Tag 91 Donner Pass – Peter Grubb Hut

Heute war ausschlafen angesagt. Also erst gegen 6 raus. Rattler hat RockDoc mit Tannenzapfen beworfen und sich dabei hinter meinem Zelt versteckt. Sie hat nicht raus bekommen woher die Teile kommen. Gemütlich haben wir mit Rocky und Peaks noch zusammen gesessen bis wir gegen 10 zum Frühstücken zum TacoBell sind. Bei der Tankstelle gab es noch einen kleinen Einkauf für die die es nötig hatten. Allerdings hatten wir alle noch mehr als henug Futter für die paar Kilometer dabei. Eine Fahrt zurück erhielten wir von einem ehemaligen Thruhiker. Am Donner Pass war nicht mehr so viel los wie gestern. Von der Passstraße konnten wir viele Kletterer an den Felswänden ausfindig machen. Wir waren gegen 12 Uhr zurück auf dem Trail und folgten diesem. Es ging über die Felsgebilde und wir hatten eine tolle Aussicht auf den im Tal liegenden See. Die Nadelbäume boten teilweise Schatten und wir bahnten uns durch Streucher und Serpentinen einen Weg nach oben. Es war wirklich schön. Der steinige Boden ist klasse zu laufen. Hier und da ein schwätzchen mit einigen Wanderern. Es ging Richtung Interstate 80 und so war es nur ein kleines Stück. Freiwillige Helfer durchtrennten umgefallene Bäume und eine Drohne flog über uns. Als wir auf dem Gipfel waren konnten wir auch den Piloten sehen.  In leichten Wellen und angenehm ging es so bis zur I80. Die Moskitos waren nicht zu schlimm und wir unterquerten die Autobahn durch zwei Tunnel. Der letzte war allerdings halb unter Wasser und wir hatten zwangsweise nasse Füße. Kurz danach ging es direkt an einem kleinen Stausee entlang und im Wald machte sich wieder erster Schnee breit. Auf dem Weg zum Castle Pass machten wir nur eine kleine Pause und folgten dann weiter dem Trail. Es war mehr Schnee und wir kamen wieder in einige matschige Felder. Das blöde ist, dass meine beiden Schuhe Löcher haben und mir die Suppe auch rein läuft. Das stinkt dann immer noch mehr als sonst schon. Zum Glück gibts bald neue. Ausnahmsweise sind heute ein paar Wolken an Himmel. Bei einem letzten Abstieg in eine Graslandschaft biegen wir links ab und kommen zur Peter Grubb Hütte. Ein tolles teil. So cool und gemütlich das wir nach nur 7 Meilen hier bleiben. Wir hacken Holz, fegen den Boden und machen es uns gemütlich. Bei einigen Gespensterandeutungen wird RockDoc etwas nervös. Es läuft Musik und immrr wieder knackt es irgendwo oder die Tür fällt zu. Dann hören wir wirklich etwas und drei neue Hiker kommen. Es wird immer voller und voller. Am Ende sind wir insgesamt 12 Leute. Das hatten wir uns anders vorgestellt aber alle waren ruhig und wir schliefen früh. Jedenfalls hatten wir das vor. Denn der einzige der schlief war Rattler. Der Schnarcher der als einziger im Raum Ohrstöpsel drin hat schnarcht! Ich hab mich mit LovelyHeart geradezu weg geschmissen vor lachen. Auch das umdreht auf den Matratzen verursacht geräusche. Wenn sich also einer erdreistet hatte dann ging ein ganzes Knistern durch den Raum und jeder der das Bedürfnis hatte drehte sich ebenfalls. Urkomisch. Um 4 klingelte dann unser Wecker. Wir ließen die Luft raus und ich klappte meine Matte mit Schlafsack zusammen. Mit geschulterten Rucksack ging es die Leiter runter um die anderen nicht zu sehr zu nerven. Leider erwischte ich kurz vor der Tür das Ofenrohr mit meinen Schuhen was fürchterlich schepperte. 😉 

