https://youtu.be/-nL5juEXwGY
Gewandert: 16,6 km
PCT insgesamt: 1538,5
Return/ McCabe
Habe beim einschlafen von Bären geträumt. Mit Kopfhörer konnte ich die nächtliche geräuschkulisse dämpfen und habe zum ersten mal fast durch geschlafen. Um 4.20 dann wieder aufstehen. Es ist nicht so kalt wie gestern. Der Mond steht noch über den Bergen als wir gegen 5 los ziehen. Ich führe die Gruppe durch rin Waldstück hinab zum Fluss. Diesen können wir auf einer Holzbrücke überqueren und wir laufen über Schnee weiter am Fluss entlang. Wir sind ein wenig ab vom Trail und ich fsnge an links den Berg zu besteigen. Wir passieren einige enge Stellen und steile Passagen. Als das Tal schon unter unseren Füßen müssen wir nochmals einen langen und steilen Hang zwischen zwei Felsformationen absteigen. Nicht alle sind mit dieser Situation merklich zufrieden und setzen ein wenig Angstschweiß im Gesicht an. Aber wir kommen alle heile und ohne Sturz unten an. Hier treffen wir auch wieder auf Spuren den wir in den Wald folgen. An einem schönen Platz machen wir nach einer Stunde und 1,7 km die erste Pause. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen und es wird kälter. Die letzten paar Schritte ins Tal suchen wir uns zwischen Traul und Schnee immer wieder aufs neue. Das Tal ist wunderschön. Ebene Grasflächen. Ein Fluss der sich schlängelt und kristalklar den Flussboden zeigt. Rechts und links hohe Berge mit vielen Steinen und Bäumen. Wir laufen durch so gut es geht auf einem markiertem Trail der aber sehr oft unter Wasser steht. Der Weg ist mit dem Spaten ausgestochen. Immer wieder kommen wir durch kleine Tannenschonungen und hier und da kommen Felsen aus dem Boden. Gegen 7 geht in Tal auch die Sonne auf und der Ort verschönert sich nochmals um ein vielfaches. Von den leicht gefrorenen Tümpeln steigt der Nebel hinauf und die ersten Murneltiere schauen aus ohren Behausung. Wir laufen so voller Freunde einige Kilometer durch das Tal welches sich sehr lang zieht. An einer tollen Wasserrutsche aus Granit machen wir in der Sonne pause. RockDoc hat Probleme mit ihrem Knie und wird von Griz mit Kinetischem Bandagen betreut. Wir laufen wieter und laufen nun auch öfters über glatte Festplatten. Durch einen dichten Wald verlieren wir unter zu viel Schnee den Trail und landen wieder auf einer großen wassergetränkten Wiese. Rechts läuft ein junger Hirsch. Wir warten auf RockDoc und Griz und machen wieder eine Pause. Wir queren einige Flüsse auf Baumstämmen oder Brücken. Da ich sowieso nasse Füße habe laufe ich durch alles hindurch. Nach dem Lyell Creek legen wir unter einem Baum die Mittagspause ein. Auf der naheliegenden Straße die noch gesperrt ist treffen wir zwei Ranger. Kurzer Smaltalk über die gefluteten und zerstörten Brücken vor uns und wir laden am Trailparkplatz unseren Müll in die Abfalleimer. Es geht weiter über große Wiesen. Links liegen schneebedeckte Berge und große Granitpfeiler. Auf der anschließenden Schotterstraße treffen wir noch zig Rehe an die auf den benachbarten Wiesen stehen. Das Gelände wird jetzt steiniger. Wir laufen über Steinstufen und an Nadelbäumen vorbei die insgesamt ein stimmiges Bild abgeben wie ich mir es für diesen Part auch vorgestellt habe. Leider stoßen wir immer wieder auf größere Schneefelder. Die kalten Flüsse sind hier zum Glück nicht zu hoch und wild. Neben uns liegt aber der Tuolumne der mindestens doppelt so groß wie normal ist. Wir laufen und laufen und Griz meldet Erschöpfung an. Wir queren noch den letzten Fluss für heute und schlagen die Zelte direkt dahinter und am Tuolumne River auf. Wie kühlen unsere Füße im Wasser und genießen die Sonne. Bauen die Zelte auf und kochen gemeinsam vor meinem Zelt. Danach macht sich jeder fertig und wir verschwinden im Zelt. Ich hatte das Gefühl, dass der überquerte Fluss während unserer Anwesenheit ansteigt und hab eine Markierung gesetzt. Und tatsächlich. Er steigt und steigt. Wir haben natürlich alle ein paar Meter weiter auf gerade getrocknetem Flussbett unsere Zelte aufgebaut. Ich beobachten das Wasser und muss wahrscheinlich auch mal heut Nacht kurz den Pegel checken 😉
Wie ärgerlich wenn wir heut Nacht noch umziehen müssten. Gute Nacht 19:00 Uhr
20:30 Uhr ich checke den Pegel. Das Wasser hat beinahe meinen ersten Hering erreicht. Ich ziehe neben Rattler…. Verrückt. 😀 Hoffentlich müssen wir alle heute Nacht nicht noch einen Platz suchen.
