Tag 34 Trailpunkt Y – Tentsite

Es war zwar nicht mega warm aber bei 6 Grad in kurzer Hose muss man sich schon mit dem Abbau beeilen. So bin ich gegen 5.30 Uhr vor Rattler Richtung Sonnenaufgang, den Mond noch im Rücken, losmaschiert. Durch die sandige Landschaft kam ich schnell zu einem 8km langen Abstieg. Der Sonnenaufgang war so fabelhaft, dass ich  glaubte Rattler holt mich ein weil ich so oft angehalten habe um Fotos zu schießen. Am Ende erreichhte ich gegen 7.10 die Forststraße und den Wasservorrat. Es war noch genug da unf ich trank so viel als möglich und füllte auf. Auch Rattler schaute 20 Minuten später vorbei und kurz bevor ich weiter bin startete noch eine Reiterin. Die Sonne war extrem intensiv. Obwohl in den Morgenstunden ein windchen wehte sorgte die ksrge Wüstenlandschaft für ordentlich dampf. Der Trail besteht förmlich aus Sand und bei bergauf Passagen rutscht jeder Schritt ein wenig zurück. Wir bewegen uns heute zwischen 1380 und 2100 Metern und auch wenn der Wind die Haut kühlt merke ich doch wie ich langsam verbrenne. Ich gehe in Gänsemarsch einen langen Aufstieg und wünsche mir nichts sehnlicher als ein paar feste Felsen zum laufen. Auch wenn die Hügel nicht hoch sind so ist der Weg meist lang und anstrengend. Kein bisschen Schatten und ca. 24 Grad. Selbst der Trail hat seine eigenen kleinen Wellen und ich marschiere weiter durch Sand. Auf einem Pass mache ich Pause unter einem Joshua Tree und treffe 2 Frauen aus Dänemark. Es geht geht schon bald weiter nachdem ich 1000 kcal in Minuten inhaliert habe. Ich habe Hunger. An der Seite eines kleinen Hügels mit Aussicht auf die tiefliegende Wüstensteppe geht es weiter. Als der nächste Pass erreicht ist mache ich wieder Pause und sehe mit grauen den nächsten Anstieg am Berg gegenüber. Nichtmal der größte für heute aber dieser Untergrund macht einem zu schaffen. Ich laufe mit mehreren Pausen hinauf und bin froh oben die Straße zu sehen auf der ich meine Mittagspause machen will. Ich muss noch eine steinige Passage erklimmen bevor ich in einem langen Bogen die 3 km zur Straße auf gutem Grund dahin rase. Ich treffe auf Hiker unter Bäumen und auf einen Pferdetrailer. Der Männliche Reiter den ich schon mehrmals getroffen habe kommt nach ca. 20 min an. Ich liege ebenfalls unter einem Baum und esse 5 Wraps mit Käse und Nutella ( jeweils separat, soweit bin ich noch nicht 😉 )dann mache ich es mir gemütlich da ich um 14:30 bereits über 30 km geknüppelt habe. Ich döse weg und wache erst auf als Rattler kommt. Er beschwazt den Reiter und wir bekommen unser längst versprochenes Bier. Im Trail sitzend verbringen wir eine Weile. Dann fülle ich meine Wasservorräte aufs Maximum auf und beginne den 500m Aufstieg gegen 16.45 Uhr. Meine Haut glüht trotz Sonnencreme und es ist Zeit für den Schirm. Je höher ich komme desto windiger wird es. Aber die Aussicht ist toll. Hier oben kommen wieder Bäume zum vorschein und auf der anderen Seite erwartet mich wieder grüner Wald in den ich hinab steige. Es wird langsam spät und der Wald ist dicht und düster. Ich sehe keinen Menschen weit und breit. Ich peile das Tagesziel an und komme um 19.40 dort an. Die Sonne ist bereits untergegangen. Der Campspot ist verlassen. Ich baue mein Zelt auf und gehe ohne zu kochen ins Bett. Ich bin sicher, dass Rattler der normalerweise nicht in die Nacht hinein wandert es bis hier schafft. Es war für mich schon anstrengend und er hat angefangen zu kochen als ich ihn vor dem großen Anstieg verlassen habe. Ich habe mir also die Ohrstöpsel angelegt und einen Film geschaut. Irgendwann bin ich dann einfach zum einschlafen dagelegen und plötzlich raschelt mein Zelt direkt an meinem Kopf. Ich höre draußen etwas tippeln. Plötzlich fällt meine Zeltstange auf mich und das Zelt begräbt mich. Ich reiß mir die Stöpsel aus den Ohren und höre nur ein leises Sorry von draußen. Es ist Rattler der im dunkeln über meine Zeltschnüre gestolpert ist. Man war ich froh ihn zu sehen. Er baut sein Zelt auf. Ich unterhalte mich dankbar für seine Anwesenheit mit ihm. Er wollte mich unbedingt wissen lassen, dass ich nicht ohne ihn hitchen soll. Gegen 21.00 Uhr schließe ich mein Zelt und freu mich auf den morgigen Tag. Townfood! 🙂 

Ich schlafe eigentlich nur noch auf  dem Bauch weil in dieser Position die Füße am wenigsten schmerzen. Ich muss zugeben, der Schlafsack riecht schon wie ein nasser Hund. Das hatte ich erst ein wenig später erwartet. Aber auch ich bin keine Parfumwerbung auf zwei Beinen. Es ist echt schlimm und ich bin bereit für eine Dusche.

Gewandert:  44,2 km 

PCT gesamt: 1027,4 km

Auf der anderen Seite wieder hoch

Eine große Sanddüne

Die ersehnte Straße

Da muss ich hoch

Ausblick auf den Mittagsplatz samt Trailer

Fast oben

Mehr Grün auf dieser Seite 🙂

Die Sonne wirft bereits lange Schatten

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