Gewandert:  12 km
PCT insgesamt: 1868,1 km 

Tag 90 Whiksy Creek – Donner Pass

Um 3.25 klingelte der Wecker. Ziemlich früh. Aber wir wollten auch zum Mittag in Truckee sein. Ich war in 25 Minuten mit Packen fertig und aß noch mein Frühstück. Es war gefühlt frisch auch bei 8 Grad. RocDoc führte uns über unseren Baumstamm und dann den Wald hinauf. Der Schnee war matschig. Der Trail bald nicht mehr zu sehen und wir liefen wieder quer Feld ein. Als der Trail auftauchte nahm sie die falsche Seite und wir mussten nach ein paar Minuten umdrehen. Halb so schlimm. Der Wald lichtete sich und wir fanden wieder Spuren unserer Vorgänger denen wir einfach folgen konnten. Der Himmel half dabei und wurde von Minute zu Minute heller. Über den American River liefen wir über den Schnee. Nur Teile der Schneedecke waren eingefallen und entblösten einen tropfenden breiten Wasserteppich. Was für eine Schmach am 4. Juli dachten uns Rattler und ich. 😉 

Über dem Bergrücken glühte derweil schönes orange. Die Sonne machte dich bereit und wir gingen für ein paar Minuten auf der obenliegenden Steinwand in Stellung. Die Pause zog sich, obwohl es sehr windig war, lange hin. Bei der Aussicht die wir hatten auch keine Frage. Nebenan schliefen noch 4 Israelis und ein Franzose. Als alle mit essen und rauchen fertig waren konnten wir endlich weiter. Wir waren nun im Squaw Vally Skiresort. Unter einem Lift ging es nur mit Spikes da es definitiv eine schwarze Piste war. Während wir den zweier Sessel unterquerten kam auch die Sonne zum vorschein. Wow! Super toll. Der Berg in der Ferne waren alle von einem nebligen Dunst umgeben. Der South Lake lag ebenfalls geheimnisvoll zur rechten. Was für ein Anblick. Über weitere Pisten liefen wir dann immerhin gemütlich bergab und hielten uns unter der Ridgeline. RocDoc die führte bat mich kurz um hilfe ob wir eine direkte Linie nehmen können da sie die topographische Karte nicht auf der App hatte. Ich war ziemlich stinkig. Wie soll man ohne diese im Schnee navigieren. Ich meine es wird nur der Trail als rote Linie angezeigt aber nicht die Konturen, Flüsse, etc. Wenn der Trail unter Schnee liegt bringt einem das gar nichts. Versucht man stur dem Trail zu folgen kommt man vielleicht in unpassierbar Steilhänge die im Sommer kein Problem sind aber jetzt richtig haarig. Naja, für den Abschnitt unt der Ridgeline nahm ich dann das Zepter an mich. Wir hätten sonst bestimmt wieder am Ende ewig ein Schneebrett hoch gemusst weil wir so tief unter der Bergkuppe endeten. Auf dem Weg schoss ich noch ein paar tolle Bilder von der morgenstimmung. Nachdem ser schlimmste Part vorbei war, gute und vertrauenswürdige Fußspuren auftauchten ging RockDoc wieder vor. Wir stießen über die Ridgeline und kamen ins nächste Tal welches uns zu Tinkers Knob brachte. Auf dieser Seite war es meist schneefrei. Allerdings mussten wir erst noch eine Pause einlegen. Eigentlich wollten wir nur die Spikes ausziehen. Dann ging es über ein schönen Bergpfad und wie stießen in ein Tal. Wir hüpften über 2 kleine Bäche und begannen den Aufstieg. Es war super warm. Die gsnzen Büsche, der Boden und die umliegenden Felsen speicherten die Wärme. Ich wartete