchen eine halbe Stunde vergeblich jemanden anzuhalten. Dann halten gleich zwei gleichzeitig. Wir werden von einem Herr mitgenommen dessen Sohn heute ebenfalls hier eintreffen soll. Wir crusen die kurvige Straße nach Julian hinauf. In der Lodge gönnen wir uns ein Zimmer. Dachdem wir wie 100 jährige die Treppen, den Handlauf stets in der Hand, hinauf gelaufen sind schmeißen  wir alles ab und gehen einkaufen. Drinks und Chips. Danach eine Dusche und Inspektion. Sonnenbrand im Nacken,.. ach überalkeine Kleidung ist. Die Schultern sind mit roten Flecken überseht. Die hüfte sieht gut aus. Muss wohl unter der Haut etwas den schmerz verursachen. Die Füße: keine inspektion möglich da zu dreckig. Meine Waden sind ebenfalls grau vor Staub. Die Dusche tut super gut und bewirkt belebende wunder. Meine Füße muss ich dreimal schrubben bevor  sauber sind. Die Wanne kann  direkt austauschen. Im Handtuch ist trotz Dusche ziemlich viel schwarz. Jetzt liegen  im Bett  trinken soda und bier und essen chips. Gleich gibts noch  fette Pizza. Ich hab riesen kohldampf. Morgen geht’s dann hoffentlich weiter 🙂 

Fotos lad ich später noch hoch. 

