Tag 14 Tentsite 3 – Arraste Trail Camp

Mit der Luftmatratze habe ich geschlafen wie ein König. So war es nicht schlimm das uns um 4 der Wecker an die sternenklare Nacht brachte. Unendlich viele waren zu sehen. Gegen 4.40 sind wir dann mit Stirnlampen los. Das Tal zieht sich ewig. Wir folgten dem Fluss und querten diesen öfters. Teilweise mussten wir erst suchen wo es auf der anderen Seite weiter geht. Der Trail war mit Steinen gespickt machte auf Grund der geringen Steigung aber keine schwierigkeiten. Nach ca. 10km und einem langsamen Sonnenaufgang der sich an den seitlichen Talflanken widerspiegelte sahen wir ein Feuer flackern. Es war Barnfart der sich wärmte. Als wir los gingen waren es 14 Grad. Hier oben sind es nur noch 7. Kurzer Smaltalk und etwas trinken. Dann ging es im Tageslicht weiter. Wir folgen immer noch dem Fluss hinauf und die Landschaft ändert sich je höher wir steigen. Gegen 9 treffen wir auf Woogy. Er zapft gerade Wasser und spielt mir mit seinem Handy ein wenig Klassik bis Rattler nach kommt. Wie trinken und essen und ich fülle auf 2 Liter auf. Dann beginnt der wirklich anstrengende Aufstieg. In ein verbranntes Tal geht es in Serpentinen steil hinauf. Die hitze steht und die Sonne brennt. Dazu kommen noch die Mücken welche einem vor den Augen fliegen. Viele Bäume sind umgeknickt oder verbannt. Der Wind nimmt zu und lässt mich teilweise frösteln. Immer weiter geht es hinauf. Ich komme nur sehr langsam voran da es so anstrengend und ermüdend ist. Man will einfach nicht unter solchen Bedingung laufen und sucht sich Gründe zum pausieren. Schuhe ausklopfen, Socken putzen, Trinken und Essen, Musik umstellen etc. Irgendwann habe ich dann den ersten Teil hinter mir und komme zur letzten Wasserquelle für heute. 20km gelaufen und ca. 10 Uhr. Ich treffe auf Wet Dog und trinke 1,5 Liter. Dann fülle ich auf 3 Liter auf. Essen natürlich nicht vergessen. Aber von dem ganzen süßkram bekomme ich Sodbrennen. Das hält mich nicht ab weiter alles mögliche in mich hinein zu stopfen. Leider gibt es von den guten Dingen nie genug. Ich relaxe noch ein wenig, schaue mir die Videos von Klapperschlangen und Böcken an. Dann mache ich mich auf den Weg. Die Bäume sind entweder schwarz oder weiß. Wieder steil und in stehender Hitze zwinge ich meine Füße hinauf. Die kleinen Abstiege geben dann immer Erleichterung. Nach ca. 4 km ändert sich der Trail und es geht in gelben Sand gemütlich hinauf. Überall liegen große Tannenzapfen. Eine Kingssnake habe ich auch gesehen. Die ist ungiftig und ziemlich flott. Oben angekommen öffnete sich ein weiteres Tal welches ich erst auf der einen dann auf der anderen Seite durchquerte. Hier konnte man richtig Meilen gut machen. Super sachte in langen Bögen ging der Trail hier durch den halb intakten Wald. Auf der anderen Seite einmal hinüber und wieder den Weg zurück. Von hier hatte ich einen tollen Blick auf das Tal in dem Rattler und ich heute Morgen noch gemeinsam unterwegs waren. Es folgten noch drei an und Abstiege. An den Flanken lag vereinzelt noch Schnee und ich hinterließ Rattler mehrere Nachrichten darin. Um 14.30 machte ich dann Mittagspause, nachdem ich bereits nach dem 1 Anstieg auf einem Baumstamm die Aussicht genossen hatte. Es gibt noch einige weiße Gipfel. Ich aß die restlichen 200g Thunfisch. Das langt jetzt aber auch mit diesem Fisch. Käse ist besser 🙂 