auf die anderen und wechselte derweil in kurze Klamotten. Kurze Zeit später überquerten wir den letzten gelisteten Bach für heute und holten uns Nachschub. Dabei verwandelte sich das Wasserfiltern wieder in eine längere Pause. Wir wollten uns am Gipfel treffen und ich, der die ganze Zeit bereit war, schieß direkt los. Die 1,9 km und ca. 200 Hm vielen in 20 Minuten. Was für ein Spaß. Der kleine Wald am Anfang hatte noch ein paar Hindernisse bereit. Schneewehen und Baumstämme. Der letzte Abschnitt lag aber nur zwischen Büschen. Oben angekommen wartete ich auf die anderen. Das war der letzte große Anstieg für heute. Ab jetzt befanden wir uns auf der Ridgeline. Diese war trocken und hatte einen tollen Trail der sich über den Bergrücken schlängelte. Es blühten Blumen und wir trafen die Israelis wieder. Bis zum nächsten Skigebiet am Mt. Lincoln konnten wir so einfache Kilometer machen. Über eine letzte gefährliche Schneetraverse kamen wie auf unseren Finalen Abstieg. Die letzten 7 Meilen sollten laut einer anderen Hikerin eigentlich schneefrei sein. Das stimmte aber mal überhaupt nicht. Bevor wir Höhenmeter fielen ließen mussten wir erst ordentlich am Berg entlang. Überall lagen Schneeberge auf dem Trail die überquert werden mussten. Die Schneeschmelze verwandelte die Waldtrail gleichzeitig in rutschige matschfelder. Je weiter wir runter kamen, kamen uns zig Wanderer entgegen die alle durch das Skigebiet wanderten. Zu viele Leute und 1,5 Meilen vor Schluss ließ ich die Bremsen los. Der Trail war quasi ein Geröllfeld und war perfekt für eine Gangart zwischen schnellen Laufen und Joggen. Ich ließ die meisten Leute mit einem kurzen Gruß hinter mir und kam schnell und ohne große Verzögerung zum Trailhead. Ich musste noch rechts die Straße hoch und fand mich auf dem Parkplatz am Highway 40 wieder. Ich wartete und wartete. 25 Minuten später, die anderen waren nun abgestiegen denn ich hatte einen perfekten Blick aud die letzten Meter, kamen aber nicht. Ich machte mich also auf die Suche und fand sie unten am Parkplatz. Anstatt dem Trail zu folgen waren sie links zu einem kleinen anderen Parkplatz gegangen. Ich war wieder mal ein wenig genervt.  Wir suchten uns eine Fahrt die wir schnell bekamen. Da es 4. Juli ist steht alles Kopf. Der See im Tal ist total überfüllt. Überall Flaggen und wir lassen uns am Campingplatz absetzen. Wir reservieren einen Platz und laufen ein paar hundert Meter die Straße hinunter. Dort erwartet uns Taco Bell und wir genießen Klimaanlage und kalte Getränke zu unseren Speisen. Das Wifi ist schrecklich. Ich kann nicht mal telefonieren geschweige denn Fotos hochladen. Zurück am Zeltplatz bauen wir auf, duschen und gammeln. Rocky und Peaks kommen auch noch vom Trail. Das Feurwerk lassen wir rechts liegen und verziehen uns gegen 20.30 lieber ins Zelt. Ich werde die Downhill Bandits übermorgen voraussichtlich verlassen. Es ist Zeit Kilometer zu kloppen. Ich hab noch 2400000 Meter vor mir. Am Donnerstag bin ich hoffentlich in Sierra City. Morgen ein wenig mit meinen Freunden und den Tag danach die restlichen Kilometer bis Sierra City. Hoffe wir machen morgen ein paar Kilometer damit es nicht zu krass wird. 