Gewandert: 21,5 km
PCT gesamt: 1521,9 km
Habe heute Nacht von einem Bären geträumt der an meiner Zeltwand anklopft. Um 4.20 habe ich mich dann angezogen und meine Sachen bei – 4 Grad gepackt. Die Füße waren eiskalt. Um 5 sind wir dann los. Die Füße wurden wieder warm und auch dem Körper wurde durch die Bewegung eingeheizt. Wir liefen das Tal weiter hinauf. Durch dichte Wälder schlugen wir uns über Schneehügel und Feuchtwiesen. Wir passieren einige kleine und zugefrorene Seen bevor wir an den Abfluss von Thousand Island Lake kommen. Der Fluss ist teilweise offen und wir laufen an der Flanke entlang. Unter uns der offene und reißende Fluss. Wir klettern eine Geröllwand hinauf um nicht über den Fluss laufen zu müssen. Es war nochmal richtig kalt da der Wind wie in einem Windkanal blies. Oben angekommen machten wir auf 3001 m eine Frühstückspause. Danach führte ich die Gruppe am Thousands Island Lake vorbei und wir machen uns auf den Anstieg zum Island Pass. Es gab viele kleine Löcher im Schnee die durch die Sonne entstehen. Es ist wirklich anstrengend. Ich laufe und laufe bevor ich realisiere, dass ich die Gruppe gar nicht mehr sehen kann und warte. Der Pass ist ohne Kletterei und wir bemerken den Übertritt nicht. Wir fallen in ein Tal und ich versuche die geschmeidigste Route durch den Wald zu finden. Unten legen wir wieder eine Pause ein. Schließlich haben wir schon ca. 6 Meilen bis 9 Uhr erledigt. Ich setzte mich und vergesse mein Handy in der Jacke. Mir fällt es gerade ein als das Glas zerspringt. Ich brauch auf jeden Fall Ersatz aber es wird vorerst noch halten. Über den Davis Creek finden wir noch Schneebrücken und ich fange an den schon nassen Schnee im Anstieg zum Donohue Pass zu bezwingen. Es ist sehr sehr mühsam da wir immer mehr mit den Sonnenlöchern zu kämpfen haben. Wir lassen ein paar Bäche rechts liegen und quälen unsere Knie und Knöchel den Berg hinauf. Die Sonne bruzelt dabei unerlässlich auf uns hinab. Wir finden nur selten Schatten unter ein paar Bäumen und alle sind froh als wir auf halber Strecke eine Pause einlegen. Wir kommen nur schwer wieder los. Kurz vor dem Pass, wir haben das Tal nun bis zum Ende bezwungen, müssen wir noch ein großes langansteigendes Schneefeld überqueren. Es ist nicht all zu steil doch die Sonne, Schneeverhältnisse und die Strecke lassen uns öfters anhalten. Oben angekommen (3375m) legen wir eine ausgiebige Mittagspause ein und ich verdrücke auch meine 2 extra Wraps von gestern. Nebenher trockne ich noch mein Zelt was heute morgen wieder mit Eis bedeckt war. Gegen 13.50 machen wir uns auf den Abstieg ins Tal und betreten somit den Yosemite National Park Forest oder Wilderness. Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung. Höchstwahrscheinlich erstes. Wir steigen die Schneefelder hinab und ein paar rutschen auch auf ihrem Hintern. Im Tal können wir keinen Schnee sehen. Dafür viele Bäume und Seen. Wir verlieren schnell an Höhe. Der Schnee glänzt und strahlt die Sonnenstrahlen nun brutal zurück. Wir kochen wie in einem Ofen. Nach weiteren anstrengenden Kilometern ins Tal wollen alle das Ende des Tages sehen. Wir suchen eine trockene Stelle und werden direkt an einem Fluss fündig. Es ist erst 14.30 Uhr. Wir gammeln in der Sonne und bauen irgendwann