Tag 45 Mt. Whitney 

Schon lange nicht mehr so gut geschlafen. Leider ging um 23.15 der Wecker. Die Nacht war sternenklar und wunderschön. Leider kalt. Bis wir alle aus dem Schlafsack waren, unsere Ausrüstung verpsckt und etwas warmes gekocht und verspeist hatten war es bereits 0:30 Uhr. Wir brachen auf und suchten uns unseren Weg das Tal hinauf. Wir sahen nichts. Im schein unserer Kopflampen in unbekannten Gelände war es unmöglich den sowieso verdeckten Trail zu finden. Wir laufen also quer durch die Pampa. Berge rauf und runter. Bleiben vor plötzlich auftauchenden Klippen stehen und zerknirschen dabei den gefrorenen Schnee. Das Tal ist gefühlt unendlich lang. Die Hügel, dessen Ende man in der Dunkelheit nicht sieht, sind wie Laufbänder. Links und recht vom Tal ragen riesige Berge hinauf und versuchen die Sterne zu greifen. Eine ehrfurchtsvoll Stimmung breitet sich über das Tal als die Riesen sich schwarz gegen den glitzernden Sternenhimmel absetzten. Die Nacht fröstelt und wir kommen so langsam zum Ende des Tals. Zu drei Seiten nur schwarze Wände. Wo sollen wir denn bitte hoch?! Ein wenig off Trail versuchen wir die direkte Linie. Im dunkeln geht es also mit Eisaxt bewaffnet die Schneewand hinauf. Ein wenig nach links müssen wir und beginnen über große Felsen zu klettern. Über lose Geröllfelder und unendlich tief erscheinende Schneefelder. Nach ca. 30 Minuten nervenaufreibender Kletterei und erfolgloser Suche nach dem Trail sage ich das wir zurück gehen sollten da es zu gefährlich ist. Wir haben keine Erfahrung im Bergsteigen oder Schnee, Eis oder sonstiem Klettersporarten. Vor allem an einem Fremden Berg mitten in der Nacht. Ich erhalte Zustimmung und wir klettern das geröllfeld hinab. Siehe da, der Trail, sauber ohne Schnee direkt vor uns. Das verändert die Lage. Wir diskutieren kurz Pro und Kontra und beginnen erneut mit dem Aufstieg. Wir können dem Trail gut folgen. Doch dann sieht man nichts als weis. Wir müssen eine großes Schneefeld queren. Mit mühsam kleinen und vorsichtigen Schritten arbeiten wir uns Zentimeterweise über das ca. 25m lsnge schneebrett. So geht es über mehrere Switchbacks bis zum Sattel wo ein anderer Trail auf die Route stößt. Ab jetzt noch 1.9 Meilen. Zum Sonnenaufgang müssen wir Gas geben. Ich laufe vor und kann dem Trail leicht folgen. Zum Glück ist es dunkel und ich sehe die Abgründe neben dem Trail nur schemenhaft. Es geht in kleinen halbkreisen immer wieder am felsigen schneebedeckten Trail entlang. Es bieten sich erste Ausblicke Richtung Sonnenaufgang. Erste Farbe ist am Horizont zu erkennen. Über ein Geröllfeld geht es nun weiter hinaufm das letzte Stück steil im Schnee auf dasn felsige Bergmassiv. Oben steht eine Hütte. Leider ist die Tür defekt und die Hütte voller Schnee. Ich komme gerade noch rechtzeitig um gegen 5:30 den Sonnenaufgang zu erleben. Es windet sehr und bei -4 Grad hole ich meinen Schlafsack heraud um auf die anderen zu warten. Nach 30 min sind alle da und wir genießen den Gipfelerfolg auf 4421 Metern. Gestartet sind wir von 3258m. Nach 6 machen wir uns auf den Rückweg. Endlich sehen wir auch wo wir entlang gelaufen sind. Tolle Aussicht über die ganzen Sierras und das durchwanderte Tal. Wir treffen noch auf einige Bergstürmer die gerade erst aufsteigen. Das Tal versuchen wir so schnell als möglich in direkter Linie zu queren und treffen im Tageslicht auch auf Seen und die Klippe. Wir wandern nun in deer Schlucht hinab. Unter uns ein reißender Fluss der aber von Schnee meterhoch bedeckt ist. Gegen 9.30 kommen wir zurück zur Ranger Station. Die zurückgelassene Ausrüstung ist auch noch da. Wir lassen uns erschöpft aber höchst zufrieden nieder und Essen ausgiebig. Um 11Uhr brechen wie für unseren zweiten Teil auf 🙂 

Gewandert:  26,4 km 

PCT gesamt: 1246,8  km

Kochen gegen 11:20

Wir suchen den Trail

Gefunden 🙂

Erste Zeichen für den Sonnenaufgang

Im Tal ist es noch dunkel

Der Gipfel

Noch einmal steil hinauf

Die Ausrüstung gehört wohl irgendwelchen Geretteten Wanderen 

Hinten das Talende. Dort sind wir links rauf.

Links sind wir nachts hoch bis ins Schneefeld. 

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