Gewandert:  24 km
PCT insgesamt: 1856,1 km

Tag 89 Barker Creek- Whisky Creek

Ich hab schon wieder vergessen mein Wecker auszuschalten! Dieses mal lief mein Handy los. Man o man! Aber egal. Ich konnte mich wieder umdrehen. Das Zelt war ziemlich nass und es war gar nicht so warm draußen. Um 4.20 Uhr gings dann los. Klamotten an, Schuhe und Strümpfe ausklopfen und raus aus dem Zelt. Schlafsack und Isomatte in die Packsäcke und wie bei Tetris eins nach dem anderen in den Rucksack schieben. Dieser ist zum Glück wieder leichter und ich kann ihn mühelos mit einer Hand auf meinen Rücken heben bevor wir mit einer Minute Verspätung um 5.01 Uhr los wandern. Im Wald ist es noch dunkel und wir haben unsere Kopflampen an. Der Tag kommt aber rasch und wir laufen an hohen Tannen vorbei die von grünen Moos befallen sind. Es gibt wieder viel Matsch und Wasser. Ich bin besonders bedacht meine Füße nicht schon in der Morgendämmerung anzufeuchten. Wir kommen nach weniger als einer Stunde zum Parker Pass Trailhead und schlagen uns ein wenig ab vom Trail Richtung Sonnenaufgang. Wir haben einen super Blick auf den Lake Tahoe und die bereits aufgegangene Sonne welche neonfarbenes Rot an die Baumstämme strahlt. Bei einer gemütlichen Pause mit einigen Moskitos genießen wir den Ausblick und die Ruhe. Wir steigen weiter auf und kommen von dem schönen schneefreien Trail wieder auf Schnee. Hinter und liegen die schneeweißen Berge. Die anderen ziehen sich die Steigeisen an und ich hab meinen Spaß ohne. Wir passieren schnell die schneereiche Traverse und kommen auf ein Geröllfeld. Immer wieder bietet sich die Aussicht auf den stillen und ruhigen See. Über die Ridgeline kommen wir auf die Westseite. Auch hier laufen wir erst durch dichten Wald mit eisigen Schneewehen und wechseln dann immer häufiger zu trockenen Trail. Wir kommen wieder auf die östliche Seite und verfolgen einen steinigen Weg der uns über lange Switchbacks zur Granite Chiefs Wilderness führt. Mitten im Aufstieg legen wir im Schatten die Frühstückspause ein und ich fange an meine letzte Packung  Chips zu essen. Wir kommen auf einen wunderschönen Bergrücken den wir Kilometerlang folgen. Es blühen tausende Blumen rechts und links vom Weg. Zur rechten fällt es direkt und sehr steil ins Tal. Ein sehr entspannter Abschnitt der von einem lustigen kleinen Schneehang abgerundet wird. Wir passieren noch vereinzelt Schneefelder jedoch kommen wir gut voran. Während wir durch das Blumenbeet rasen sticht mich eine Bine in den Fuß. Das tat weh. Ich konnte aber direkt weiterlaufen. Zurück ins Tal kamen wir über den Nordhang. Hier lag noch viel Schnee und wir wechselten wieder zu unseren Spikes. In mehreren scharfen Kurven suchten wir uns den Weg und landeten am Ende gefühlt in einem Bach. Der Trail und der umliegende Boden waren alle feutcht und unter Wasser. Ziemliche Arbeit dort trocken raus zu kommen. Aber im Tal am Five Lakes Creek konnten wir nach einer einfachen Überquerung eine lange Mittagspause einlegen. Uns kamen auch 4 ältere Wanderer entgegen die auf einem Rundweg unterwegs waren. Wir allerdings stießen weiter ins Tal hinab. Es wurde heißer und wärmer. Ohh man haben wir geschwitzt. Das Terrain speichert wirklich ausgezeichnet alle ankommende Wärme. Auch wenn es leicht bergab ging und der Trail gut war haben wir Pausen eingelegt. Der Anstieg war nicht viel besser. Jedoch wurden wir wieder mit tollen Aussichten belohnt. Der gegenüberliegende Hang sieht wild aus. Viele Steinplatten eingerahmt von Wiesen und Büschen. Sehr toll! Wir lassen eine Wiese im Tal zur linken liegen und steigen weiter schnell auf. Es ist sehr anstrengend und ich bekomme schnell Kopfschmerzen. Nach einem kleinen Päuschen mitten auf dem Trail hinter einem Bächlein laufen wir weiter auf der Suche nach dem nächst besten Zeltplatz. Einige sind nicht mehr ganz so frisch und schaffen den kompletten Berg nicht mehr. Wir finden bereits nach einigen Metern an einem neuen Bach 4 wunderbare Plätze für unsere Zelte. Vereinzelt stehen uns Wäscheständer im Lager bereit und der Fluss sorgt für eine Abkühlung der Füße und Beine. Mit Rattler trage ich noch einen Baum über den Bach sodass wir morgen trocken starten. Griz und LovelyHeart kochen im Zelt. Wir machen es uns draußen auf dem Boden gemütlich. Während Ameisen und Spinnen über unsere Füße und Beine laufen lassen wir es uns schmecken. 

