Tag 75 Kerrick Creek – Tilden Canyon

In der Nacht hat es weiter geregnet. Ich konnte Dank des Mittagschlaf nicht wirklich einschlafen und war noch bis 20.30 Uhr wach. Geschlafen habe ich aber gut 🙂 .  Wir sind gegen 5 los und haben noch die neusten Updates von RockDoc zu den nächsten Flussüberquerungen bekommen. Es wird auf jeden Fall von den Rangerm abgeraten/ vielleicht sogar verboten den Abschnitt in dem wir gerade unterwegs sind zu wandern. Zu viel Wasser. Ich habe versucht unsere Fußspuren von gestern zu folgen. Es war allerdings schwierig. Wir liefen eineinhalb Stunden das Tal inhauf und ich konnte einen Baumstamm im Fluss ausmachen. Als wir näher kamen war dieser jedoch nicht über den ganzen Fluss gespannt. Wie liefen weiter und ich sah wieder einen. Dieser war groß genug und führte auf eine kleine Insel. Als wir diese erkundeten fanden wir sogar eine Schneebrücke über einen Felsen. Diese war jedoch sehr wackelig. Ich schlug vor diese mit Baumstämmen zu verstärken. Also alle packen an. Ich kletter auf einen großen Felsen und trete den dort verkeilten Baumstamm Richtung Griz und Rattler. Sie hiefen den Stamm über die erste Schneebrücke auf einen Felsen und ich kletter runter. Wir stellen den Stamm auf und lassen ihn über die zweite fallen. Ein Teil bricht weck und Rattler strauchelt auf den Baumstamm. Ich greife seinen Fuß. Das brodelnde Wasser berührt zum Glück keiner. Wir laufen alle hinüber und sind über Kerrick Creek. Wir laufen auf der anderen Seite wieder bergab. Nach kuzer Zeit sehen wir eine riesige Schneebrücke. Diese war vom Trail nicht zu sehen.  Wir kletterten über ein riesiges Geröllfeld und ich hatte meinen Spaß, musste jedoch ab und an helfen. Nach 3 Stunden und 40 Minuten waren wir wieder an unserem Nachtlager.  Wir legten eine weitere Pause ein. Dann machten wir uns auf den Anstieg Richtung Stubbelfield Canyon. Der Aufstieg war gut zu gehen. Der Trail ist meist mit Steinen ausgelegt. Jedoch läuft viel Wasser. Über manche Schneebretter müssen wir aber auch klettern und so manches Loch ausloten. Der Abstieg sollte einen kleinen Fluss queren. Abgesehn davon dass wir wieder ziemlich steil absteigen war der Fluss außer Rand und Band. Ich fühlte mich ein wenig verarscht. Wir arbeiteten uns zur Sommerquerung vor und Rattler probierte sein Glück durch den reißenden Fluss. Er kommt durch und RockDoc und ich laufen den ersten Teil über eine Schneebrücke. Dann gehen auch wir in den eiskalten Fluss. Die Strömung ist sehr stark. Wir können unsere Füße jedoch gegen Steine im Fluss drücken lassen. Alle wechseln ihre Schuhe und dann geht es langsam und vorsichtig bergab. Es liegen viele verdeckte Felsen im Schnee und somit tiefe verdeckte Löcher. Ich suche einen sicheren Weg und wir kommen dem Tal näher. Wieder ist der Trail unter Wasser. Wir schlagen uns deshalb manchmal durch einige Büsche und über Felsen damit wir nicht bis zur Hüfte im Waser stehen. Den Fluss den wir zuerst sehen ist ein reißendet Canyon. Unpassierbar. Wir erkunden die Umgebung und machen uns mit dem Stubbelfield Canyon vertraut. Der Fluss idt sehr tief und mit starker Strömung. Der reißende Canyon fließt in den Stubbelfield Canyon Creek und das halbe Tal ist überschwemmt. Wir können nur schwimmen. Wir verpacken alles wichtige wasserdicht und ziehen und in Unterhose die Rucksäcke auf. Rattler und Griz schwimmen zuerst. Die Strömung