Tag 19 Hot Springs Bridge – Trailpunkt X

Da wir ohne Zelt geschlafen habe kam ab und an mal eine Fliege vorbei. Aber dies war mehr als erträglich. Ich habe ohne die begrenzenden Wände meines Zeltes wirklich super geschlafen. Um 6 stehe ich langsam auf. Mike ist schon am Wasser kochen. Ich verdrück mich im Schlafsack um die Ecke und sehe wie der Gast den wir gestern hier angetroffen hsben bereits abzieht. Ich lasse die lange Hose an und wechsel nur die Socken. Esse eine Zimtschnecke und ein Snickers und gehe um 6.30 los. Ich laufe weiter durch das Tal und folge dem Mission Creek. Der Weg ist jetzt begrenzt und ich laufe wie auf einer Mauer. Auch heute traut sich die Sonne nicht wirklich raus. Ich habe also noch meine Regenjacke angezogen. Damit bin ich auf den ersten 8 km bequem unterwegs. Als sich das Tal öffnet überquere ich ein großes Stauwehr. Um zu dem dazugehörigen Stausee zu kommen muss ich zuerst noch einen Fluss queren. Ich ziehe meine Hose aus und die Campschuhe an. Mit meinen Trailrunnern in den Händen gehe ich durch den kalten Mission Creek. Hier gibt’s leider keine heißen Quellen 😉 Auf der anderen Seite laufe ich zuerst weiter und suche mir ein sonniges Plätzchen. Alles wieder retour und weiter gehts. Das hohe dichte Gras am Wegesrand bereitet mir sorgen. Die Schlangen könnten überall sein. Ald sich dss Terrain öffnet und ich den Fluss verlasse geht es in eine größere Ebene. Ich mache mich langsam an den Aufstieg zu den angrenzenden Bergen. Alles ist verbrannt. Teilweise idt wirklich nur gelber Sand und verstorbene Büsche die vereinzelt rumstehen zu sehen. Hier kann man sehr vorausschauend laufen 😉 