Gewandert: 28,7 km

Gesamt PCT: 124,4 km

Tag 3 Mount Laguna – Sunrise Trailhead

Nach einer kalten Nacht haben wir ausgeschlafen. Das Restaurant macht erst um 8 Uhr auf. So blieb ich bis 7 im Bett. Dann gemütlich alles zusammen gepackt und noch 15 Minuten vor dem Restaurant mit anderen Hikern gewartet. Die Sonne kommt so langsam zum vorschein. Im Restaurant sitzten wir zusammen mit den anderen Hikern und werden auf Grund eines Geburtstages alle eingeladen. Es gibt Pfannkuchen Dänischer Art und einige Kaffee. Nach und nach füllen immer mehr Hiker den Laden. Gegen 9:30 macht der Outdoorshop auf. Bei warten wiege ich meinen Rucksack 19 Pfund mit 1,5 l Wasser und 3,5 Tagen Essen. In dem kleinen Laden scheint es alles zu geben. Auf ca. 20 m2 sind 1000 Sachen eng beieinander gestapelt. Es bilden sich enge Gassen umzingelt von Outdoorausrüstung. Ziemlich urig. Ich kaufe neue Heringe, Abspannleine und Sonnencreme füe Höhentouren. Die Sonne brezelt einen nieder. Beim örtlichen Laden halte ich kurz und schreibe den Blog von gestern. War einfach zu ungemütlich um die Finger aus den Handschuhen und dem Schlafsack zu holen. Dann gehts weiter. Auf der Straße laufe ich Richtung Trail. Den Abzweig verpasse ich und muss die Straße wieder hochlaufen nachdem ich auf der App geschaut habe wo ich hin muss. Ich mache das Handy höchstens 2 Mal am Tag an um zu schauen wo ich bin oder wie weit es noch ist. Es geht heute größtenteils bergab. Die Landschaft ist herrlich. Leichte Wiesen bestückt mit alten, teilweise verbrannten Bäumen. Handgroße Tannenzapfen liegen auf dem Weg. Nach ein paar Meilen öffnet sich die Landschaft und man gelangt zu einer mega Aussicht. Unter mir ein riesiges Tal. Auf dem Berg stehend schaut man in riesige Weiten. Es geht einige hunderte Meter hinab. Es scheint unendlich. Ich wandere entlang dieser Bergflanken, quere abgebrannte weiße Bäume und überhole so manchen Hiker. Wie immer schlängelt sich der Trail am Hang entlang oder führt in serpentinen hinauf oder hinunter. Bei einer weiteren Aussicht mit Straßenanbindung erwische ich noch einen alten Thruhiker. Er gibt mir ein Bier und eine Orange. Es ist 12:30. Nach einer kleinen Genuss Pause geht es weiter. Nach nur 2 Meilen kommt der nächste Trailmagic Stand. Zwei geoße Zelte. Es wird einem der Rucksack abgenommen und feuchte Tücher gereicht. Gleich danach bekomme ich einen großen Becher Margarita gereicht. Mit diesem gehe ich zu den drei mit Essen gefüllten Tischen und mache mir zwei Burritos. Es gibt Eis, selbstgemachte Brounies, Bagels, Obst, Melone mit und ohne Wodka. Bier, Soda und vieles weitere. Nebenher läuft Musik und 10 Hiker freuen sich über die gemütliche Überraschung. Denn ein Sofa wurde ebenfalls heran getragen. Nachdem die Gruppe aufbrechen muss ziehen wir schweren Herzens weiter. Mit Obst und frischem Gebäck, der/ die ein oder andere auch mit Wodkamelone oder einem Feierabendbier bestückt. Die Landschaft ist nun wieder offener und die Sonne bruzelt schon den ganzen Tag. Ich habe mein Buff um den hals um meinen feuerroten Nacken zu schützen. Es läuft ziemlich gut. Ich überhole viele die bereits seit längerer Zeit vom Trailmagic Standort aufgebrochen waren. Nach einer Stunde Bergflanken, grünen Sträuchern und sandigen Trail komme ich an einen kleinen Grillplatz. Ich nehme noch einen liter Wasser mit und warte auf meine Kameraden. Es ist erst 15.30. Ein wenig früh um die Zelte aufzuschlagen. Wir beschließen weitere 6,8 Meilen zu gehen. Wieder am Berg entlang teilweise schon ausgesetzte Stellen. Es zieht sich ewig. Immer in die Bergflanke hinein und hinaus. Scheinbar mit 1000 Wiederholungen. Das einzig gute ist, dass man andere wanderer leichter sieht und erkennt. Nach einer weile ändert sich die Landschaft wieder und viele große helle Felsen geben ein tolles Bild ab. Die besten Plätze für die Übernachtung sind scvon belegt. Egal, habe eh nicht mehr viel Wasser. Wieder überhole ich eine Menge Hiker. In einem kleinen Tal läuft noch ein Bach. Auch hier sind alle Plätze belegt. Unser Ziel liegt noch 2 Meilen entfernt. Mike und ich machen uns gemeinsam auf  Weg. Er ist genauso wie ich  schon ziemlich platt. Wir nehmen die letzten Meilen halt mit. War kein preisverdächtiger Abschnitt. Vom Trail sind wir dann 0.25 Meilen zum Sunrise trailhead gewandert. Hier gibt es eine Pferdekoppel auf der wir zelten können. Der Pferdetrog sorgt für Wasser. Wie sind komischerweise allein. Der Trail war heute so überlaufen, wir haben ca. 25 Hiker überholt und 20 bereits aufgebaute Zelte gesehen, dass wir dachten hier wäre auch alles voll. Naja, wir bauen in ruhe auf und ich trockne noch schnell den Schlafsack in  letzten Sonnenstrahlen. Dann wird das abendessen zubereitet. Kartoffelbrei und Ramen Nudel. Dann schnell alles bettfertig machen denn ohne sonne wird es sehr schnell kalt. Außerdem nerven  die Moskitos übel. Die neue Leine benutze ich um eine  Seite meines Zelt ein wenig zu formen. Im schlafsack gibts denn Blogeintrag von heute. Morgen geht es 17 Meilen nach Julian. 