reißt sie 20 Meter den Fluss hinab. Als sie an der anderen Seite ankommen raten sie uns ab hier zu queren da die Strömung so stark ist. Wir laufen also auf eine kleine Insel. Das Wasser reicht erst bis zu den Knien, dann wird auch der empfindliche Bereich mit eiskaltem Wasser umhüllt. RockDoc vor mir geht fast total unter und hält sich an einem Baumstamm. Ich kletter auf diesen und LovelyHeart hält sich nun auch noch am Stamm fest der sich nun anfängt zu drehen. Ich komme mit wie im Zirkus vor. Wir kommen auf die Insel und erkunden hier die Umgebung. Rattler und Griz warten auf der anderen Seite. Wir überlegen wo wir am besten von der Strömung wohin getrieben werden. Ich schlage vor einen Baumstamm zu suchen. Wie finden einen und gehen damit zu wasser. Als erste RockDoc, LovelyHeart und dann ich halten uns am Stamm fest. Wir stehen noch Hüfthoch im Gebüsch und schmeißen uns dann in das kalte Wasser. Die Strömung erfasst uns sofort und wir treten was das zeug hält. Wir kommen ein wenig nach rechts und Rattler wartet bereits 15m Flussabwärts im Wasser auf uns. Er kann RockDoc greifen und ich bekomme wieder Boden unter den Füßen. Wir klettern einer nach dem anderen auf einen Baumstamm. Auch am Rand sind wir immer noch in starker Strömung hüfthoch im Wasser.  Wir laufen Richtung trockenen Boden und aalen uns in der Sonne. Es war sehr sehr kalt. An einem Baumstamm hängen wir unsere Ausrüstung auf und machen Mittagspause. Ich wechsel meine nasse unterhose und muss mir den ganzen Dreck den es mir in die Hose gespült hat rauspicken. Um 13 Uhr laufen wir über den nächsten Berg in den nächsten Canyon. Der Trail im Tal ist total unter Wasser. Auch bergauf fließt größtenteils Wasser auf dem Trail. Aber auch hier, super Trail. Mit der höhe gelangen wir aber auch hier immer mehr auf Schnee und müssen den Trail suchen. Von den Bergen läuft nur so das Wasser. Teilweise gibt es richtig große Wasserrutschen die vom Gipfel hinab schießen. Die Sonne bruzelt richtig. Wir machen auf den 3 km bergauf ca. 400 Höhenmeter. Nicht zu schlimm, aber genug um ein paar Pausen einzulegen. Der Gipfel ist nur über Schnee zu erreichen und ich stapfe durch das nasse etwas hinauf. Hinter uns im Tal ziehen wieder Wolken auf. Auf dem Gipfel machen wir eine Pause. LovelyHeart ist bedient. Wir müssen noch ca. 1,1 km den Berg hinab bis wir am Tilden Creek Canyon sind. Es ist anfangs steil und wir müssen eine Klippe umgehen. Danach flacht sich das Gelände schnell ab und wir kommen zum Tilden Creek. Ich nehme ein Video auf und bemerke dabei nicht, dass zu meiner linken eine riesige Schneebrücke liegt. Wir sind super happy und laufen ohne Probleme über unseren dritten Großen Fluss für heute. Wir schlagen direkt unsere Zelte im Schnee auf und trocknen unsere Sachen auf den umliegenden Felsen. Wasser fließt hier überall und wir fangen gegen 5 Uhr an zu kochen. Ich gebe mir eine scharfe Nudelsuppe. Vergleichbar mit Ramen nur mit mehr Kalorien und besserem Geschmack sowie Kartoffelpüree. Griz spielt ein wenig auf seiner Blockflöte während wir auf einem Felsen sitzen und der Kocher brennt. Sehr entspannend. Um 18 Uhr verschwinde ich im Zelt unf schreibe den Block. Nur noch ein paar haarige Flüsse und wir haben uns in Bridgeport ein paar saftige Burger verdient. 
​​Gewandert: 13,2 km

PCT insgesamt: 1586,0 km 

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