Am Berg entlang geht es für einige Zeit. Ich treffe auf den Wanderer von heute morgen und lege gegen 11 eine kleine Pause mit ihm ein. Auf dem weiteren Weg ich, ich bin ganz im Tunnel, seh ich links neben mir nur noch den Kopf einer Schlange. Keine 20 cm entfernt von meine Füßen. Als ich das realisierte war ich schon vorbei. Scheiße hab ich Adrenalin gepumpt. Vorsichtig bin ich zurück und hab noch ein paar Fotos für euch geschossen. Es wsr glaubig keine giftige Schlange. Hat nichr gezischt oder gerasselt. Ab jetzt ging mir die Pumpe und ich vermutete unter jeder Centmünze einen riesen Schlangenteufel. Mit geringem Tempo ging es dann durch das nicht weniger ansehnliche Gelände bis endlich eine Brücke kam. Auf der Straße ging es einige Meter unter dem Damm entlang. Bestimmt 35 Meter hoch waren die großen Felsbrocken aufgehäuft worden. Sah surreal aus als ich um die Ecke kam. Hier traf ich auf weitere Hiker die ich nicht beim Namen nennen kann. Es waren mehr als5. Kurz als wir von der Straße runter waren gab es Trailmagic. Erdbeeren und Wasser. Dann ging es zum Stausee hinauf und ich umrundete ihn bis zur ersten Campstelle. Am Picknicktisch aß ich zu Mittag. Wraps mit Käse und Wurst. Gegen 14.00 Uhr ging es weiter um den Stausee. Es war nicht viel los auf dem See. Aber die Hitze stand hier übel zwischen den ganzen Büschen. Auch mein rechter Fuß kränkelt. Zumindest habe ich am kleinen Zeh eine Blase welche mich an die vom AT erinnert. Da mein Fuß automatisch versucht keinen Druck darauf zu geben fühlt sich meine Wade die ganze Zeit verkrampft an.  Also die Blase habe ich denke ich seit gestern. Durch die Mittagshitze geht es noch weiter durchs Gestrüpp. Nachdem der Trail langsam an Höhe verliert komme ich über ein paar Straßen zu einem Grillplatz. Hier entspanne ich nochmal und trinke so viel wie möglich. Gegen 15.30 beginne ich mit dem letzten Anstieg. Ich treffe Puppy und Flying Andy. Wir freuen uns schon sehr auf den MC Donalds. Das ist schon lang Gesprächsthema. Was kaufe ich ein, was nehme ich mit auf den Trail, etc. 🙂 Hauptsache viel Essen und Kalorien 😀 Der Aufstieg lockt nochmal die Sonne heraus. Meine Arme und Beine sind jetzt gefühlt knusprig. Habe mich schon 3 Mal eingecremt aber das interessiert die Sonne wohl wenig. Ich watschel den Berg hinauf um auf der anderen Seite wieder hinab zu steigen. Als ich kurz meine Nase berühre fängt sie wieder an zu bluten. War schon bei der zweiten Mittagspause so. Ich laufe weiter hinab bis zur Wasserquelle. Der Trail ist hier dicht bewachsen. In der Ferne ertönen Zugsignale. Ich lade 3 Liter auf meinen Rucksack und lassen einen nach einem Kilometer wieder laufen. Einfach zu schwer und ich komme mit 4 Litern locker hin. Wooky und Rattler sind gestern an den Hot Speings geblieben. Ich werde sie wohl nicht vor Wrightwood wiedersehen. War also mehr oder weniger allein unterwegs heute. Habe aber nicht das Gefühl, dass ich auch allein irgendwo campen muss. Ich laufe als immer weiter hinab und lasse ein paar leere Zeitplätze hinter mir. Dies wird belohnt. Ich treffe Large Pizza und2 weitere am Cowboy camping in den Büschen. Dies ist zwar nicht der Zeltplatz zu dem ich wollte aber es sind nur wenige 100 Meter unterschied. Ich geselle mich zu ihnen. Koche ausnahmsweise mal Knorr Nudel mit Parmesan und Kartoffelpüree. Als Nachtisch gibts noch ein paar Scheiben Wurst und KitKat. Dann mache ich es mir im Schlafsack bequem und schreibe den Block. Morgen kann ich schon updaten wenn ich zum MC Donalds komme. Nur ca. 10 km. Kann also gegen 8.30 da sein wenn ich gemütlich mit dem Tag beginne. Um 11 gibts blaube ich erst Burger. Es stehen morgen wieder cs. 42km auf dem Programm. Allerings mit ca. 1700m Höhenmetern Aufstieg. Das wird richtig knackig. Weiß nicht ob das Zeitmäßig hinhaut nach dem MC Besuch. Mal schauen ob ich dann überhaupt noch den Hüftgurt geschlossen bekomme.

War wirklich wieder ein anstrengender Tag. Hat sich aber gelohnt durch zuhalten. Viele neue Gesichter eingeholt und meinem Plan inklusive MC deutlich näher 🙂 Liebe Grüße