mal die Zelte auf. Danach verschwinde ich auf der Luftmatratze und entspanne dort weiter. Gegen 17 Uhr trommel ich alle zum Essen zusammen und wir kochen zusammen während jeder auf seinem Bärenkanister sitzt. RockDoc erklärt uns anschließend wie die Sierras entstanden sind. Ich glaube ich habe heute zu viel Sonne und zu wenig Flüssigkeit abbekommen. Hab Kopfschmerzen. Um 18.20 liege ich im Bett. Meine Matratze liegt echt schief und ich hoffe ich rolle nicht zu arg in meine Zeltwand. Morgen wieder Start um 5 Uhr. Wir können hoffentlich mal ein paar mehr Kilometer reißen da wir größtenteils schneefrei sind wenn wir das Tal erreicht haben.
Hatte mal wieder super viel Spaß mit dem Team. Wir reden auch über komische Hikertrash Sachen. Schließlich muss jeder mal aufs Klo und das bedeutet bei denen so viel wie: Die Schildkröte in den Ozean entlassen… Es gibt hier echt verrückte Knicks 😉
Gewandert: 18,9 km

Bin schon um 5 aus meinem Bett um noch ein paar Telefonate zu tätigen. Ich bekam dabei einen Kaffee zu meinem Sessel gebracht. Was für ein Service. Bei Spiegelei, Würdtchen und Obstsalat haben wir uns noch gestärkt bevor ich hastig meine Klamotten gepackt habe. Wir wurden von Peaks und seinen Eltern mit 2 Autos zum PostOffice gefahren und ich habe meine Schneeschuhe nach Hause geschickt. Dann sind wir bis zum Mammoth Mt. ski Resort gefahren und haben uns herzlich verabschiedet. Das Wetter war heut Morgen noch super schlimm. Jetzt windet es zumindest nur noch. Wir laufen über eine gefräste Straße einige Meter bis die Räumfahrzeuge aufgegeben haben. Der Schnee ist gut zu laufen und die paar Zentimeter Neuschnee sind sehr grifft. Es windet und wir sind alle ordentöich eingepackt. Nur ab und an kommt die Sonne mal raus. Wir arbeiten uns über den Pass und kommen in ein Tal welchem wir folgen. Mal ist die Straße zu sehen, mal liegen meterhohe Schneeverwehungen vor einem. Auch Lawinen haben teilweise Bäume über die Straße gelegt. Wie laufen so bis zum Agnew Meadows Trailhead. Das Wasser fließt hier überall und wir laufen einfach hindurch. Ich bekomme nasse Füsse. Am Campingplatz machen wir noch eine kleine Pause und ich fange an meine Chipstüte zu bearbeiten. Mir hängt noch essen in einer Plastiktüte vom Rucksack. Auch 2 Gläse Nutella/ Erdnussbutter haben es nur in die Seitentasche geschafft. Die Mädels haben mit dem Gewicht schwer zu kämpfen weichen uns aber nicht von der Seite. Vom Campingplatz schlagen wir uns einen Berg hinauf und folgen dabei einem kleinem Fluss. Die Erde ist wie Sand. Super getränkt im Wasser und msn versinkt sehr leicht. Als wir auf den Trail stoßen können wir hinter uns die tolle Ridgeline sehen die in Eis gefroren ist. Wir laufen nördlich und machen dabei unsere Füße nass. Über kleine Schneefelder, diech Bäche, hoch und runter. Es ist sehr anstrengend und wir kommen nur langsam voran. Auf einer sonnigen Buschlandschaft machen wir Mittagspause. LovelyHeart ist ziemlich fertig. Neuer Rucksack, viel zu hohes Gewicht und der Trail machen sie fertig. Aber nach der Pause geht es weiter. Wir laufen über eine Schneebrücke und suchen den Trail der immer mal wieder irgendwo auftaucht. Rattler voran schreiten wir einfach durch einen breiten Flusslauf und ich muss mir vorher die lange Shorts