Dann ging es zum 2 Anstieg. Wieder harte Serpentinen und ein wohliger Abstieg. Die Landschaft ist einfach so toll. Die Nadelbäume mit den Büschen und Flesen geben ein mir persönlich perfektes Ambiente. Im Tal treffe ich dann auf einen kleinen Privaten Zoo. Hier werden anscheinend Tiere für Filme dressiert und gehalten. Bär und Tiger konnte ich ausmachen. Die Haltung hat mir aber in keinster Weise gefallen! Was für eine Schande. Es ging nun den letzten Anstieg zum Onyx Mountain hinauf. Das war zwar nicht schlimm aber mit den Kilometern in den Füßen recht anstrengend. Ich treffe noch auf Mike einen Soldaten. Wir unterhalten uns auf einer Couch während ich ihm ein wenig Strom spende. Die Couche ist von Trail Angeln aufgestellt worden. Leider sind keine Getränke mehr vor Ort. Die letzten 5km ins Tal zum Campingplatz vergingen dann auch sehr schnell. Man kann nun Big Bear Lake sehen. Das morgige Ziel. Ich mache schon Einkaufslisten und male mir die tollsten Ideen aus was und vor allem wieviel ich essen werde. Ich habe schon wieder Hunger. Dabei habe ich gerade wieder 640 kcal gegessen. Ich glaube Adam liegt hier auch im Camp. Als ich um 18.35 hier ankam war aber schon keiner mehr draußen. Mike kocht jetzt noch und zieht dann weiter. Es sind nur noch 15km.das heißt um 9 kann ich schon versuchen zu hitchen. Dann bleiben wir2 Tage in Big Bear Lake. Füße hoch legen und essen. Mal schauen wann Rattler auftaucht. Den habe ich schon seit der Begegnung mit Woody nicht mehr gesehen. Er hatte schon am morgen müde Füße. Ich bin ja schon froh dass dieser Marathon jetzt ein Ende hat. Die ganzen Höhenmeter machen halt den Unterschied. Das waren heute auch mehr als 2000 Hoch und 1000 runter. 

Gewandert: 48,3 km

PCT gesamt: 412,3 km

Tag 13 Hwy 10 – Tentsie 3

Die Nacht war echt bescheiden. Bin mindestens jede Stunde aufgewacht um ernüchternd festzustellen dass es nicht mal Mitternacht ist. Die Zeltwände schlugen immer noch wild um sich. Gegen 1 habe ich dann meinen mp3 player gestartet. Gegen 3 schwächtensich der Wind. Meine Luftmatratze blieb jedoch leer. Ein Stein tst besonders weh. Zul Glück war es nicht kalt. Ich habe immerhin nicht gefroren, aber eine „erholsame“ Nacht sieht anders aus. Aldo war ich Gott froh als es endlich 5.30 Uhr war. Aufstehen, Sachen packen, mein Frühstückin Form von Dänischen Apfelkuchen verdrücken ( >500kcal echt top) und los. 

