Tag 126 Six Horse Spring – Willamette Pass Trailhead

Auch wenn die Füße weh tun. Bei derkälte ist alles schnell gepackt wenn man erst Mal aus dem Schlafsack ist. Gegen 6 ging es dann los und die Sonne kam langsam auf der rechten Seite hinauf. Rote Bäume erwarteten mich auf dem sanften Waldboden bis ich durch ein verbrannten Abschnitt kam. Nach 10km erwartete mich an einem Parkplatz ein Wasserdepot. Die Leute lagen hier noch alle in ihren Betten. Komisch für 7.45 Uhr. Ich aß ein paar Snacks während ich auf Shaggy warte. Ein paar Southbounder kommen vorbei und auch Shaggy trifft ein. Die Pause wird noch länger und wir starten nach gut 45 min. Da wir zum Shelter Cove Resort wollen nehmen wir ab hier eine direkte Route ubd laufen ein paar Meter die Straße hinunter bevor wir auf einen Pferdeweg stoßen. Der Weg läuft wirklich flach durch karge Baumlandschaft. Ab und an erscheint ein See aber die meiste Zeit atmet man nur seinen Staub ein den man aufwirbelt. Wir laufen quasi auf Sand und schnell ist alles eingestaubt. Wie versuchen Zeit gut zu machen und legen keine Pause ein. Ich bin echt platt. Zeitweise umkreisen uns Bienen beim wandern. Das nervt übel. Gegen Mittag machen wir unter einem Baum Pause und liegen auf unseren Zeltunterlagen. Es tut gut die Füße auszupacken. Dann gehts weiter. Nun nehmen die Hügel zu und wir klettern ein wenig mehr auf und ab. Ich lasse mich wie so oft auf einem gefallenen Baum nieder und mache Pause bis Shaggy kommt. Die letzten Kilometer bergab zum Resort laufen auf Notstrom. Als wir kurz nach vier endlich ankommen gibt es zur Belohnung Cheesburger und Soda. Allerdings wird unsere Pause in der wir alles zum laden angeschlossen haben furcj einen heftigen Regenschauer unterbrochen. Alles steht unter Wasser und wir laufen erst im trockenen weiter. Wir laufen nur bis zum nächsten Parkplatz und treffen in einer riesigen Lagerhalle für streugut auf zwei Kinder die auf einmal die Schotter haufen herunter laufen als wir den Ort auschecken. Wirklich komische Begegnung. In der Hoffnung am nächsten Morgen lebend aufzuwachen schlagen wir unsere Zelte ein wenig weiter auf nachdem wir weiter aufwärts am Trail nichts gefunden haben. Gegen 20.45 liegen wir im Bett.

Gewandert:   47,9 km

PCT insgesamt: 3066,7 km

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Tag 125 Rim Alternate Junction – Six Horse Spring

Es war wieder ziemlich kalt und die Moskitos haben auch ordentlich getobt. Also bin ich dick eingepackt gegen 6 Uhr gestartet. Das Gelände war flach und größten Teils verbrannt. Dafür ging es gut voran. Bis zum Highway kam ich aber nicht ohne Pause in der mich Shaggy einholte. Es wurde nach kruzer Zeit recht langweilig da man echt einfach nichts neues sah. Fie Geräusche von Highway hörte ich schon 20 Minuten bevor ich überhaupt ankam. Schrecklich. Ich fand Shaggy an einer Trailmagic Box und er reichte mir direkt eine Powerade Flasche. Eigentlich mag ich FuitPunch nicht so, aber es tut echt gut. Von hier an geht’s dann bergauf. Der Wald ist schön und ich arbeite mich langsam voran, nicht ohne einige Pausen einzulegen den mein Schienbein tut wieder weh. Aber es geht schon irgendwie. Als ich über den Bergrücken stoße sehe ich einen tollen Berg zum besteigen. Leider nicht auf unserer Route. Also lasse ich mich am berghang fallen und erwische Shaggy hinter der nächsten Anhöhe. Wir machen an einem Fluss mit anderen Hikern Mittag. Da wir einiges vor haben, bleibe ich nicht lang und steige zum höchsten Punkt in OR/WA auf. Bis auf dunkle Wolken und Donner erwartet uns nichts. Mit Shaggy peilen wir weitere 11 Meilen an auch wenn es schon 15 Uhr ist. Es geht größten Teil bergab aber das tut den Füßen nicht gut. Aber wir kommen gut voran bis die letzten 6 Meilen anstehen. Wir haben noch eine Pause eingelegt und ich bin fertig. Och laufe einfach Shaggy hinterher und male mir Sachen im Kopf aus bis schöießöich die erste Stunde schnell vergeht. Die zweite wird allerdings mühsamer. Die letzten Meter sind echt eine Qual. Wir kochen im Zelt da die Moskitos echt wild unterwegs sind. Seit dem Mittag schleppen wir Wasser für heut Abend mit. Es tut gut einfach flach zu liegen. Leider laufen kleine Insekten über meine Unterlage und erzeugen laute Geräusche. Ich kann nicht schlafen und bin erst nach 21.30 Uhr bereit ein paar Augen zu schließen. 
Gewandert:  52,9 km