Gewandert:  24,4 km
PCT insgesamt: 1832,1 km 

Tag 88 Gilmore Lake – Barker Creek 

Ich hab meinen Wecker eine Stunde zu früh gestellt. Nicht das ich wegen meines Sonnenbrandes sowieso ziemlich oft wach war wurde auch noch die Nachbarschaft um 2.20 Uhr geweckt. Ärgerlich. Aber mit ein wenig Musik habe ich dann auch noch die nächste Stunde gut verbracht. Es war sehr warm und kuschelig. Im schein meiner Kopflampe habe ich dann alles zusammen gepackt und meinen Protein Riegel zum Frühstück gegessen. Um 4 ging es dann im Schein unserer Lampen zum Dicks Pass hinauf. Es war ein seichter und leichter Anstieg über eisige Schneefelder am Rand des Berges. Ab und an konnten wir auch richtigen Trail genießen der aber gleichzeitig uu 80 % immer unter Wasser Stand. Das Tal zur linken durch das wir gestern gekommen sind liegt still und eindrucksvoll im dunkeln. Wir kommen gegen 5 am Pass an und können einen atemberaubenden Sonnenaufgang erleben. Der Horizont ist rot orange gefärbt und wir stehen einsam auf der Ridgeline und können den Moment genießen. Zum eigentlichen Pass müssen wir noch ein kurzes Stück hinauf bevor wir durch einen Wald ins Tal schliddern. Überall quillt Wasser hervor. Wir laufen an den Seen entlang und schlagen dann im Tal unsere Frühstückspause ein. Der Schlafmangel macht sich bemerkbar und meine Laune ist nicht gerade die beste..ich kämpfe mit Musik dagegen an und folge den anderen in sicheren Abstand. Wir müssen einige Lakeoutlets überqueren und finden immer einen trockenen Weg. Der Trail bleibt jedoch Schneebedeckt. Wir schlängeln uns durch einige Wälder und verlieren an Höhe bis sich der Schnee verzieht. Zurück bleiben hunderte umgestürzte Bäume, Unmengen von Matsch und grüne Buschflächen. Wie treffen auf einige Wanderer die ein paar Tage unterwegs sind. Mittag machen wir an einem kleinen Bach der sich über den Trail schlängelt. Wraps mit Käse und Peperoni. Der Trail ist nun gut zu laufen aber ich versuche meine Schuhe trocken zu halten. Also muss ich viele Sprünge hinlegen und gehe öfters ein wenig höher über dem Trail und suche eine annährend trockene Linie. Die Wildblumen blühen und wir können bergab 5km die Stunde machen. Es läuft wirklich gut. Der Trail läst mal wieder etwas zu bis wir aus der Desolation Wilderness raus sind. Im Tal laufen wir an einem tiefblauen See entlang und überqueren den Miller Creek auf ein paar Baumstämmen. Bei der anschließenden Pause werde ich von Moskitos überfallen. Schrecklich. Wir sind nahe an der 30 km Grenze und geben trotz Erschöpfung im Team noch ein wenig Gas. Die Hitze ist in den steinigen Passagen die von viel grünen Buschwerk eingezäunt sind sehr präsent. Immerhin müssen wir auf den letzten Metern nicht mehr so viele Bäume über klettern. Kurz vor einem Bach am Barker Creek schlagen wir unsere Zelte auf. Das Wasser ist nah und wir hängen Klamotten in die kleinen Tannen. Wir kochen gemeinsam und töten noch den ein oder anderen Moskito. Dann gehts um 18 Uhr ins Zelt. Muss 4 Tage Blog nachholen. Und ein wenig schlaf. 🙂

