Tag 15 – Fontana Dam Shelter

Nachdem ich die letzten Tage damit verbracht habe, mich mit über 20 HotDogs, mehr als 10 PanCakes, Kiloweise Fries und Getränken vollzustopfen. Geht es heute ziemlich früh aus den Betten.  Aber kein Problem,  Kaffee gabs bei FG auch schon ab 6.30. Also Sachen aus dem Shelter getragen, um den Rest der Meute nicht zu wecken und dem Sonnenaufgang zugeschaut.  Gegen 8.20 bin ich dann los. Mit 7 Kilo Futter für die nächsten 8 Tage. Jetzt wo ich das schreibe hoffe ich, dass ich alles esse obwohl wir bestimmt weniger Tage brauchen.
Das Wetter sollte gut werden,  aber vom Damm aus waren die anliegenden Smokys in dichtes weiß gekleidet.  Um dorthin zu gelangen,  musste ich den Damm überqueren.  Allerdings musste dazu ein Bauzaun überwunden werden.  Denn die ersten 30 Meter waren Baustelle. 
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Danach folgte unter bedeckten Himmel der Weg über Asphalt zum Eingang der Smokys, andem man auch seine Permit einwerfen musste.
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  Der folgende Anstieg führte in mir nicht zu hochstimmung. Es war frisch, der Rucksack unmenschlichen schwer,  ich hatte eine 48h Fressorgie hinter mir und wollte einfach chilln und essen.
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Aber wie das so ist, weiß man das es besser wird. Also bin ich in die Wolken gestiegen um nach 2000 Fuß wieder daraus aufzutauchen.
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Die Sonne kam raus und vertrieb langsam den dichten Bausch aus den Bäumen.
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Auf einem Feuerturm konnte ich dann einen 360º Blick bis zum Clingmans Dome genießen.  Allerdings war es mir doch ein wenig hoch.
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Den weiteren Tag verbrachte ich im Sonnenschein und auf schönen flachen Wegen. Ab und zu kam mal ein kleiner Hügel,  aber nichts was mich groß erschüttert hätte.  Aber es war wieder heiß. Dafür liefen mir zwei prachtvolle Rehe über den Weg, die unbekümmert grasten und dann im Dickicht verschwanden.
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Am Mollies Ridge Shelter machte ich dann Mittagspause mit Wraps mit Chiliwurst und Mayonnaise.  Danach ging es weiter zum Russell Field Shelter an dem ich einen Apfel bekam. Von dort waren es nochmal  gute 60 Minuten bis zum finalen Shelter an dem ich gegen 16.30 ankam. Mich erwart bereits Dirk aus Deutschland,  mit dem ich erstmal ein Schwätzchen halte,  bevor der Rucksack abgenommen wird. Er hat ein Visum für ein Jahr bekommen!
Danach gibts Essen und Helene Fischer aus seinem Handy!  Dabei bin ich 6000 Meilen gereist um dies am Arsch der Welt zu Gehör zu bekommen 😉
Lonestar wollte auch noch vorbeikommen.  Er startete gegen 9.30 am Damm und wollte mich einholen. Bis jetzt ist er noch nicht aufgetaucht. Eigentlich habe ich keinen gesehen,  der vom Fontana Hilton gestartet ist.
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Gewandert: 16.8
Insgesamt: 182.7 + 8.8
Wetter: anfangs bewölkt,  dann sonnig

Tag 14 – Fontana Dam Shelter

Nachdem ich den letzten Zero hochgeladen hatte, ging es wieder zurück zum Hilton. Fresh Ground war immer noch da und drückte mir bei Ankunft direkt zwei weitere HotDogs in die Hand. Den weiteren Nachmittag verbrachte ich damit noch mehr HotDogs zu vertilgen und nach dem Höhepunkt, Spagetti Bolo in den Schlafsack zu kriechen um ab und zu ein leises jammern von mir zu geben. Ich hab gerade noch die zwei Meter in den Schlafsack geschafft,  denn fresh ground hatte den Topf in den Shelter geholt. Ich konnte nichts mehr. Vollgestopft bis oben hin 🙂
Den restlichen Abend hat uns Caraoke dann noch Gruselgeschichten erzählt. Wie im Ferienlager 😉
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Gewandert: 0.0
Insgesamt: 165.9 +8.8
Wetter: regnerisch

