Tag 116 – Glencliff Hiker Hostel

Nach einem wirklich üppigen Frühstück mit Speck, Rührei und Pfannkuchen ging es für alle auf den Erwartungsvollen Abschnitt Whites.
Das Wetter war super und so gingen wir die Straße zurück zum Trail. Sofort konnten wir unseren Gleichgewichtssinn unter Beweis stellen und über einen Baumstamm balancieren. Manche auf dem Hintern, manche zu Fuß. Die folgenden Meter waren noch sehr angenehm zu laufen. Schön flach. Dann  führte uns eine Straße Richtung Mt. Moosilauke. Die Abzweigung hatte dann direkt einen überschwemmten Teil Trail für uns bereit. Aber bei dem schönen Wetter und dem tollen Gipfel vor uns, war das nebensächlich. Voller Energie gaben wir nochmal ein paar Zecken die Möglichkeit auf einem kleinen Abschnitt die Beißer auszufahren bevor es in den Wald ging. Auf ca. 4.1 Meilen führte uns nun ein dunkler, felsiger Pfad die knapp 4500 Fuß nach oben. Der Anfang bot dabei noch gemütliche Wege ohne viele Felsen. Das änderte sich aber schnell und man war gezwungen die Beine von Stein zu Stein hüpfen zu lassen. Leider überholten wir auch viele Wandergruppen. Da denkt man direkt, dass es an solch einem Tag auf dem Gipfel überfüllt ist. Aber man ist schnell genug um die großen Gruppen weit hinter sich zu lassen. Der Aufstieg war auf jeden Fall spaßig. Die Aussicht in die Ferne war nur mit ein paar Wolken gespickt. Immer steiler ging der Pfad hinauf bis man schließlich auf dem Bergrücken einen breiteren Trail erreicht, der einen zum Gipfel führt.

Fotos über Fotos, leider ohne meine Kamera. Meine Speicherkarte wird nicht mehr erkannt und somit war es das für mich mit den tollen Fotos.
Nach ca. 1,5 war der Gipfel erklommen und wir machten noch ausgiebig Pause, genossen der Ausblick auf die kommenden Tage und aßen den Rest Pizza.
Der Weg führte uns noch ein wenig über den Berg. Der Abstieg brachte uns dann auch wieder unter die Baumgrenze. Die Bäume sind so klein und dicht, der Trail ausgetreten und steinig. Einfach herrlich. Am Beaver Brook Shelter gab es dann Mittagspause. Ich hatte eine große Packung Kartoffelsalat im Gepäck.
Die Stärkung war nötig, denn der kommende Abstieg am Wasserfall entlang war doch sehr anstrengend. Gefühlt endlos mussten wir uns die steilen und feuchten Passagen entlang eines nicht enden wollenden wilden Wasser bahnen. Über Holzstufen und Eisengestänge konnte man die besonders ausgesetzten Abschnitte meistern. Aber die allein die Länge von 1,5 Meilen brachte die nötige Erschöpfung. Für mich war der Spuk zum Glück nach 45 min vorbei, doch ich hörte auch von mehr als 1,5 Stunden.
Soweit so gut. Die Whites hatten die erschöpfende und anspruchsvollere Trailbeschaffenheit ein wenig gezeigt. Aber ganz so schlimm fand ich es noch nicht. Das sollte sich aber schnell ändern. Nachdem Rolling Thunder und ich am Parkplatz schnell nach Trailmagic Ausschau gehalten hatten ging es wieder bergauf. Undzwar richtig. Der kleine Abschnitt von 0.7 Meilen brachte uns 800 Fuß höher und ich war am keuchen und keuchen. Dafür hatte ich nicht wirklich Energie übrig. Zum Glück saßen Dizzy und P Diddy bereits auf dem Trail und ich legte nochmal eine Pause ein. MIt P Diddy bin ich dann weiter gezogen. Wir hatten nur noch sieben Meilen vor uns. Aber was für welche. Es war anstrengender als die Kletterei zum Kingsman. Der Trail war meist flach. Doch war man stetig damit beschäftigt um riesige Pfützen herum zu springen und zu tanzen. Hatte man das geschafft, konnte man kleine Felswände hinauf klettern. Das wurde auf Dauer sehr ermüdend. Die Pfützen, welche in Wirklichkeit Menschenfüße verschluckende Matschmonster waren, machen mit mir persönliche keine Bekanntschaft. Doch P Diddy rutschte auf einem der vielen Steinflächen aus und schlug sich hart den Kopf an. Gedächtnisverlust und aufgeschrammte Knie und Hände. Hier gehts ab. Die Erschöpfung in den Beinen, die stetigen kleinen Klettereien, Anstiege, nasse Felsen etc. machten uns zu schaffen. Und so kämpften wir uns weiter zum Mt. Wolf hinauf.
Das Tempo machte nun jeder für sich und nachdem der Abstieg genommen war konnte ich ins Eliza Brook Shelter einchecken. Einen Platz gab es zum Glück noch. Rolling Thunder war natürlich schon da. Wie immer halt. Nach und nach trudelten dann fast alle ein. Wie alle am schimpfen waren. Unglaublich. Das hatte ich noch nicht erlebt. 😀
Ich hatte wirklich meinen Spaß. Es war anstrengend und abenteuerlich, doch das ist es ja was den Trail ausmacht.
Irgendwann kamen auch HeatPack und Buster. Die Mundwinkel weit nach unten, ein rotes glimmen in den Augen, Teufelshörner auf den Köpfen. Buster war hatte über einen Holzstamm  ein Matschsee überquert. Leider ist dieser gebrochen und Buster verschwand bis zu den Hüften darin. Er sah wirklich aus wie nach einem Moorbad. Nur mit Klamotten. Seine Trekkingstöcke hatte er dabei auch zerbrochen und ein Teil ruht noch immer unauffindbar in einem der Matschmeere. Herrlich.

Mini Sticks ist auch bis zum späten Abend nicht aufgetaucht. Wir waren schon am schlafen als Sie nach 8 ihr Zelt aufbaute. Seeker der noch immer verletzt ist, hat es nicht geschafft und schläft an einem anderen Ort. Das werden ein paar interessante Tage in den Whites.

Gelaufen: 17.2
Insgesamt:1807.3

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