PCT insgesamt: 3008,8 km 

Tag 124 Mazama Village – Rim Alternate Junction 

Die Mond schien hell. Aber egal. 4.30Uhr ist keine Zeit den Tag zu beginnen. Vor allem mit über 40km Asphalt vor den Füßen. Wir liefen un 5 vom Campingplatz los. Hatte noch Wasser aufgefüllt aber alles was hier aus dem Hahn kommt schmeckt bescheiden. Die Straße ist leer und das Pförtnerhäuschen zum National Park ist verlassen. Um halb sechs überholt uns eine Radfahrerin. Die ersten 7km bis zur Abzweigung sind lang. Vereinzelt fahren die ersten Autos auf der Straße und wir weichen so gut es geht auf den Seitenstreifen aus. Die Straßen sind langezogen und gehen auf und ab. Für Kilometerlang, nur bergab. Das ist entmutigend. An der Abzweigung zum Crater Lake will ich hinauf eine Fahrt ergattern. Wie bekommen nach 5 min eine Fahrt. Die Fahrerin macht Fotos vom Sonnenaufgang und von uns. Es ist super schön auch wenn der Rauch einiges in Nebel hüllt. Der See ist riesig und fast 700m tief. Wirklich ein tolles Ereignis und Sie fährt uns auch noch zurück. Ab da an wirds ein wenig actionreicher. Der Park füllt sich und Shaggy fängt an zu zweifeln. Aber mit das ist alles nur Kopfsache Masche habe ich ihn bald wieder. Nach ca. 15 km kommen wir an einen kleinen Wasserfall am Straßenrand und füllen das letzte mal für heute Wasser auf. JackRabbits Mutter hält gegenüber an und schenkt uns ein einzelnes Bier was wir genüsslich trinken. Dann noch Socken waschen und weiter geht’s. An den Hängen sieht man die Straße wie sie langsam hinauf schleicht. Bei diesem Anblick wünschen wir uns sehnlichst in ein Shuttel. Aber wir ziehen es durch und erreichen einige Aussichtspunkte auf dem Weg. Der Verkehr nimmt zu und ein weißer Bulli hätte uns fast erwischt. Ich bekomme nasenbluten laufe aber tropfend weiter. Um so etwas kümmer ich mich schon nicht mehr. Für die Südseite brauchen wir fast bis zum Mittag. Es ist ätzend. So viele Berge zu umgehen, das kistet Kilometer. Auch haben wir den höchsten Punkt noch nicht erreicht und wir sind erstaunt über unsere schlechte Leistung. Meine Beine tun schon weh und ich bezweifel das ich heute auf der anderen Seite ankomme. Während des Tages fährt das Shuttel welches die Hiker ums Feuer fährt einige Male an uns vorbei und die Fahrerin feuert uns wild gestikulierend an. Das gibt kurzweilig kraft. Im Wald am Straßenrand machen wir Mittagspause und ich koche etwas. Dann geht es weiter. An den vielen Haltebuchten machen wir auf Hoffnung demnächst ein kaltes Getränk in der Gand zu halten Pause. Ohne Erfolg. Dafür gibt gibt es an der Anlegestelle hunderte Autos am Straßenrand. Totale Eskalation. Es ist so viel los und wir laufen mitten durch. Echt schrecklich. Den letzten Anstieg schenken wir uns. Ich habe eine Abkürzung gesehen und wir schlagen uns rechts in den Wald und laufen geradeaus auf den trail zurück. Es wird wieder dunkler, Donner und ein paar Regentropfen. Nach nur 20 Minuten im Busch kommen wir auf dem Trail an. Am Trailparkplatz treffen wir auf Rund 50 Leute die den Brand bekämpfen und in ihrer Bussen Pause machen. Ich bin echt am Arsch. Glücklicherweise ist in der Bärenbox Powerade und hunderte Liter Wasser rationiert. So können wir uns erfrischen und gehen mit viel Wasser ein wenig vom Tumult den Trail hinab. Wir kochen und sehen ein Reh mit ihren zwei Kiz. Es tröpfelt zum Glück nicht mehr und dank der Abkürzung sind wir um 19.00 Uhr im Bett. Shaggy berichtete ich wäre nach 5 Sekunden am Schnarchen 😀 man war ich platt. 