hochkrämpeln. Brrr.. . wir treffen auf viele rote Felsen die scharf aus dem Schnee ragen. Wie passieren mehrere Schneefelder mit einer garantiert langen Rutschbahn wenn man nicht aufpasst. Wir laufen alle ganz vorsichtig und kommen einer nsch dem anderen wieder auf den Trail. Dieser kommt jetzt immer zwischen den Schneefeldern zum Vorschein. Wir treffen auf Chat der den JMT südlich läuft. Er gibt uns ein paar Tipps für die kommenden Pässe und Flüsse. Wir laufen noch cs. 1 km bis zu unserem Campplatz den wir gegen 16.20 Uhr erreichen. Wir schlagen die Zelte auf einem Stück trockenem Waldboden auf und holen Wasser an einem arschkalten Fluss. Dann sitzte ich mit Rattler zusammen und koche. Die anderen bauen noch auf. Gerade als er erzählt wie er sein Abendessen mal in den Sand gekippt hat schmeiße ich auch meinen Kartoffelbrei vom Kocher 😦
Zum Glück war noch die Hälfte drin. Mal schauen ob wir heute Nacht Besuch bekommen. Dann gesellt sich auch RockDoc zu uns und wir essen gemeinsam. Die beiden anderen essen im Zelt 😉 wie genießen noch ein wenig die Sonne und die Aussicht auf Mt. Ritter hinter dem die Wolken umherziehen. Gegen 18.10 bin ich im Bett. Die Socken und Schuhe sind noch Nass. Ich freu mich mal wieder unterwegs zu sein. Das Team ist wirklich super ausgeglichen und wir haben sehr viel Spaß. Das werden einige aufregende Tage.
Gewandert: cs. 15 km
PCT gesamt: 1480,5 km
Gestern Abend, ich lag schon im Bett, habe ich noch eine Nachricht von Rattler bekommen. Es wird morgen ziemlich schlechtes Wetter geben und wir warten noch einen Tag. Wir sind aber bei Rocks und Peaks eingeladen. Ich packe morgens also meinen Rucksack. Eine Tortur. So viel Essen. Ich habe so langsam Angst, dass meine Trageriemen ausreißen. Der Rucksack musste in letzter Zeit sehr viel mitmachen. Nachdem eine Tüte mit letzten Essensresten vom Rucksack baumelt treffe ich gegen 11 auf die anderen an der Lodge. Hier treffe ich auch auf alte Bekannte. Freebird. Wir checken ein wenig die Routenoptionen und gehen dann zum Mexianer mit John Colver alias Ghost essen. Es schneit und stürmt fürchterlich und wir sind froh das wir nicht da draußen sind. Weiter oben herrscht bestimmt ein whiteout. In der örtlichen Bäckerei kaufen wir noch ein paar Kleinigkeiten für unsere Gastgeber und verbringen die Zeit im Kaffee bis wir um 15 Uhr von Peaks an der Lodge abgeholt werden. Nachdem alle Ruclsäcke verstaut sind scheint der Wagen deutlich tiefer zu hängen. Bei ihnen Zuhause machen wir es uns gemütlich und bekommen bald Besuch von Peaks Eltern. Wir hängen im Wohnzimmer rum und erzählen Trailstories. Zum Abend bereiten wir alle ein mega Essen vor. Tunfisch, Artischocken, Brot, Salat. Es war ein wahres Festessen und eine wunderbare Gesellschaft. Alle Leute sind einfach so wunderbar hier. Nachdem wir uns alle ordentlich vollgeschlagen haben und Rattler seine uns nun schon sehr bekannten Stories alle erzählt hat verschwinden wir gegen 21.30 und nach 3 Kuchen mit Eis in unseren eigenen Betten.
Morgen werden wir dann von Peaks zu einer anderen Lodge am Mt. Mammoth gebracht von wo aus wir bis zum Sonora Pass wandern werden. Geplant 10 Tage + 1 Reserve. Also spätestens nach 2 Wochen sollten wir wieder da sein.

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