Tag 82 – Hamburg

Zum Frühstück schaffen wir es gegen 7.00. Doch das verfügbare WLan lädt zum verweilen ein und wir stehen erst nach 8 mit voll bepackten Rucksack an der Hauptstraße. Gegen 13.00 Uhr soll es ein Gewitter geben.  Mal schauen ob wir bis dahin in einem shelter sind.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landen wir dann am Trail und können den Hügel zur Ridgeline besteigen.  Mit Stöcken funktioniert das auch viel besser.  Das Terrain ist zu Anfang sehr hügelig und wir stoppen am Windsor Furnance Shelter für eine Mittagspause. Der Himmel sieht noch gut aus. Zieht sich aber langsam zu als wir auf die nächste Ridgeline aufsteigen.
An einem Aussichtspunkt, The Pinnacle, nimmt Numbers einen Stein auf und trägt ihn für die nächsten Meilen. Gewicht was in den Taschen getragen wird, ist nicht unbedeutend zum Rucksackgewicht. Beweis abgeschlossen.  Der Stein wiegt bestimmt 10 Kilo.
Wir laufen die nächsten Meilen auf einer Forststraße. Kiwi und ich verfallen im Abstieg dann aber ins Rennen als sich der Donner in immer kürzeren Abständen meldet.  2 Meilen vor dem shelter sind wir dann platt und laufen „normal“ weiter. Es sieht nicht gut aus. Aber immerhin hat es sich den ganzen nachmittag gehalten.  Also flott einen kleinen Hügel hinauf.  Doch dann Ende Gelände!  Von null auf hundert geht es in wenigen Sekunden.  Innerhalb von 5 sind wir bis auf die Haut durchnässt.  Man kann nicht mehr weit sehen und binnen kürzester Zeit bilden sinnflutartige Ströme auf dem Trail. Alles wird mitgerissen und wir stehen bis zu den Knöcheln drin. An der Straße gehen wir weiter und drehen erst nach ein paar Minuten um. Wir haben das Shelter verpasst.  Im Regen laufen wir zurück.  Ein Shelter an der Straße! Soll vorkommen.  Im Eckville Shelter ist Hochbetrieb.  Erst als sich ein paar hiker unter die Dusche begeben und von shuttel abgeholt werden können wir ein Platz im trocknen ergattern.  Aber das war zu diesem Zeitpunkt auch egal. Numbers war natürlich schon da und hat sich gewundert wieer uns überholt hat. Der Stein, nun The Stone of Burden, genannt hat die 5 Meilen auch hinter sich gebracht und unterhält nun das Shelter.
Nachdem der Regen nachgelassen und wir gegessen haben laufen wir noch zum nächsten Shelter. The Stone of Burden kommt natürlich mit. Wir quälen uns noch 7 Meilen über glatte, schmierige Felsen und einen Berg hinauf. Das dem Trail angrenzende Grün schlägt uns dabei oft gegen den Körper.  Es ist nass.
Am Shelter angekommen müssen wir noch ewig zur Quelle laufen. Wir sind bestimmt 20 Minuten unterwegs.  In der kommenden Dunkelheit kochen wir mal wieder und verkriechen uns in unsere Schlafsäcke.

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Gewandert: 22.8
Insgesamt: 1239.7

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