Tag 13 – Fontana Dam Shelter

Heute ist der Zero. Also bleibe ich erstmal liegen, während die anderen das Shelter in einen tobensen Ameisenhaufen verwandeln.
Also der Duft nach Kaffee und Pfannkuchen zu mir weht, bin ich allerdings schnell in der Warteschlange.  Trailmagic mit Mittag/ Abendessen und Frühstück! Stellt euch das mal vor. FreshGround campt dort mit Tarp und voller Ausrüstung und verpflegt eine Meute die mehr verspeist als alles andere was ich kenne. Die Pfannkuchen sind der hammer! Mit Bananen und Nüssen gefüllt,  verziert mit Butter und einer Menge an Sirup!  Für vegetarische Wanderer gibt’s extra Wünsche erfüllt. Das Wetter ist leider gekippt.  Es gibt wieder ein paar Tage Regen. Aber das juckt hier keinen mehr. Regenjacke an und los geht’s.  Ein Großteil ist nach dem Frühstück auch schon in die Smokys aufgebrochen, aber ca. 8 verbringen den Tag noch am Shelter, sodass ich meinen Rucksack ruhigen Gewissens auch dort lassen konnte während ich wieder ins Village gefahren bin.  Hier gibt’s Strom, gratis Kaffee und W-lan. So hab ich auch die letzten 3 Stunden verbracht. 
Also wird heute nichts mehr getan.

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Gewandert: 0
Insgesamt: 165.9 + 8.8
Wetter: starker Regen, ca.10ºC

Tag 12 – Brown Fork Gap Shelter

Die Nacht habe ich kaum geschlafen.  Das Shelter war mit 6 Personen voll belegt und es gibt immer wen, der mit seinem Schlafsack raschelt,  schnarcht etc. Die ersten sind schon gegen 6.00 aufgestanden und aufgebrochen.  Der Rest ist dann gegen 8 auch unterwegs gewesen.  Zum Fontana Hilton, übrigens ein normales Shelter aber mit Dusche, WC und Mülleimern, waren es nur 12.8 Meilen. Das Gelände war gnädig und der Himmel mit Wolken behangen. Erst am Cable Gap Shelter,  ca. der Hälfte, habe ich eine kurze Pause eingelegt.  Alles kein Stress.
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  Doch dann gings wieder bergauf um die ersten Blicke auf den Fontana Damm zu erhaschen.  Doch wie das so ist  wenn man etwas sieht oder hört.  Es sind noch Meilen und Stunden bis zum erhoffen Ziel. Eigentlich ziemlich ernüchternd, Hügel nach Hügel zu erklimmen,  sich dann vom Damm zu entfernen um in einem weiten Bogen über viele Serpentinen wieder 1000 Fuß abzusteigen. Das hat die Knie wiedermal nicht erfreut.  Nach gefühlt einer Ewigkeit bergab kam ich dann am frühen Nachmittag 1 Meile vor dem Shelter an der NC 28 an. Von dort hatte der Rest schon ein Shuttle organisiert und ich musste nur noch 5 min warten. Wie fuhren ins Fontana Village.  Dort gibt es eine Wäscherei,  eine kleine Einkaufsmöglichkeit, Tankstelle und ein Postoffice. Nicht zu vergessen,  das Resorthotel. Kurz die Vorräte für unsere 6-7 Tage Tour aufgestockt und wieder zur Straße bringen lassen. Nach einer Meile erwartet uns das Hilton. Trohnend über dem Wasser mit TrailMagic. Es gibt frische HotDogs, ich hatte 8 oder 9, Bürgerbrötchen mit Tomaten/Fleischsauce. Rund 25 Leute erfreuten sich so den restlichen Nachmittag damit sich gnadenlos den Bauch voll zuschlagen.  Herrlich. Am Abend gab es dann noch einen Film, Dumm und Dümmer, auf dem Laptop bevor alle im Shelter oder Zelt verschwanden. Während des Films kam auch noch ein Ehepaar vorbei und sponsorte jeweils einen Karton Soda und Bier.  Die Menschen rund um den Trail sind wirklich sehr erfüllt,  den Wanderern etwas zurück zu geben, was ihnen der Trail gegeben hat.
Morgen ist dann auch der Zero geplant,  nichts tun und endlich die letzten Tage Blog schreiben nachholen. Dazu war ich einfach immer zu erschöpft oder musste gerade viel essen 😉
Es war auf jeden Fall großartig in so einer großen Gruppe der Völlerei zu verfallen und den ,Nachmittag/ Abend zu verbringen. Ich habe bis jetzt noch keinen getroffen,  der mir wirklich unsympathisch war. Selbst wenn, legt man ein paar Meilen drauf,  oder quartiert sich irgendwo ein.
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Gewandert: 12.8
Insgesamt: 165.9
Wetter: bewölkt, ca. 13-16 ºC