Gewandert: 40,6 km

PCT gesamt: 539,6 km

Tag 18 Little Bear Springs – Hot Springs Bridge 

Den Wecker um 5.50 habe ich getrost ausgeschaltet. Es war zu gemütlich und meine Gedanken zu schön um diese zu verwerfen. So schlummerte ich noch ein wenig vor mir hin. Bei +1 Grad baute ich das Zelt ab ubd zog mir noch das Fleece über mein T-Shirt. Es war richtig kalt als ich um 6.40 los bin. Ich glaub ich hatte blaue Hände bis ich endlich die Sonne erreicht habe. Neben dem Fluss entlang ging es mit vielen Flesen unter den Füßen und zur Seite vorwärts. Im Bach konnte ich einen Bieber ausmachen. Das war toll. Es war größten Teils bewölkt. Durch das Tal ging es ziemlich lang durch schönes Gelände. Viele Boulder und Bäume. An den Bergflanken lagen viele Bäume umgeknickt. Nach ca. 2 Stunden fühlte ich mich irgendwie dösig. Meine Augen waren auf Halbmast. Hatte wohl zu wenig getrunken und war ein wenig neben mir. In der Ferne konnte ich große Berge mit Schnee ausmachen. Gegen 12 bin ich an einen Bach gekommen und habe mit Mike und Bethany Mittag gemacht. Ich war immer noch kaputt. Am Deep Creek entlang ging es dann den gesamten Nachmittag entlang. Die Schlucht war sehr beeindruckend. Durch die 20 km am am Vormittag war ich schon ziemlich platt. Als die Möglichkeit kam wieder Wasser zu holen habe ich eine ausgiebige Pause eingelegt. Später kam dann Nasenbluten hinzu. Als ich dann später um eine Ecke bog und an einem Busch vorbei kam rasselte es auf einmal. Ich schrie auf und hüpfte wie ein Kängeru zurück und rsnnte erstmal 3 Meter zurück. Dann langsam geschaut wo die Klapperschlange sitzt. Dabei hat sie immer wieder geklappert. Es war nur eine kleine aber ich habe mich übel erschrocken. Die nächsten Kilometer bin ich dann ziemlich langsam und vorsichtig gegangen. Die Stöcke vornweg und jeden Busch schüttelnd. An den Hot Springs angekommen hole ich erstmal Wasser und koche zu Abend. Es ist 17.20 Uhr. Mike und Bethany kamen dann auch und ich bin mit Mike in den heißen Pool gegangen. Großartig. Richtig heiß und entspannend. Endöich wieder sauber. Rattler und Wooky trudeln dann auch ein. Ich gehe mit Mike und Bethany noch ein paar Meilen da es hier verboten ist zu campen und zu viele Leute hier rumhängen. Nicht nur Hiker sondern vor allem Dayhiker und komische Gestalten. Ich fühl mich nicht wirklich wohl auch wenn dies ein super Platz ist. Wir suchen uns was ruhiges für die Nacht. Wir wandern in die Dämmerung und kommende Dunkelheit. Nachdem wir eine Brücke queren suchen wir uns einen Platz hinter ein paar Bouldern und schlafen unter den Sternen. Ich sehe tausende und gleite in den Schlaf.

Gewandert: 40,6 km

PCT gesamt: 499 km

Tag 17 Big Bear Lake – Little Bear Springs 

Ich bin dann mal weg 😉

Der Tag hatte eigentlich recht früh angefangen. Trotzdem war ich nicht ansatzweise fertig als Rattler und Woogy zum Frühstück vor der Tür standen. Ich hab sie losgeschickt und wir wollten uns auf dem Trail treffen. Ich hab also meine Sachen verstaut, wsr noch kurz Gas und Frühstück kaufen. Zimtschnecken mit 500kcal das Stück. Ein Traum 😀 

Dann habe ich mir noch einen Betboil bestellt. Mein Kocher zieht auf diesen Höhenlagen so viel Gas das ich wirklich soweit bin in etwas schwereres zu investieren. Abgesehen vom Verbrauch bin ich auch schneller mit kochendem Wasser am Start. Das erleichtert den Ablauf am Abend wenn man spät ins Camp kommt oder zwischendurch mal was kochen will. Dann gab es noch eine Runde Postkarten nach Deutschland, Fotos der letzten Tage, Beantwortung von Kommentaren etc. Die Zeit vergeht schnell. Natürlich hab ich auch viel Zeit mit meiner Freundin via Videotelefonie verbracht. Alles in allem bin ich dann erst gegen 10:20 aus der Lodge raus. Über die Hauptstraße bin ich bis zur Bushaltestelle gelaufen und hab den Daumen raus gehalten. Kein Grund nicht anzuhalten. Meine Klamotten glänzten nur so in Ihrer ursprünglichen Farbe und der Duft muss die Autofahrer bestimmt schon Meilen vorher in die Nase gefahren sein. Nach 5 Minuten saß ich im Auto, machte 10$ locker und ließ mich während einer netten Unterhaltung zum Trail fahren. 