Gewandert: 29,4 km

Gesamt PCT 95,7 km

Guten morgen…  Eher nicht 😀

Frühstück

Tag 2 Lake Morena – Mount Laguna

Um 6 ging es los mit Abbau. Irgendwie hab ich heute eine Stunde gebraucht. Keine Ahnung wie ich das geschafft hab. Die Füße fühlen sich gut an. Meine Druckstellen sind allerdings noch geschwollen. Um 7 gehts dann los. Mir laufen viele Kanickel über den weg. Der Weg besteht größten Teils aus Sand. Bis zum ersten kleinen Anstieg geht es also gemütlich voran. Der Anstieg ist auch kein Problem. Die Wolken hängen tief über den nahen Bergketten. Es sieht nach Regen aus. Das perfekte Wetter. Nicht zu wsrm oder zu kalt. So bin ich in 2 Stunden an einem Campground. Auf dem weg dahin habe ich nur eine Hikerin getroffen die mir entgegen kam. Sie hatte ihre Karten verloren. Diese hatte ich aber aufgegabelt. Durch einen kleinen Fluss ging es in Schuhen hindurch. Jetzt passen die Socken wirklich gut. Nun beginnt der Anstieg zum Laguna Mountain. Ewig, also von 9-17 Ujr gehts langsam bergauf. An Bergflanken in tiefe Täler hinein. Kaum hat man eine Seite geschafft taucht direkt der nächste Berg oder das nächste Tal vor einem auf. Ein fast nie endender Kampf. Irgendwann beginnt es leicht zu regnen. Ich verpacke meinen Rucksack und ziehe die Regenjacke an. Es windet stark. Nachdem es ein wenig bergab geht sieht es im Tal wirklich grün und freundlich aus. Der viele Regen hält die meisten Flüsse am fließen. Durch grüne Wiesen und abgestorbene Bäume geht es weiter hinauf. Ab und an halte ich an Bächen um Wasser zu filtern. Das letzt Stück, wieder Serpentinen geht duch trockene Landschaft. Oben kommt aber wieder ein geüner Wald zum vorschein. Wunderschön diese Landschaft und kein Vergleich zum Start. Ich mache rast an einem Zeltspot. Es ist 4 uhr. Ich mache mir Kartoffelbrei und esse Süßigkeiten. Zelt und alles sind aufgebaut. Aber um 4.50 breche ich alles ab und wander weiter. Es ist super windig und ich versuche auf der anderen Seite des Berges ein ruhiges Plätzchen zu finden. Ach der Pause habe ich wieder Energie. Nach einer Stunde komme ich zum Mount Laguna Campground. Mike ist bereits dort und wir bauen unsere Zelte auf. Es soll -2 Grad werden. Am Feuer bereiten wir noch eine Ramen Suppe zu. Schmeckt ganz gut. Mein Poptart zum Frühstück konnte ich nicht ganz essen. Ich krieg das zeugs einfach nicht runter. Vielleicht brauch ich erst den richtigen Hikerhunger.

Wir verkriechen uns gegen 7:30 ins Bett. Der Wind hört gegen 1 uhr nachts auf. Ich wache ein paar Mal auf grund der kälte auf. Meine Wasser Flasche ist gefroren. Zum Glück habe ich mir über dem Feuer warmes Wasser in einer fladche abgefüllt und mit in den Schlafsack genommen. Das hat geholfen 🙂 

Heute hat sich die Landschaft merklich zum besseren gewendet. Von 1800m geht’s morgen zum Glück den gröten Teil bergab. Habe wieder viele Leute getroffen und der Campingplatz war dieses mal auch recht voll.