Ich wander erst mit Wade allein los. Rattler wollte noch frühstücken. Durch die niedrigen Büsche geht es über einen kleinen Stadt Richtung Berge und Windräder. Die Sonne kommt langsam hervor und ich ziehe meine Regenjacke aus als die ersten Strahlen meinen Müden Kopf berühren. Der San Jacinto liegt in klarster Luft. Uech das Tal steigen wir leicjt hinauf bis wird zum Büro des Versorgungsunternehmens kommen. Ich gehe kurz rein und erkundige mich nach der Anzahl in diesem Gebiet stehender Windräder: 4.000 Stück. Die machen auch einen ordentlichen Krach. Wir treffen dann nach Bart und ziehen immer weiter das Tal hinauf. Immer wieder muss ich mit meinem Stock verdorrte Geäste beiseite wedeln. Die Spitzen von dieses kommen übrigens super durch Klamotten und Schuhe. Das pickst ordentlich. Wir legen nach 5 km die erste Pause ein um etwas zu trinken. Es ist schon recht war für die Uhrzeit 7.30Uhr. Wir nähern und dem Ende des Tals und müssen zwei kräftig ansteigende Serpentinen nehmen um die letzten Meter zu erklimmen. Mit tollen Blick in das Tal sehen wir nicht nur Bart und viele Windräder sondern auch Rattler der uns mit seinen Trekkingstöcken aud der Ferne zuwinkt. Wir machen es uns oben gemütlich und weitere 250 Kalorien verschwinden in mir. Ich schieße Fotos von Rattler wie er sich den Berg hoch kämpft. Beide angekommen zieht Bart weiter und wir posen ein wenig vor der Kamera. Dann geht es gemächlich bergab. Der Trail ist sehr porös. Am Abhang rutscht immer mehr feines Gestein hinab und teilweise sind Kanthölzer verrottet. In kleinen Switchbacks oder ZigZags geht es hinab. Hier schnappe ich Bart und gehe auf lang gezogenen Pfaden Richtung Talausgang. Hier sehe ich schon grün und grau. Das ist unser Ziel. Der Whitewater River. Der Weg führt über üppige Wiesen und viele Eidechsen und Schmetterlinge sind unterwegs. Nach dem leichten Anstieg folgt natürlich der Aufstieg. Der zieht sich ebenfalls durch die offene Landschaft bis es in einem angrenzenden Tal schnell über Serpentinen hinab geht. Hier kommen mir viele Dayhiker, Tageswanderer, entgegen. Echt grüße alle recht freundlich. Gebe Ratschläge zur Benutzung und Zweckmäßigkeit von Trekkingstöcken und Frage ob genug zu trinken am Mann sei. Viele sehe ich mit nur einem halben Liter. Da wird mir unwohl. Vor allem wenn fie schon auf halber Höhe prustend auf den Steinen sitzen. Unten angekommen warte ich auf Wade und Rattler die auch schnell erscheinen. Dabei verdrücke ich noch 3 Riegel in Form von 620 kcal. Wir machen eine Pause im Halbschatten eines Busches und wir verabschieden uns von Wade der hier seinen Sektionhike beendet. Ich bekomme noch sein Reparaturkit für meine Luftmatratze geschenkt. Die ca. 3km zum Whitewater River gehen nun durch das Tal. Wunderbar hellgrau sind die ausgetrockneten Flussarme. Die Hitze trocknet einen auch aus. Auf dem Thermometer stehen 29 Grad. Unter dem Joch der Sonne prügeln wir die gerade teilweise sandig/ steinige Strecke entlang. Der Dreck ist fein gemahlen und setzt sich so überall ab. Hände, Flaschen, Ausrüstung. Überall dieser Pulver. Man wird es einfach nicht los. Hinter einem großen Stein sitzt Woogy. Soldat a.D. der USA und hat in Darmstadt und Stuttgart gedient. Wir gesellen uns zu ihm und ziehen die Schuhe aus und kühlen die Füße im sprudelnden Fluss. Danach wird meine Luftmatratze untersucht und ich kann das Loch finden und flicken. Was für ein tolles Gefühl heute wieder richtig schlafen zu können. Fühlt sich an als ob ich die ganze Zeit mit einer luftlosen Matratze geschlafen hätte. Dann dösen wir einfach im Schatten, führen Druckbetankung durch und ich starte mit frühem Mittagessen. Wraps mit Käse und Salami. Einfach eine gute Abwechselung und wieder 500kcal. Dann noch ein paar sauere Würmer und Fische. Mein Appetit ist gerade unermüdlich. Ich möchte gerne an einem Wettessen teilnehmen. Aber das wäre unfair. Ich wasche mein Geschirr im Fluss und wir machen uns langsam auf den weiteren Weg. Friwch gestärkt nach dieser langen Pause und weiteren Trailgesichtern suchen wir einen trockenen Übergang den wir auch finden. Ein kleiner Sprung und gut. Durch das Geröll geht es zum Zementberg. Dieser ist ganz grau. Sehr interessant wie schnell sich  geologischen Gegebenheiten hier ändern. Oben angekommen gehts auch direkt wieder runter und wieder einlanges Tal. Die Hitze steht wie eine Mauer. Wir laufen weiter und genießen bei einer weiteren Pause  die randiose Szenerie der umliegenden Berggipfel. Übet die Ridgeline welche Staub trocken ist zieht sich der Trail nochmal und fällt dann schnell in das Nachbartal ab. Hier stoßen wir bald auf den Mission Creek. Unter einer großen Kastanie machen wir es uns bequem. Rattler baut schon das Zelt auf und ich esse ein wenig mehr. Dann schreibe ich den Block von gestern. Wir genießen die vorteile des Baches und trinken reichlich. Dann kommt noch ein Bekannter vom Whitewater River vorbei. Wir kochen gemeinsam. Bauen zelte auf und genießen die frühe Wandererruhe. Stopp bereits gegen 15Uhr. Um 18.30 gehts ins Bettchen blogen. Morgen stehen  um 4Uhr auf  da knapp 20 Kilometer Aufstieg anstehen und ich dies am liebsten Schatten machen will. Freitag sind wir dann in Big Bear City 🙂