Der Rucksack wiegte sich schwer gegen meine Hüften. Der Anstieg zum Gold Mountain war sehr steinig. Jedoch gab es hier und dort ein paar Bäume die den ersehnten Schatten spendeten. Ansonsten war es schon super knusprig als ich gegen 11:05 Uhr los gewandert bin. Mein Nacken schmerzt und ich halte jede Stunde un eine neue Schicht Sonnencreme aufzutragen. Wenn ich mein Buff trage kommt meist doch ein Spalt Haut zum Vorschein der gnadenlos gekocht wird. Sieht ziemlich komisch aus, so ein Streifen im Nacken. Bevor es aber überhaupt auf den Gold Mountain ging konnte ich erstmal entspannt und recht geradlinig was die Höhenmeter angeht 3,5 Kilometer an einer Bergflanke entlanglaufen. Die Landschaft gefällt mir sehr. Auch der Blick in das weite Wüstental lässt schon etwas erahnen. Der Gold Mountain ließ sich leider nicht von allein erzwingen und so musste ich mit Fußtritten nachhelfen. Ich traf noch einen bekannten den ich am Paradise Cafe kennen gelernt habe. Die Nadelwälder sind der Wahnsinn. Ich liebe diese Art von Natur. An manchen Stellen liegen aber richtige geröllhalden vor mir und die Steine geben schöne Geräusche beim überqueren ab. Vom Top geht es wieder gemütlich Berg ab bis ich zu einem kleinen Fluss komme. Hier treffe ich Pipe, Rattler, Wooky und noch 3 andere Hiker. Ich bleibe mit Pipe zurück und mache um 14:00 Uhr Mittag. Der Rest wandert weiter. Es gibt Wrap mit Tunfischsalat. Dann trinke ich nich einen Liter und fülle nach. Die nächste Quelle kommt erst in 16km. 15 habe ich schon geschafft. Nach 30 Minuten Entspannung und ein paar kräftigen Zügen aus meiner Chipspackung geht es weiter. Der Wald ist jetzt dichter und der Weg so weich und angenehm zu gehen das ich sooo zufrieden bin endlich wieder hier zu sein. Die Bäume, umgefallen oder nicht, drehen sich manchmal beim wachsen. Die äußere Rinde geht also nicht vertikal nach oben sonder schlängelt sich mehrfach um den Baum während sie in die Höhe geht. Höchst interessant. Es fliegen viele Vögel mit blauem Gefieder und schwarzer Kopfhaube umher. Davon gibt es tausende. Ich bin ein wenig enttäuscht noch kein Wild gesehen zu haben. Aber dies ist auch der erste wirkliche Abschnitt mit Wald. Während ich wieder Anstiege kommen auch wieder mehr Steine auf den Weg. Zur Linken kommen tolle Aussichte auf den Big Bear Lake und die dahinterliegenden gepuderten Berggipfel. Während ich die Bergflanke wechsel kann ich ein Tal mit Steinbrüchen ausmachen. Ich durchquere das Tal und hole Rattler und Wooky ein. Wir sitzen am Trail, genießen die Aussicht und Rattler schmeißt eine Runde Zuckerbonbons. Ich mache mich allein auf die weitere Reise. Es sind vielleicht noch 9 km. Ich durchquere das gesamte Tal. Der Wald ist zum dahin schmelzen und der Trail schön geschmeidig in den Berg gefügt. Was für ein toller Tag. Zu letzt öffnet sich das Tal. Die vor mir liegenden Berge sind alle kahl gefegt. Nur wenige Bäume stehen noch und sind nicht ihren liegenden Brüdern gefolgt. In der ferne mache ich riesige Berggipfel aus. Das Tal hinunter geht es ebenfalls sehr entspannt. Allerdings merke ich nun doch schon die Kilometer. Auch gibt es manche Stellen wo stachelige Büsche in den Trail hineinwachsen. Gratis Massage für die Beine. Im Tal ist ein Campingspot mit Fluss. Ich treffe auf einen Wanderer der hier schon 1,5 Tage pausiert weil  er sein Knie verdreht hat. Von den ganzen Hikern die durchlaufen hat er Bandagen, Essen und Whisky bekommen. Ihm gehts in diesen Dingen nicht all Zu schlecht. Ich hole Wasser, baue Zelt und alles auf und fange an zu kochen. Auf den letzten Metern hatte ich ein richtiges Loch im Bauch und freue mich richtig auf die Fertig Aufkochpackungen die mein Abend bestimmen. Mit Wooky, Rattler und dem Verletzten essen wir gemeinsam. Es trudeln noch CookieMonster und 2 andere ein. Auch Adam liegt bereits in seiem Zelt. Scheint ich komme immer zu spät. Morgen wollen wir bis zu den HotSprings wandern. Das wird ein langer Tag und ich freu mich darauf. Es tut gut aus der Stadt raus zu sein. Man kommt nicht wirklich zu etwas. Ich meine ich hatte schon wichtige Dinge zu erledigen. Dennoch nimmt das ein wenig Überhand und ich bin froh wieder in meinem Schlafsack zu liegen. Ich vermisse meine Freundin und Famile. Mehr als auf dem AT. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir in der Stadt soviel Kontakt hatten. Das erhöht die Erinnerungen und Sehnsüchte nach Dingen die man im Moment nicht haben kann nochmal enorm. Jetzt bin ich wieder mit meinen zwei R+W unterwegs 🙂

