Tag 115 – Hexacuba Shelter

Arsch kalt! So siehts wieder mal aus. Da helfen auch keine Socken die man zum trocknen aufgehangen hat und die beim jetzigen audwringen noch ordentlich braune Flüssigkeit absondern.  Immerhin quillt kein Wasser aus meinen Schuhe wenn ich einen Schritt tue. Habe ich vorher abgelassen.
Wetter ist bewölkt, kein Regen.  Aber den braucht man auch nicht um sich völlig einzunässen. Wie das geht? Einfach laufen und schneller als einem lieb ist streicheln einen nasse Tannen und Büsche.  Rutscht man von Steinen in Pfützen. Und und und
Auf Mount Cube und hinab haben wir ewig gebraucht. Keine Aussicht,  aber schöne Wälder und viele Festplatten.
Auf der NH 25A haben wir dann den Trail verpasst und sind mindestens 1km umsonst gelaufen. Zum Trost gab es dann einen wirklich beschissenen Trailabechnitt. Es war wirklich schlimmer als PA. Psychoterror vom feinsten.  Leichter Aufstieg und wirklich nur Wasser. Steine zum treten waren nur unter Wasser zu erreichen.  Trittbretter überschwemmt,  Wiesen geflutet. Im Wald nur Sumpf und Moskitos.  Die Matschabschnitte wurden immer länger und länger. Ich war wirklich angepisst. An der Moonshine Road haben wir kurz Pause gemacht und ordentlich auf die letzten 1.4 Meilen geflucht. Weiter gehts über sanfte Passagen.  Keine Moskitos nur wir beide. Es läuft besser auch wenn uns der Trail die Kraft nur so aus den Füßen saugt. Sind wir etwa nach 10 Meilen schon platt? Ehrlich gesagt: Ja sichaa! Wir sind immer platt.  Natürlich kann man sich für bestimmte Dinge mehr aufraffen als für andere, aber grundlegend sei gesagt unsere Körper laufen ziemlich schnell auf Notstrom. 
An einer Straße machen wir dann eine kurze Pause. Unser eigentliches Ziel Mt. Moosilauke zu besteigen begraben wir stillschweigend im Straßengraben,  während Bauarbeiter unter einer Stromleitung Football spielen. 5 Meilen bis Glencliff und dem Hikerhostel. Ein Blick genügt und ich bin dabei. Also ein Schluck Wasser und ab auf den Mt. Mist. Halb so schlimm. P-Diddy läuft voraus und ich hänge mich einfach dran. So läuft es sich auch im Energiesparmodus wunderbar und schnell.  Nicht nachdenken,  einfach dran bleiben. So sind wir auch schnell oben. Wirklich kleiner Hügel und so beginne ich nun doch zu denken.  Noch 1.7 Meilen!
Abstieg beginnt. Seicht. Keine Probleme.  Entlang der Bergflanke. Irgend einen See rechts liegen gelassen.  Hügel rauf. Steinig runter. Dann im Ohr die ersten Autogeräusche. Doch wir laufen noch ewig an der noch unsichbaren Straße entlang. Hungrig wie sonst nichts.  Lunch haben wir schließlich nicht eingelegt.  Dann endlich.  Noch .3 Meilen die Straße hinauf und wir kommen ins Hostel. Dizzy ist schon da. Ihm geht’s nicht so gut.  Er ist gestern ohne etwas zu trinken 28 Meilen gelaufen um zum Hostel zu gelangen. Dann kam der BlackOut.
Wir gönnen uns erst mal Soda und schieben eine Pizza in den Ofen. Schon nach 1 Stunde laufen Rolling Thunder und Sparkels ein. Die waren noch ein shelter hinter uns. Der verletzte Seeker wird kruzer Hand vom naheliegenden Shelter mit dem Auto abgeholt und alle sind wieder vereint.  Abends gibt es dann noch richtige Pizza und einen Film über eine Menge Marihuana den Brother Lui ausgesucht hat. Er hatte einen Spinnenbiss am Oberschenkel und war für ein paar Tage unter Antibiotika.
Es regnet nun wieder. Doch morgen soll es gutes Wetter geben um in die 4000er der Whites zu beginnen. 

Gewandert: 14.8
Insgesamt: 1790.5

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