Tag 103 – Williamstown

Auch im abgedunkelten Hotelzimmer bin ich schon vor 6 wach. Frühstück gibt’s aber erst ab 7. Gemütlich drehe ich mich um schaue CNN. Das Frühstück ist nicht schlecht. Nebeb Bageln und Kaffee gibt es auch Doughnats und anderes süßes Gebäck.  Ich treffe auch Drifter wieder. Ihn habe ich zum ersten Mal in den Smokies kennen gelernt. Schön einen anderen ThruHiker zu treffen,  denn auf dem Trail trifft man größtenteils nur auf Sektion und Dayhiker. Der Weg zum Frühstück war zum Glück nicht schmerzhaft. Also kann ich mich zum auschecken vorbereiten. Um 11 werden wir vom Hotel zurück zum Trail gefahren.  Ich steige aus und richte meine Stöcke ein.  Als wir dann weiter gehen steht Rolling Thunder vor mir! Er schaut genauso ungläubig wie ich. Tja, alle haben ein paar Tage Pause gemacht und kommen jetzt vom Greylock Mountain. Gestern den letzten Wanderpartner verloren,  heute alten wiedergefunden. Perfekt! Wir wandern zurück in die Stadt.  Bei Pizza warten wir auf den Rest der Truppe. Brightside, Heat Pack, Buster, Sparkels und Seeker. Wir essen gemütlich und kaufen noch ein wenig im anliegenden Laden ein.  Erst gegen späten Nachmittag laufen wir zum nächsten Shelter los. Voll gestopft mit Pizza und Eis bringt das meinen Magen ganz schön in Schieflage.  Der Anstieg ist lang und die Sonne brennt. Auf dem Bergrücken merke ich dann allerdings wieder meine Füße.  Nicht so gut. Aber die Grenze zu Vermont ist nah, ebenso wie das Shelter. Der Trail zeigt sich für VT von seiner besten Seite!  Schlamm und Matsch so weit das Auge reicht.  Man kann nun wieder den Spießrutenlauf starten. Gehüpfe und gespringe. Gerutscht und Abgerutscht.  Aber nicht so schlimm.  Meine Füße bleiben heute zum Glück trocken.
Am Shelter schlagen alle ihre Zelte auf. Zu viel Ungeziefer in der Luft.  Es stehen am Ende des Abends 12 Zelte und 4 Hängematten! Selbst im Shelter schlafen ein paar.  Es ist full house. Wir treffen auch andere alte Gesichter.  Dizzy, P Diddy oder Giuseppe.  Wir haben unseren Spaß zusammen und freuen uns endlich wieder miteinander zu wandern.  Meine Zweifel am Morgen wie ich ohne gute Freunde nach Maine kommen kann, mit meinen Füßen unfähig die drei Tage voraus gedachten einzuholen, Numbers weg, nur Sektionhiker um mich herum, die anderen weit hinter mir,  sind vergessen. Mal schauen was meine Füße Morgen sagen. Sieht an mehreren Zehen wund aus. Beim nächsten Outfitter wechsel ich auf jeden Fall die Socken.  Die Schuhe halten noch zusammen,  auch wenn sie hier und da den Geist aufgeben.  Möglichkeit vor oder nach den White Mountains das paar zu wechseln. 

Da so viel Gutes passiert ist, habe ich heute auch wieder angefangen zu schreiben.  Nicht das die letzten Wochen mies waren,  aber man kann sich schnell etwas abgewöhnen dessen Arbeit man sich nicht immer machen will. Hat man nach einem anstrengenden Tag die Wahl zwischen Buch lesen, schlafen oder Blog schreiben muss man sich doch zusammen reißen um das durchzuhalten.  Ich habs nicht ganz geschafft und ziehe meinen Hut vor den Bloggern der letzten Jahre. Ich bleib dran! Beiträge kommen

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