Gewandert: 25,1 km

PCT gesamt: 364 km

Tag 12 Fuller Ridge – Hwy 10

Nach dem die Nacht doch angenehm warm war lag ich gegen 4.50 Uhr auf dem Boden. Meine Matratze hatte ein Loch. Um 5.30 bin ich dann aufgestanden und hab meine Sachen gepackt. In langer und kurzer Shorts sowie drei Lagen oben rum ging es gegen 6.10 los. Die Sonne ging so langsam auf und malte ein paar rote Tupfer auf die Bergspitzen. Der Wind hatte in der Nacht nachgelassen. Wir stiefelten also mit Rattler und Wade los. Die gestrigen spät Eintrudler lagen noch alle regungslos in den Betten. Fuller Ridge sollte man jedoch mit genügend Zeit verplanen. Deswegen auch der früher start. Zu Anfangs war es noch sehr gemütlich. Kleine Serpentinen im felsigen Gelände. Schöne Aussichten auf die unliegenden Täler welche unter einer Wolkendecke lagen. Auch die Ridgeline sah wunderschön aus. Nach ein paar Minuten fing dann der Schnee an. Sm Berghang entlang ging wohl der normale Trail von dem man nichts erkennen konnte. Mit Mikrosoikes unter den Tretern verschaffte man sich meist einen sicheren Tritt. Manchmal rutschte auch der Fußweg. Aber mit den Stöcken war alles sehr gut machbar. Rechts ging es, mit Schnee sieht es vielleicht nicht so aus, zeitweise recht steil hinab. Ein Sturz und der damit verbunde Ritt hätte wahrscheinlich nicht mehr als Kochenbrüche hervor gerufen. Nach zwei Stunden und 4,8 Kilometern kamen wir an einen Zeltplatz. Hier brannte schon ein Feuer und Rattler holte sich Wasser für den langen Abstieg. Ich zählte auf meine Reste von gestern. Nachdem wir das Feuer mit Sand so gut es ging erstickt hatten ging es los. Die Sonne schien nun und der Wind hatte wieder zugenommen. Die Landschaft wat einfach herrlich. Der Trail schlängelte sich zart fallen und gewunden durch vereinzelte Kiefern und Felsbrocken die auf weiten Wiesen und Lichtungen standen. Da wir noch immer ziemlich Hoch waren boten sich entsprechende Ausblicke. Tiefe Drops ins Tal. Man fühlte sich wie in einem luftleeren Raum. Dann musste ich mich meiner ganzen Klamotten entledigen und kurze Hose und Laufshirt an den Mann bringen. Es wurde zu heiß. Auch die Landschaft ändert sich jetzt maßgeblich. Immer trockener und buschiger. Alles in sandfarben ging der Trail jetzt stetig hinab. Am Berg in Serpentinen die sich Teilweise über Kilometer hinweg an der Flanke entlang zogen. So ging es in der brütenden Sonne für immer und ewig weiter. Dieser Abstieg wollte nicht aufhören. Es war total ermüdend. Im Tal wsren bereits seit langem der Highway, Windräder und vieles mehr zu erkennen. Doch das so offensichtliche zu erreichen erfordert auf dem Fußweg größere Anstrengungen. Nach unzähligen Pausen unter einer der wenigen schattigen Plätze haben wir gegen 13.00 Uhr eine Quelle erreicht die ein wenig vor sich hin blubberte. Wir fischten aus einem kleinen Tümpel mit unserem Topf. Dann ging es auf die letzten 8km hinab. Der Wind fegte einen manchmal zur Seite. Die Füße taten einfach nur noch und man ging stillschweigendndie nötigen Kilometer. Bei jeder Pause habe ich natürlich gegessen. Bis zum frühen Nachmittag hatte ich die ganze Chipstüte fast vertilgt. Einfach zerkleinert und dann in den Rachen fließend kommen so schnell über 1200kcal in den Motor. Und der braucht das. Schon 5 Minuten nachdem ich ein Snickers oder etwas anderes verdrückt habe, habe ich bereits wieder Hunger. Naja, wir erreichen gegen 15 Uhr den eindamen Wasserhahn am Fuße des Bergmassivs. Wir trinken so viel wie möglich und packen jeder 4 oder mehr Liter auf den Rucksack. Über die Berge kommen nun tiefe schwarze Wolken die uns für den Abschnitt durchs Tal Schatten spenden. Besser gehts nicht. Nach der ausgiebigen Pause fühlen sich alle fit und wir können nach kurzer Dauer eine Cola in einer Kühlkiste am Wegesrand mitnehmen. Sehr erfrischend aber nach der Druckbetankung etwas schwierig zu trinken. Der Abschnitt bis zum Highway ging durch buschiges und sandiges Gelände. Schön gerade aber im Sand zu laufen ist ansgrengend. Wir erreichen den Highway und finden in der Unterführung wieder Trsilmagic. Ich hatte mir schon auf dem Hinweg überlegt was ich mir in der Stadt zuessen kaufe. Eine Banane welche in der Box lag war ganz oben auf der Einkaufsliste. Jeder noch einen halben Liter getrunken und dann haben wir uns auf die Suche nach einem passenden Zeltplatz gemacht. Nach cs. 1,5 km haben wir in einer Senke unsere Zelte aufgeschlagen. Der Wind bläst wie verrückt und ich koche schnell mein Abendessen. Um 7 gehe ich ins Bett und versuche auf der luftlosen Matratze Schlaf zu finden. Die Zeltwände werden hin und her geschmissen. Ich dachte mir zerreißt es gleich das Zelt. Naja, der 3200er auf dem ich gedtern noch Stand ist jetzt in dunkle Wolken gehüllt. Hoffentlich gehts den Leuten da oben nicht all zu schlecht. 