Gewandert:  32 km
PCT insgesamt: 1807,7 km 

Tag 87 South Lake Tahoe – Gilmore Lake

Mach einem Frühstück beim Bäcker haben wir über Lyft eine Fahrt zurück zum HW50 organisiert. Der Fahrer war, bis er Rattlers Akzent gehört hat, nicht sonderöich freundlich. Wir starteten ca. 3 km durch seichten Wald bis zum Echo Lake Trailhead. Totale Ekalation. Alles voller Autos. Wir liefen an einer Rangerin vorbei und machten uns auf den gut Besuchten Trail der uns am See entlang führte. Wunderschön. Wir stiefelten geradeaus durch kleine Bäche und ließen alle Wanderer hinter uns. Bei einer Pause am Ende des Sees hielten wir noch einen wenig Smalltalk mit einer Rangerin. Der Trail führte uns schnell von steinigen geröllfeld ins weiße Wunderland. Da es vor einigen Tagen erst noch 10 cm Neuschnee gegeben hatte liefen wir durch sehr matschigen und nassen Schnee. Allerdings waren viele Fußspuren im Schnee und wir konnten so schnell und einfach den Weg bis zum See Aloha folgen. Dieser war zugefroren und wir ließen und auf einem großen Stein am Seerand für die Mittagspause nieder. Ich war nicht richtig hungrig, immerhin hatte ich schon fast eine ganze Packung Chips verdrückt, und aß nur ein Wrap bevor ich auf dem warmen Stein nieder sank und fast einschlief. Ich entschloss mich nach einiger Zeit doch in den Schatten zu wechseln. Die Sonne brannte auf Grund des nassen Schnee sehr arg. Wir liefen weiter am Aloha entlang und sahen so manches Zelt. Zur rechten ging es bergab und wir liefen am Heather und Suzi See entlang dessen Wasser kristallklar war. Es gab viele Löcher im Schnee und ich war froh nicht als erstes zu gehen. Über den Ausfluss am Suzilake kamen wir über ein paar wacklige Baumstämme. Die Anzahl der Wanderer erhöte sich und wir trafen bestimmt 15. Der Aufstieg zum Dicks Pass begann und wir erklummen den ersten kleinen Hügel. Im schönen Mix aus Schnee und trockenen Trail kamen wir duech geüne Landschaften. Der Trail war gut in Schuss und es gab sehr wenig Stellen an denen man nasse Füße bekam. Wie wollten eigentlich über Dicks Pass kommen jedoch war am frühen Nachmittag klar das dies nicht jeder schaffen konnte. Also entschieden wir uns für Gilmore Lake und suchten dort unser Glück und fanden ein trockenes Plätzchen etwas weiter weg vom See. Auch hier trafen wir mehrer Gruppen an. Der See war größtenteils zugefroren. In Spalten zwischen gebrochenen Eisschollen konnten wir unser Wasser holen. Ich muss zum kochen in den Schatten.  Meine Arme hatten zu viel Sonne abbekommen und taten schon weh. Zum Mountain House mit Reis und Hühnchen gab es anschließend nich eine große scharfe Nudelsuppe. Im Zelt war es dank der Sonne angenehm warm. Ich verbrachte die Zeit damit mein Panzerschutzglas vom Handy zu erneuern. Das Panzertape mit dem ich das alte am Handy befestigt hatte war sehr schwer zu entfernen und ich war danach bereit für eine Runde schlaf. Der Blog muss warten. Immerhin starten wir morgen bereits um 4 Uhr 🙂 
Gewandert:  20,1 km
PCT insgesamt: 1775,7 km