Gewandert: 31,3 km

PCT gesamt: 459,6 km

Tag 16 Big Bear Lake

Heute steht nur die Planung der nächsten Tage an. Wäsche waschen und einkaufen. Ordentlich Essen gehen und wahrscheinlich doch viel laufen. Big Bear Lake ist eine sehr lang gezogene Stadt 😉

War doch ein langer Tag. Bis man sich mal aus dem Bett bequemt. Dann muss man durch die ganze Stadt tingel um am anderen Ende einzukaufen. Wäsche hilen und nochmals los. Während der Wäscheaktion waren wir nebenan noch Essen. HotDog für mich. Diese Läden sind wirklich strange. Wie hatten 5 Fernseher vor uns. Aber das essen ist immer gut. Ich habe für 3,5 Tage eingekauft. Danach müssten wir an einem MC rauskommen. 🙂 Das wird bestimmt pervers aber ich freu mich drauf ordentlich Fett zu futtern. 

Die nächsten Tage kommen wir an HotSprings vorbei. Das heißt warm baden 🙂

Warten auf den Bus zum shoppen.

Das war gestern vorm Hostel was nie aufgemacht hat. Bin dann gegenüber ins Motel.

Meine Aussicht beim Abendessen

 ​mein essen für die nächsten 3,5 Tage ohne Frühstück. Da hol ich gleich noch süße Stückchen oder so. 

Gewandert: 0 km

PCT gesamt: 428,3 km

Tag 15 Arraste Trail Camp – Big Bear Lake

9:40 Uhr: bin in big bear city. Stopfe mich erst mal mit Essen voll. Dann ein wenig trinken und vielleicht das gleiche nochmal 🙂 

Morgen Zeroday. Bericht kommt 

Bin um 5.55 raus. 0. Grad arsch kalt. Treffe Adam vom ersten Tag packe schnelle und flitze in 2 Stunden 50 Minuten die 16 Kilometer zur Straße. Mache Fotos, wechsel Klamotten und erhasche erste Blicke auf wirkliche Wüstenregionen. An der Straße erwische ich noch MamaMountain die mich nach Big Bear City mit nimmt. Hitche von dort mit einem Russen nach Big Bear Lake. Kaufe im Doller General für 20$ Süßigkeigen und gehen in den Starbucks um Wifi zu bekommen.