​Gewandert:  37,2 km

PCT gesamt: 338,9 km 

Tag 11 Idyllwild – Fuller Ridge

Heute morgen ging es gemütlich los. Frühstücken, telefonieren, einkaufen, Steigeisen von der Post holen. Um 11 bin ich dann los Richtung Humber Park. Von hier geht der Devil Slide Trail 500 Höhenmeter in 4 km hinauf. War recht angenehm zu laufen und hatte schöne Ausblicke auf das Tal. 300 weitere Höhenmeter hatte ich bereits bis zum Parkplatz zurück gelegt. Zurück auf dem PCT habe ich erstmal eine ausgiebige Mittagspause eingelegt. 200g Tunfisch in Wraps verpack und meinen Zeh in ein Pflaster. Habe bei meinem 50km Marsch eine kleine Blase zwischen zwei Zehen bekommen. Aber nur wegen dem ganzen Dreck. Dann ging es um 13.30 weiter auf dem PCT. Steil hinauf mit großen felsigen Stufen. Die ersten Schnee Felder waren bereits im Weg. Bis auf den schweren Rucksack und gewisser Müdigkeit ging es ganz normal vorwärts. Es hat auf jeden Fall länger als gedacht gedauert bis die 3 km hinfällig waren. Dann bin ich allein zum San Jacinto aufgebrochen. Auf der sonnenabgewandten Seite lag noch viel Schnee. Ich zog meine Steigeisen an. Der Trail war nicht mehr zu erkennen. Verschiedene Spuren führten überall hin. Ich kam vom weg ab und bin per gps irgendwann wieder auf den Trail gestoßen. Es ist mega anstrengend. Man rutscht die ganze Zeit. Versinkt tief oder schliddert einen kleine Hügel hinab. Den Gipfel habe ich gegen 16:00 Uhr erreicht. Auch den 1Weg dorthin habe ich quer Feld ein bestritten. Einfach gerade aus hoch. Man konnte nichts erkennen. Mit jedem Höhenmeter schwand auch der Sauerstoff. Ich war ganz ordentlich am pusten und musste jede 10 Schritte am Hang pause machen. Der Mund und Rachen wurden ganz trocken. Naja, ich stand irgendwann oben habe die verdiente aussicht genossen und mich ehrlich gesagt schnell verpisst. Es war mega windig und super spät. Für die restlichen ca. 3km Abstieg habe ich 2 Stunden gebraucht. Ich dachte auf der Sonnenseite wird nicht mehr so viel liegen. Pustekuchen. Alles weiß. Ich bin wie ein Blinder auf einem Parkplatz die eine Laterne suchend so gut es ging dem trail gefolgt. Das handy stets in der hand jede minute den standort checkend. Zum Schluss bin ich dann soweit abgekommen das ich einfach dem flusslauf bis auf den pct gefolgt bin. Da kam mir gerad eine Gruppe entgegen die ich erstmal nach dem weg gefragt habe. Ich stand wirklich auf dem richtigen trail und hatte es geschafft. Alter war ich froh das ich wieder unter leuten war. Das war dann zeitweise doch unangenehm. Vor allem wenn es dunkel wird. Na ja ich bin den leuten dann erstmal gemütlich und glücklich hinterher geschlappt. Nach dem sich einige lang gemacht haben bin ich dann vornweg und wollte Rattler einholen. Der wollte irgendwo 5km entfernt schlafen. Ich wieder in den 1 Gang und ab die Post. Das hat dieses mal echt Kraft gekostet. Dieses schneelaufen ist der fettbrenner schlecht hin. Ich schlag mich also wieder durch den Schnee nachdem ein größerer Teil gut zu laufen war und komme gerade aus dem Busch steht Rattler schon da. Dick eingepackt verdrückt er die letzten reste vom abendessen. Tolles Gefühl ihn zu sehen. Wir fallend uns grinsend und freudig in die Arme. Ein anderer Hiker ist auch bei ihm. Ich berichte von meinen Strapazen auf dem Gipfel. Baue mein Zelt auf und fange an zu kochen. Meine Schuhe sind total nass. Meine socken hängen zum trocknen. Nach und nach schaut auch die andere Gruppe vorbei und sucht sich Zeltplätze. Die können auch nicht mehr und es ist schon 7 uhr durch. Bis zum nächsten Zeltplatz ist es noch mehr als 5km. Das bei Schnee und Eis. Nein danke. Ich bin einfach froh wieder bei meinen Homies zu sein. So einen Ausritt brauch ich nicht nochmal. Wenn man keine Wege sieht ist man allein mindestens einer zu wenig. Jetzt schlafen wir hier auf 2640m weil wir es nicht weiter geschafft haben. Der Wind bläst sehr stark. Es sind immer hin noch 4 Grad Plus. Hoffentlich halten die Heringe und uns fällt kein Baum auf den Kopf. Morgen gehts um 6 los. Damit wir den scheiss hier hinter uns bringen. Muss noch irgendwo wasser finden. Die nächsten 30 kilometer soll es anscheinend nichts geben. Ich hab noch 1,5 Liter. Könnte gehen aber wird ungemütlich. 