Tag 12 – A. Rufus Morgan Shelter

Nachdem im Lager schon früh Aufbruchstimmung herrschte, haben wir uns dem angeschlot. Denn heute gibt es Frühstück im Nantahala Outdoor Center. Nach nur einer Mile erreichten wir gegen 10 das NOC. Nach einem Besuch im Outdoorladen ging es ins Restaurant.  Nach einem Dorito und einem Bier, es ist schließlich St. Patricks Day, brechen wir gegen 12.00 auf. Die Sonne ist inzwischen schon wieder unerbittlich.  Das blöde ist, wir dürfen direkt von 1750 auf 5062 Fuß aufsteigen.  7.9 Meilen Aufstieg.  Es sind ca. 28 ºC
Zuerst wieder trockenes laub und unerträgliche Hitze.  Am Anfang dachte ich, das wird so nichts heute. Aber irgendwann findet man sich damit ab und freut sich wieder einen kleinen Hügel erklommen zu haben, um dann festzustellen,  dass dahinter noch ein größerer liegt.  Das wiederholt sich hier ständig.  Also mach Laubwald, kamen wir auf der anderen Seite des Berges in einen  grünen Tunnel.  Hier war dann auch endlich die Quelle. Beide  eingezeichneten Wasserquellen davor konnten wir nicht finden und ich war schon 2 Milen ohne unterwegs.  Sehr erlösend. Doch dann ging es richtig los. Keine Serpentinen mehr sondern direkt bergauf.  Das war wirklich steil, 45Grad, vielleicht?! Ab und zu ein Blick zurück ins Tal und das NOC bevor der Cheoah Bald erreicht wurde.
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Am Shelter davor,  dem Sassafras Gap Shelter habe ich noch allein die Mittagspause verbracht,  da Casper, Indiana und Lonestar zurück gefallen sind. Lonestar trifft heute seine Frau und verbringt den nächsten Tag auch noch mit ihr. In Fontana wollen wir dann wieder zusammen kommen und in die Smokys aufbrechen.
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Also gehts für mich im Affenzahn noch zum nächsten Shelter um einen ganzen Zero im Fontana Hilton einzulegen.  Das sind leider noch 9 Meilen und der Tag war schon recht heftig.  Es folgt ein langer Abstieg mit vielen Serpentinen und ab und an ein knackiger kleiner Aufstieg.  Unterwegs treffe ich noch auf Lonestars Frau die ihm entgegen läuft.  Am Stecoah Gap filter ich noch mein Wasser was ich am Locust Cove Gap aufgeladen habe und hole meine Stirnlampe hervor. Es wird langsam dunkler.  Ich bin gut gebrezelt und der letzte Abstieg über 5 Meilen hat sein übriges getan.  Zumindest verdunkeln jetzt auch Wolken ab und an die Sonne.  Das ist gut,  denn meine Lippen lösen sich schon unter Blasen auf. Ich hab zwar einen Sonnenschutzstift für die Lippen benutzt, aber man läuft hier ständig über 1000 Meter über NN und das lässt einem die Sonne nicht ohne weiteres durchgehen.
Gegen 18.20 mache ich mich auf die letzten 2.5 Meilen zum Brown Fork Gap Shelter.  BeCare und Biscuit die ich im Abstieg überholt habe, kommen auch gerade noch rein, verbringen die Nacht aber im Hostel.
Schön an der Bergflanke entlang kann ich die ersten Höhenmeter schnell hinter mich bringen.  Schön geschwungen geht es dann weiter bis ein brutaler Anstieg, gefühlt senkrecht, in den Himmel führt. Steiler habe ich noch nichts erlebt, was als Weg durch geht. Das Stück war zum Glück schnell vorbei und ich konnte mich über leichte Steigungen zum Shelter arbeiten.  Das Shelter lag schon im dunkeln und ich sah kein Licht aus der Ferne.  Ich dachte schon, die Nacht allein verbringen zu müssen,  doch 5 Leute von denen ich schon einige kannte, waren dort. Schnell Essen gekocht und gegen 20.00 Uhr ab ins Shelter gelegt.  Ich war platt!  Die Hitze war schlimmer als gestern, die Berge steiler, die Abstiege länger.  Immerhin kann ich morgen in ruhe in Fontana einlaufen.
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Gelaufen: 15.2
Insgesamt: 153.1 + 8.8
Wetter: kaiserlich, 28-30ºC