Tag 101 Six Mill Power Lines- Burney Mountain Ranch

Heute bin ich mal gut aus dem Bett gekommen. Schon um 5.50 war ich auf dem Trail. Ich bin total dreckig und überall klebt Staub und Dreck. Es wird Zeit für Dusche und Wäsche waschen. Der Trail ist ziemlich easy und geht durch das sanfte Gelände. Alles ist trocken. Das Gras ist vertrocknet und es liegen vielen Lavasteine auf und um den Trail. Ich fühle mich teilweise wie in der Savanne. Ich komme über ein kleinen Abstieg zum Baum Lake und finde HoBo. Er ist krank und hat gestern die ganze Zeit gekotzt kotzt und Durchfall gehabt. Entweder ungefiltertes Wasser oder dehydriert/ Hitzschlag. Es war gestern wieder über 30 Grad im Schatten. Ich lasse ihn hinter mir und laufe um den See. Ich treffe viele Angler und einer hat sogar gerade eine Forelle raus gezogen. Allerdings stinkt der See ein wenig. Da ich mein Ziel vor Augen habe stellt sich mein Körper automatisch auf stur und geht in den chillmodus. Dadurch wird der Aufstieg nicht entspannter. Das Schild zur Ranch folgt bald und ich folge. Gegen 9.10 Uhr ergatter ich noch Frühstück und spiele danach 3 Runden Billard mit IronMen. Einem anderen deutschen. Danach gehts aber wirklich unter die Dusche und Wäsche waschen. Leider gibt es kein Waschmittel. Also seit South Lake Tahoe keine duftende Wäsche. Dabei rieche ich die Dayhiker so gerne, denn ihre Klamotten kann ich gegen den Wind riechen. 😉 

Dann gehts an die Fotos und letzte Beiträge. Nächster Halt für Verpflegung ist Dunsmuir. Danach Etna und dann bin ich auch schon an der Grenze. Weniger als 500km bis Oregon. Also 7 Tage ab Morgen. 

Gewandert: 16 km

PCT insgesamt: 2264,7 km

4264,9 km – Grenze zu Kanada

Tag 100 Hat Creek – Six Mill Hill Powerlines

12,4 km am Morgen bis Old Station. Jetzt noch 52 bis zur Burney Mountain Ranch. Mal schauen. Es ist wieder heiß, kein Schatten und Wasser nur jede 20 km. 

Fotoupdates von dort. 

Nach meinen 12 km am Morgen ging es zu JJ’s für einen Burger zum Frühstück. Danach noch an der Tankstelle zwei Snacks für Lunch geholt. Dann ging’s viel zu spät los. Mit Sonnenschirm ging es zur Tube. Einer Röhre die Lava ervorgebracht hat. Sehr cool und cool. 8 Grad konstant. Ich traf noch auf eine Schlange und musste dann auf den Hügel. Ich kochte vor mich hin und konnte oben auf einem Parkplatz die Leute im Auto sitzend, Klimaanlage genießend, antreffen. Ich genoss die Aussicht zu den zwei schneebedeckten Bergen in der Umgebung. Dann ging es für den restlichen Tag auf dem Hügel entlang. Es zog sich endlos. Nur sehr wenig Schatten. Wasser gab es nur in Wasser Caches. Und auch das war warm. Ich lief und lief. Versuchte mich mit Hörbüchern abzulenken und genoss ab und zu die Aussicht. Aber es war mental fürn Arsch. Über 30 km in der Sonne. Warmes Wasser und keine Aussicht auf Besserung. Ich machte mir jede 2 bis 3 km ein Ziel aus und versuchte die Strecke ohne Unterbrechung zu laufen um dann eine kurze Pause einzulegen. Aber bei 30 km kann man das nicht an einer Hand abzählen. Als ich von der Anhöhe ins Tal kam hatte ich zwei Wasser Behälter passiert und ordentlich aufgefüllt. Der Trail war Staub und Sand. Im Tal traf ich auf eine Herde Kühe die um/im einen kleinen See standen. Zum Glück sind auch die großen Bullen geflüchtet. Andere Hiker haben dann daraus Wasser gefilter. Brrrr. Anschließend weitere Kilometer voller Steppe. Nur vertrocknetes Gras und Lavasteine. Allerdings frischte bald der Wind auf während ich direkt an einer Klippe entlang wanderte. Unter einem schönen Baum machte ich Pause und überlegte ob ich hier nicht zelten sollte. (Ca.19 Uhr) Aber es war zu windig. Wenige Kilometer gab es unter Stromleitungen einen weiteren Schlafplatz der ein wenig geschützer lag. Ich baute zwischen Büschen und unter der Leitung auf und filterte weiteres Wasser. Für warmes Essen war es einfach zu heiß. Ich war total verdreckt und hatte nichts zum waschen. Die dreckigen Füße schrubbt ich mit den Händen ab und verpackte sie dann in die Wandersocken von morgen. Meine Hände wusch ich mir mit etwas Wasser. Im Zelt lag ich nur in Short und schwitzte trotzdem. Der ganze Dreck fand sich dann auf meiner Luftmatratze wieder. Naja, egal. War mir zum ersten Mal egal allein zu pennen. Wahrscheinlich haben die Cowboycamps in den letzten Tag geholfen. Viel in guten Schlaf und wurde nur durch einen Albtraum von Bären zurück ins Leben gerufen 😉 aber draußen war nur kleinzeugs am krabbeln. 

