70 Yosemite Wilderness – Tuolumne River 

Habe beim einschlafen von Bären geträumt. Mit Kopfhörer konnte ich die nächtliche geräuschkulisse dämpfen und habe zum ersten mal fast durch geschlafen. Um 4.20 dann wieder aufstehen. Es ist nicht so kalt wie gestern. Der Mond steht noch über den Bergen als wir gegen 5 los ziehen. Ich führe die Gruppe durch rin Waldstück hinab zum Fluss. Diesen können wir auf einer Holzbrücke überqueren und wir laufen über Schnee weiter am Fluss entlang. Wir sind ein wenig ab vom Trail und ich fsnge an links den Berg zu besteigen. Wir passieren einige enge Stellen und steile Passagen. Als das Tal schon unter unseren Füßen müssen wir nochmals einen langen und steilen Hang zwischen zwei Felsformationen absteigen. Nicht alle sind mit dieser Situation merklich zufrieden und setzen ein wenig Angstschweiß im Gesicht an. Aber wir kommen alle heile und ohne Sturz unten an. Hier treffen wir auch wieder auf Spuren den wir in den Wald folgen. An einem schönen Platz machen wir nach einer Stunde und 1,7 km die erste Pause. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen und es wird kälter. Die letzten paar Schritte ins Tal suchen wir uns zwischen Traul und Schnee immer wieder aufs neue. Das Tal ist wunderschön. Ebene Grasflächen. Ein Fluss der sich schlängelt und kristalklar den Flussboden zeigt. Rechts und links hohe Berge mit vielen Steinen und Bäumen. Wir laufen durch so gut es geht auf einem markiertem Trail der aber sehr oft unter Wasser steht. Der Weg ist mit dem Spaten ausgestochen. Immer wieder kommen wir durch kleine Tannenschonungen und hier und da kommen Felsen aus dem Boden. Gegen 7 geht in Tal auch die Sonne auf und der Ort verschönert sich nochmals um ein vielfaches. Von den leicht gefrorenen Tümpeln steigt der Nebel hinauf und die ersten Murneltiere schauen aus ohren Behausung. Wir laufen so voller Freunde einige Kilometer durch das Tal welches sich sehr lang zieht. An einer tollen Wasserrutsche aus Granit machen wir in der Sonne pause. RockDoc hat Probleme mit ihrem Knie und wird von Griz mit Kinetischem Bandagen betreut. Wir laufen wieter und laufen nun auch öfters über glatte Festplatten. Durch einen dichten Wald verlieren wir unter zu viel Schnee den Trail und landen wieder auf einer großen wassergetränkten Wiese. Rechts läuft ein junger Hirsch. Wir warten auf RockDoc und Griz und machen wieder eine Pause. Wir queren einige Flüsse auf Baumstämmen oder Brücken. Da ich sowieso nasse Füße habe laufe ich durch alles hindurch. Nach dem Lyell Creek legen wir unter einem Baum die Mittagspause ein. Auf der naheliegenden Straße die noch gesperrt ist treffen wir zwei Ranger. Kurzer Smaltalk über die gefluteten und zerstörten Brücken vor uns und wir laden am Trailparkplatz unseren Müll in die Abfalleimer. Es geht weiter über große Wiesen. Links liegen schneebedeckte Berge und große Granitpfeiler. Auf der anschließenden Schotterstraße treffen wir noch zig Rehe an die auf den benachbarten Wiesen stehen. Das Gelände wird jetzt steiniger. Wir laufen über Steinstufen und an Nadelbäumen vorbei die insgesamt ein stimmiges Bild abgeben wie ich mir es für diesen Part auch vorgestellt habe. Leider stoßen wir immer wieder auf größere Schneefelder. Die kalten Flüsse sind hier zum Glück nicht zu hoch und wild. Neben uns liegt aber der Tuolumne der mindestens doppelt so groß wie normal ist. Wir laufen und laufen und Griz meldet Erschöpfung an. Wir queren noch den letzten Fluss für heute und schlagen die Zelte direkt dahinter und am Tuolumne River auf. Wie kühlen unsere Füße im Wasser und genießen die Sonne. Bauen die Zelte auf und kochen gemeinsam vor meinem Zelt. Danach macht sich jeder fertig und wir verschwinden im Zelt. Ich hatte das Gefühl, dass der überquerte Fluss während unserer Anwesenheit ansteigt und hab eine Markierung gesetzt. Und tatsächlich. Er steigt und steigt. Wir haben natürlich alle ein paar Meter weiter auf gerade getrocknetem Flussbett unsere Zelte aufgebaut. Ich beobachten das Wasser und muss wahrscheinlich auch mal heut Nacht kurz den Pegel checken 😉 

Wie ärgerlich wenn wir heut Nacht noch umziehen müssten. Gute Nacht 19:00 Uhr

20:30 Uhr ich checke den Pegel. Das Wasser hat beinahe meinen ersten Hering erreicht. Ich ziehe neben Rattler…. Verrückt. 😀 Hoffentlich müssen wir alle heute Nacht nicht noch einen Platz suchen.

​Gewandert: 21,5 km 

PCT gesamt: 1521,9 km

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