Gewandert: 34,5 km

Insgesamt PCT: 66,7 km

Tag 1 Campo – Lake Morena

Die Nacht habe ich hinter dem Museum in Campo gezeltet. Irgendwie sind meine Füße nicht warm geworden. War bereits um 8 im Bett hab aber nicht wirklich gut geschlafen. Um 6.20 dann raus. Es war sau kalt. Hab alles angehabt. In 20 Minuten dann alles zusammengepackt und Richtung Start gewandert. Um 7 wsr dort schon ziemlich viel los. Ca. 20 Hiker hab ich gesehen. Kurz ein paar Fotos und dann wieder Richtung Norden. Es wsr einfach zu kalt für smaltalk. Lief alles ganz gut. Die Sonne wsr noch bedeckt und zum wandern war’s angenehm. Die Landschaft ist recht hügelig. Viele Büsche umranden den sandigen Weg. Darunter auch fiftige Pflanzen wie poisen ivey oder pudeldog bush. So ging es recht lang bis die Sonne raus ksm gemütlich voran.  Doch zum Aufstieg drehte die Temperatur ordentlich an. An den Bergflanken zieht sich der Weg in Serpentinen hinauf. Steine, Büsche, Kakteen und Sand. Die Bäche sind alle am fließen. Ich habe vom Start an aber 4,5 Liter getragen. Der Aufstieg wird immer mühsamer. Die Sonne ist unerbittlich und ich nutze meinen Sonnenschirm und überhole ab und an andere Wanderer. Neben dem Trail sehe ich meine erste Klapperschlange. Dachte ich würde mir beim erste Zusammentreffen die Hosen voll machen. Aber ich bin zum Glück nicht drüber gestolpert. Weiter gehts hinauf. Auf einer DirtRoad ist durch den Regen ein 2m tiefer und 1m breiter Graben ausgewaschen. Hier springe ich drüber und begebe mich in die nächste Bergflanke. Immer wieder flitzen Eidechsen über den Boden oder fliehen von ihren sonnigen Steinplätzen. So laufe ich bis ca. 13.30 und mache Mittag an einem Bach. Hier warten auch drei andere Hiker. Es gibt Wraps mit Thunfisch, danach Oreos und weitere Kekse. Es sind noch 5 Meilen bis zum Camping Platz. Der Aufstieg geht auch jetzt wieder in Serpentinen auf dem sonnengetränkten Hang hinauf. Mein Kopf glüht und meine Füße und Hände sind schon ziemlich rot. Jede 30 Minuten halte ich um zu trinken. Der weg ist nicht schwierig zu gehen, aber die Hitze macht einen fertig. Die letzten Meilen gehen so dahin. Ab und an kommt ein schönes schattiges Plätzchen unter einem Baum wo ich mich niederlasse. Vorher klopfe ich die umliegende Gegend mit meinen Stöcken ab ob nicht irgendwo etwas raschelt. 😉 Gegen 16:00 Uhr stehe ich auf dem Campingplatz. 5 Doller. Haben hier einen PCT Hiker Platz. Nach und nach trudeln hier ziemlich viele Leute ein. Manche sind jeute gestartet manche gestern. Haben dann direkt Trail Magic in Form von kaltem Bier gehabt. Dabei kurz Zelt aufbauen und Schlafsack zum trocknen raus hängen. Die Dusche war der hammer. Hab ziemlich viele rote Stellen vom reiben zwischen Rucksack und Kleidung. Mal schauen wie sich das entwickelt. Die Füße sind beide i.O.  hab dann direkt meine Socken und Shorts gewaschen. Mit dem Shirt abgetrocknet. Hab kein Handtuch. Bis auf die Socken ist jetzt alles trocken. Die hängen dann morgen noch ein wenig am Rucksack. Im örtlichen Laden gab es dann noch einen Cheeseburger. Der abendlichen Runde bin ich nicht lange treu geblieben. Musste noch 3 Liter Wasser für morgen filtern. Ein paar deutsche aus sinnsheim hab ich hier ebenfalls getroffen. Ein Schweizer ist auch verteten. Jetzt ist es schon 20:30 Uhr. Ich muss echt schlafen. Morgen stehen hoffentlich wieder um die 20 Meilen auf dem Programm. Vielleicht regnets mal ein wenig.
Der Tag war auf jeden Fall toll. Aber mit der Hitze kein Kinderspiel. Da denkt msn manchmal echt das man gleich aus den Latschen kippt. Dabei ist hier nichnal Sommer.  

Gewandert: 34 km

PCT Kilometer: 32.2 km