10:00 Uhr 

10:20 Uhr

Sehr schnell und unerwartet kann einem das Leben mit voller Wucht treffen. Heute ist dieser Tag. Nachdem die Vorfreude auf die entspannten Tage in Big Bear Lake groß war, konnte mit wenigen Worten meine Freude, mein Appetit, der gewohnte Abstand zur Familie gebrochen werden. Mit tiefer Bestürzung erfahre ich vom sinnlosen Abschied einer geliebten Person und Leserin meines Blogs. 

Da dieser Blog nicht nur für die Guten erfahrenswerten Zeiten sondern auch für die Zeiten welche mich mit großer Last belegen gedacht ist, ist es mir ein persönliches Anliegen euch auch über diesen Verlust und dessen Verbindlichkeiten in Kenntnis zu setzten.  Ich bitte darum keine Einzelheiten zu erfragen sondern um Unterstützung in so, ich muss gestehen, düsteren Tagen. Ich weiß, dass ich viel mit Ironie und Komik verzieren kann. Aber nachdem ich Kaffee und Bagel bei Starbucks bestellt habe und die Nachricht während dessen Verzehr erfahren habe ist für mich die Welt verständnislos geworden. Ich saß heulend im Starbucks, versuchend die entgegenkommenden Worte in Realität unzuwandeln. Aber es war so ein sinnloser und unnötiger Abschied das dies nicht gelang. Mein Beileid ist bei den Angehörigen. 

Rattler hat mir heute Gute Dienste geleistet. Er hat meine roten Augen bemerkt als wir zusammen zum Abendessen gegangen sind. Das ist das Trailleben.  Nehmen und Geben wann immer man etwas braucht. Man bekommt alles was nötig ist von fremden Leuten die man erst ein paar Tage kennt. Das gefällt mir so sehr. Ich habe die beiden alten Säcke mit Soda und Bier begrüßt als sie endlich gegen 16:30 Uhr am Hotel aufgeschlagen sind. Beide waren überglücklich und zu recht stolz auf ihren 32km Tag. Kiwi vom AT kommt morgen nach Big Bear. Bin froh den alten Hund wieder zu sehen. Hab ihn irgendwo auf dem Trail überholt. Wer weiß wo.
Mit Musik ging ich vom Starbucks noch ca. 1,5 Meilen bis zum International Travelers Hostel. Mich plagten Heulkrämpfe und Hyperventilisation auf der ganzen Strecke. Über alles Erreichte empfand ich keine Freude. Ich war einfach nur tief traurig, dass ich den Personen die tausende Kilometer entfernt solch einen schicksalhaftes Ereignis überstehen müssen nicht den passenden perönlichen Beistand leisten kann. Es tut mir von Herzen leid. ❤

Das ist das Übel wenn man es wagt, seine Träume zu leben. Man ist dem Leben nie den Schritt voraus den man sich erhofft. Nur allzusehr geht man mit leichtsinnigen Gedanken aus dem Haus und denkt sich, bis in zwei Tagen. Aber manchmal sind einem nicht einmal Stunden gegönnt.

Über den Verlust einer Person aus dem Bekanntenkreis habe ich mir schon auf dem AT Gedanken gemacht. Zu einem sinnvollen Ergebnis bin ich nicht gelangt. Bricht man ab, fliegt zur Beerdigung, bleibt auf dem Trail? Alles Fragen welche perönlich nur falsch beantwortet werden können. Ich finde keine richtige Anwort welche ich mir später oder einer dritten Person persönlich vorwerfen könnte. 

Ich habe viel telefoniert, auf Grund der Zeitunterschiede aber nicht jeden Nahestehenden über die Lage informiert. Dies ist defenitiv eine Ausnahmesituation welche ich nicht in Worte fassen kann. 

Gewandert: 16 km

PCT gesamt: 428,3 km

Erste Amtshandlung in der Stadt. 😀 

Big Bear Lake besitzt nicht nur einen See sondern auch ein Skiresort. Liegt schließch auf über 2.000 Metern.