Gewandert: 49,5 km
PCT insgesamt: 2248,7 km



Tag 99 North Fork Feather River – Hat Creek 

​Aua, aua, aua. Meine Füße sind ziemlich zerstört und mein Start verschiebt sich auf 7 Uhr. Außerdem ist es kalt. Ich denke heute wird es nichts. Wie gerädert und verschlafen fange ich dann an zu wandern. Das erste Flache Stück geht noch, aber auf dem Anstieg werd ich dann langsam. Auf einem Stein gibts dann zum Frühstück zwei Bananenmuffins. Es geht in den Lassen Vulkan National Park. Die Luft riecht nach faulen Eier und ich kann den „Terminal Geyser“ bewundern. Er dampft und schickt heißes Wasser den Bach hinunter. Es geht gfühlt nur langsam voran. An einem Campingplatz mache ich im Schatten Pause und esse eine Packung Chips und 2 KitKat. Danach quäle ich mich einen Berg hoch bevor es wieder ein wenig abflacht. Es wird super warm. Durch ein endlos langes Gelände von abgebrannten Bäumen ohne Schatten geht es kilometerweit durch die Sonne. Jeder Schritt ist ein krampf. Der Trail ist so easy und man könnte schnell Kilometer machen. Ich bin einfach zu platt. Die letzten Seen waren Wasserquellen und es folgt lange Zeit nichts. Kurz vor Parkende kommt nochmal ein kleiner Fluss an dem ich gierig und literweise saufe. Jetzt geht es zum Glück bergab. Aber meine Kraft tut das gleiche. Durch Büsche und auf steinigen Trail geht es in einen schönen Nadelwald. Der sanfte Trail schlängelt sich sanft und ich lege für die letzten 4 km eine Pause ein und esse ordentlich.  Der Trsil bleibt gleich und am Fluss liegt sxhon ein Hiker im Zelt. Ich bereit mein Abendessen und fange noch mehr an zu schiwtzen als ich esse. Gegen 20 Uhr lege ich mich hin. Die Beine danken mir. 
Gewandert: 47,6 km
PCT insgesamt: 2200,2 km

7.00 – 19.00 Uhr

Tag 98 Cold Springs – North Fork Feather River

Ich bin der erste und packe leise. Um 5.30 bin ich weg und mache mich auf. Der Wald ist noch ruhig. Ich passiere einige Hiker in Zelten und komme auch über große Wiesen. Tolle Blicke über den dichten Wald bieten sich mir von Erhöhungen aus Felsen die ich besteige. Hier ist es staubig und ungeschützt. Ich treffe Optimistic Turtle. Sie ist wirklich langsam 😉  nach einigen Anstiegen komme ich zum HalfWay Point. Jetzt nur noch bergab. Aber es zieht sich und meine Beine werden immer schwerer. Mit wenig Pausen und Chester als Ziel bin ich heute eigentlich nur am laufen. Ich treffe auf ein Reh und kann schlne Fotos schießen. Die Sonne bruzelt wieder. Gegen 15.15 komme ich am HW an. In Chester besorge ich Socken und ein wenig Futter. Bei Subway und anderen Läden versuche ich Wlan zu bekommen. Allerdings funktioniert keines. Ich laufe noch eine Packung Soda die ich am Trail zurücklasse. Es ist schon 18 Uhr und die anderen müssten schon durch sein. Ich starte aldo und klapper jeden kommenden Csmpingplatz ab. Alles leer. Ich laufe und laufe bis die Sonne untergeht. Durch Wälder, über Berg, zwischen Büschen und Tannenschonungen hindurch. Richtig flott, denn ich will nicht allein zelten. Nach einem tollen Sonnenuntergang am Berg komme ich ins Tal und finde eine Gruppe am Fluss. Ich lege nur noch meine Plane aus, Luftmatratze und Schlafsack drauf und lege mich hin. Ich bin noch klitsch nass aber egal. Nachdem mein Körper runter gefahren ist knack ich gegen 21 Uhr sofort weg. 

Gewandert: 56,7 km

PCT insgesamt:  2153,6 km 

5.30 – 20.30 Uhr


Tag 97 Canyon View Springs – Cold Springs 

Extra früh ging es von unserem tollen Spot los. Der Abstieg ging schnell auch wenn ich tausende Spinnennetze im Gesicht hängen hatte. In Belden verführte uns Kaffee und Frühstück. Isabel wartete noch auf ein Paket und wir genossen mehr Kaffee. Erst gegen 10.30 Uhr ging es auf den mega Anstieg. Die Sonne war schon brutal. Die ersten 5 Kilometer lagen prall in der Sonne. Es war einfach nur folter. Das war das Frühstück wirklich nicht wert. Erst nach einigen quälend langsamen Kilometer kam ein erfrischender Bach. Auch als es in einen Wald ging war die Hitze immer noch eine Geißel. Das war echt das härteste nach den Sierras. Insgesamt über 22 km ging es bergauf. Hat uns den gsnzen verdammten Tag gekostet und auf dem Gipfel eine lange Pause bis alle wieder da waren. Es blieb nur noch Zeit für weitere 8 km bis zur Cold Spring. Diese waren dann jedoch entschädigend. Als ich durch dichte Tannen auf eine Wiese schaute sah ich 2 riesige braune Schemen. Dachte sofort an Bären. Waren doch nur Kühe. Die Quelle hatte eine Wanne in der wir uns ordentlich waschen konnten. Das tut gut. Es klebt alles. Die Beine sind fast schwarz vor Dreck. Wir haben wieder unter freiem Himmel geschlafen. Das ist echt angenehm. Allerdings sind es morgen super viel Kilometer bis Chester. Das wird hart für kurz rein und raus. Muss mich echt beeilen damit das alles klappt. 

Gewandert: 39,4 km

PCT insgesamt:  2096,9 km

5.20 – (8.00-10.30 Belden) – 19.20 Uhr