Gute Nacht

​Gewandert:  21,4 km

PCT gesamt: 301,7 km

Tag 10 Umleitung X – Idyllwild

Heute bin ich um 5.50 aufgestanden. Meine Nachbarn waren auch schon am packen. Um 6.15 gings dann los. Gemütlich die ersten Sonnenstrahlen an den Berggipfeln ausmachend wanderte ich über die Straße. Von gestern merke ich nichts. Nach einer Kurve geht es steil bergauf. Ich schieße ein paar Fotos und komme bald in den Abstieg nach Idyllwild. Ich treffe noch einen Ranger und Spaziergängerin. Die ersten Häuser liegen in dichtem Nadelwald. Hier und dort ein Holzhäuschen. Tausende Eichhörnchen tunmeln sich hier. So geht es weiter ins Tal. Einzelne Häuser in viele Wald. In der Stadt gehe ich erstmal Frühstücken. 3 Pfannkuchen und 4 Speckscheiben. Dabei treffe ich mein meine österreichischen Freunde. Ich bekomme die neusten News und gruselige Klapperschlangen Geschichten mit beinahebiss. Zum Glück ist alles i.O. 
Viele der Hiker die ich getroffen habe sind vom Paradise Cafe aus gehitched. Haben also das Auto genommen um den elendigen Straßenabschnitt zu überspringen. Ich kanns ihnen nicht verübeln. 

Nach dem Frühstück schnell zum Campingplatz, 20 Minuten heiße Dusche, 10 Minuten Zelt aufbauen und dann wäsche waschen. 2 Portionen, so kann ich alles waschen und die Socken wasche ich sowieso 2 Mal. Treffe überall Hiker und nette Leute die mir Kekse schenken. Jetzt suche ich Wifi und entspanne. 

Wir sitzen beim BBC und trinken etwas. Nach und nach kommen immer mehr Hiker. Es ist eine gemütliche Runde. Nur meine Rippchen lassen auf sich warten. Fanach gehts zurück zum Zeltplatz. Ich hänge die meiste Zeit mit Paul und Raddler herum. Begleite sie in die Wäscherei und wir gehen zum Abendessen einen Burger verdrücken. Ich bekomme wieder Nasenbluten. Vielleicht liegts auch am Kaffee den ich heute Morgen wieder reichlich hatte. Diesen lasse ich morgen mal weg. Danach gehtd direkt ins Bett es ist schon fast neun…  Da haben wir uns aber gehen lassen 😀
​Gewandert:  8 km

PCT gesamt: 286,3 km