Tag 8 – Standing Indian Shelter

Der Morgen fing mit Regen an. Da dreht man sich lieber noch einmal um. Um 9 ging es dann aber endgültig aus dem Schlafsack. Regen gab es noch in geringen Maßen.  Also Schlafsack einpacken, wieder hinlegen und Lutf ablassen.  Danach alles schnell in den Packsack. Draußen erwartet mich grausamer Wind.  Es ist super kalt und mich frierts. Zwar hab ich dieses mal die lange unterhose unter der kurzen, mein Tshirt, Longsleev und Regenjacke + Mütze und Handschuh.  Aber es nützt nichts. Ich beginne gegen die Kälte zu arbeiten und kämpfe mit Wind, starkem Regen und meinem Zelt.  Abbau ist scheisse wenn es nass ist und der Wind das Zelt entreißen will. Aber ich habs geschafft und Lonestar hat in seiner gütigen Gnade vom Planeten Kaffpsylonee Kaffee gekocht. Da hab ich mich dran geklammert.  Aber die normalen Handschuhe mussten noch dickeren weichen.  Der Bearbag hing noch, aber für Frühstück war es zu kalt. Alles in den Rucksack gepackt und los. Da ich dachte Lonestar wäre vor mir, wollte ich ihn einholen uns gab gas. Auf den Standing Indian Mountain, 1000 Fuß runter zum Coleman Gap. Der Berg hatte nicht viel übrig außer starken Regen. Kein Ausblick aber viele dem Sturm zum Opfer gefallene Bäume die man jetzt akrobatisch bezwingen musste.
Im Tal angekommen kam der Rohodendron zum Vorschein.  In viele kleine Täler schlängelte sich der Dschungel und überquerte viele Quellen.  Auch Schilder mit Bärwarnungen waren dort angebracht.  Das fand ich aber nicht sehr beruhigend,  denn kuez vor einem dichten grünen Tunnel vor Bären zu warnen gibt mir nicht gerade ein Gefühl der Sicherheit. Also laut pfeifend durch ein tropfende Hölle die doch ihren Reiz hatte. Danach gings dann wieder bergauf und am Carter Gap Shelter traf ich auf TakeCare und wir machten Mittagspause.  Lonestar traf 30 Minuten später ein. Er war noch Wasser holen und ich hatte ihn nicht erkannt! Verdammt,  ich hab 7.6 Meilen in 145 Minuten runter gebetet.. für nichts.
Naja, mit der Zeit trafen dann auch noch alle anderen Hiker ein und wie waren ca. 9.
Danach ging es weiter mit Ziel Albert Mountain auf dem ein Fire Tower großartige Aussichten verspricht,  vorausgesetzt es ist klar. Von oben  bis unten nass, sind wir auf unserem HikerHighwayTo4 den letzten Berg hinunter geflogen.  Wahnsinn wie viel Spaß das mache  kann. Der Anstieg war dann wieder etwas fordernder.  Der erste Teil war an einer Kante entlang. Es war matschig,  rutschig, felsig. An einer Stelle sollte man keinen Abgang machen. Es gibt zwar noch einen kleinen Hang,  der hört aber nach 2 Metern auf und weicht einem 20 Meter tiefen Abgrund.  Aber den hab ich nur einmal kuez gesehen. Danach gings dann richtig los. Auf 0.3 Meilen 400 Fuß hoch. Das erinnerte mich an die geheime Treppe in Die Herr der Ringe. Da musste man kraxel und zwar ziemlich steil. Oben angekommen pfiff der Wind im beachtlichen Tempo.  Trotzdem sind wir für eine Pause auf den Tower gestiegen und haben so wind und regengeschützt pausiert.  Danach wieder in den kalten Dauerregen zu gehen, bei kräftigen Wind ist mies. Aber wir haben beschlossen heute noch nach Franklin zu rasen und warm und trocken zu nächtigen.  Also anschnallen und ab gings. 6 Meilen Abstieg.  Am Long Branch Shelter hat Lonestar kurz im Havens Budget Inn angerufen und alles klar gemacht.  Frei war nichts mehr, aber wir wurden dann im Sapphire Inn einquartiert. Super Sache.
Also sind wir die letzten Meilen mit einem kleinen  Hügel abgelaufen. Nach dem Long Branch Shelter musste man durch einen Flussbett gehen, da waren wir uns erst nicht sicher ob wir dort richtig waren. Aber auf dem Highway ging es dann super bergab. In Nc ist es wirklich einfach zu laufen. Es gibt nicht so viele Steine die man mühsam und vor allem achtsam überqueren muss. So gelangten wir dann gegen 17.55 zum Rock Gap! Wir haben damit die 100 Meilen Marke überschritten und mehr als 30km gemacht. Wenn man alle Wege zu den zwei Sheltern mit einrechnet, könnten es sogar 20 Meilen sein.  Dabei war der Dauerregen und heftiger Wind gar nicht so schlimm.  Man ist,  wenn man läuft,  immer gut temperiert.
Nachdem wir unsere Sachen im Zimmer gelagert hatten, gabs 6 ChickenBones und ein fetten Cheeseburger.  Danach war ich wirklich platt. Aber für ein gutes Bier,  hier vorzugsweise IPA, hat es noch gereicht.

Gewandert: 19.8
Insgesamt: 106.1
Wetter: den ganzen Tag starker Regen und Wind

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