Gewandert:  41,8 km

PCT insgesamt: 2955,9 km 

Tag 123 Sevenmile Parkplatz – Mazama Village

​​​Ohne uns abzusprechen krochen Shaggy und ich heute mal ein wenig später aus dem Zelt. Es war nötig. Wir trafen direkt auf JackRabbit und Blossom mit denen wir über Forststraßen zum Highway gingen. Wir nahmen eine kleine Abkürzung über einen kleinen Fluss und schlugen uns durch das Gebüsch. Ab dort ging es auf Asphalt Kilometerweit geradeaus. Die beiden schlugen ein starkes Tempo an und ich habe ganz schön gepustet. Gerade als ich mich umdreht um mit Shaggy zu reden deutete er auf einen Bären ca. 150m vor uns. Es war der größte Schwarzbär den ich je gesehen habe. Wie ein kleines Auto. Ging einfach und unbekümmert von uns von einen in den anderen Wald hinein. Wir kamen auf den Highway und liefen aber hier weiter Richtung Mazama Village am Crater Lake. Auch hier blieben die beiden gnadenlos bis JackRabbits Mutter mit dem Auto kam und uns Käse mit Krackern servierte. Das war die einzige Pause auf den 30 km. Es war echt übel. Über uns flogen Hubschrauber und Rattler kam uns im Auto entgegen. Gegen 13.30 kamen wir dafür fix und fertig am Ziel. Mein Paket war trotz Feuer da. Shaggy und ich aßen im Restaurant und gingen dann zum Zeltplatz. Er war wie ausgestorben. Am Nachmittag zog dann auch viel Rauch durch die Bäume. Ich machte ein Nickerchen. Dann Essen packen und wie waren gegen 18 Uhr im Bett. Morgen gehts um 5 los um über die Östliche Straße um den Crater Lake zu laufen da alles andere gesperrt ist. Wir wollen aber nicht mit dem Shuttel fahren. 

Gewandert: 30,6 km

PCT insgesamt: 2927,5 km 

Tag 122 HW140 – Sevenmile Parkplatz

Heute war es schon wieder so kalt. Es wir echt ungemütlich. Aber auch heute gibt der Trail Abhilfe. Um 6 geht Es langsam aber stetig den Wald hinauf. Immer schön am Mt. McLoughlin. Der Wald ist offen und die Bäume voller Flechten und Moos. Ich hatte eigentlich erwartet einen Bären und Reh zu sehen. Aber bis zur Quelle war ich erfolglos. Die ersten 16 km ging es ohne Pause. Dafür aß ich jetzt ausgiebig Nutella. Ein Chipmunk tollte die ganze Zeit um uns herum und war wohl hungrig. An der Christis Quelle haben wir auch noch JackRabbit und Blossom getroffen. Der ganze Anstieg führte uns 600m in die Höhe. Immer mal mehr mal weniger aufwärts. Gegen Mittag kam dann auch noch ein Regenschauer über uns. Ich musste alles wasserdicht verpacken und lief unter meinem Schirm weiter. Bis auf Donner kam aber nicht weiter hinzu. Je höher wir kamen desto karger wurde die Landschaft. Aus dichten Tannen wurde verbannte Erde. Es bot sich ein schöner Blick zurück auf Mt. McLoughlin. Ich musste noch eine Pause machen und mehr essen bevor ich die letzten Meter über den Bergrücken machte. Ich fand ein wenig Schnee vor und es ging in Serpentinen bergab. Ab hier kamen dann auch die ganzen Moskitos wieder zum Vorschein. An einem kleinen Bach konnten wir aber zum Glück wieder Wasser aufnehmen. Die Abschnitte hier sind echt elendig lang. Der Berg hinab folgte ich Shaggy bis wir am letzten Bach für heute Rattler und RockDoc trafen. Wir kochten auf dem Trail und unterhielten uns bis wir gegen ca. 18.30 weiter liefen. Es donnerte in der Ferne und bis zur Abzweigung wo wir zelten wollten waren es nur noch 5 km. Trotz Pause war ich wieder mal sehr kaputt. Die Tage sind sehr lang und irgendwie schaffen wir es nie mal früh das Zelt aufzuschlagen. Also bin ich den letzten Abschnitt in einem durch. Es sind noch zwei deutsch um uns herum. An der Abzweigung angekommen, ich hatte wieder ein paar Tropfen abbekommen, waren keine Zeltplätze zu finden und wir liefen auch noch die letztn 3km bis zum Parkplatz hinab. 3km können gsnz schön lang sein. Auch wenn es nur ca. 30 Min dauert. Aber die ziehen sich ewig und ich hielt mich hinter einem Hiker um nicht in hunderte Pausen zu verfallen. Am Campingplatz saßen schon JackRabbit und Blossom. Ich baute nur noch mein Zelt auf und verschwand ohne viel Worte zu verlieren darin und knackte gegen 21 Uhr weg. 

​​​Gewandert: 52,2 km

PCT insgesamt: 2899,5 km