Tag 76 Tilden Canyon – Falls Creek

Man hab ich schlecht geschlafen. Es war die ganze Nacht einfach nur kalt. Dabei war es nicht so kalt. Um die 5 Grad. Hab trotzdem kalte Füße und Nieren bekommen. Es wollte einfach nicht warm werden. Um 5.15 bin ich dann erlöst worden und habe meine Ausrüstung zusammen gepackt. Rattler war schon am rödeln. Bei den anderen regte sich ein wenig was in den Zelten. Wir liefen gegen 6 los. Auch Griz hängt heute durch. Meine Augen sind auf Halbmast. Ich suche uns einen Weg talaufwärts. Wir passieren einige Seen die zugefroren sind. Nur die Ränder sind türkis gefärbt. Wir machen eine Pause um ein paar Kleidungsstücke auszuziehen. Dann arbeiten wir uns durch einen Wald wieder ins Tal und treffen auf den Wilma See. Ich laufe ein wenig aufs Eis um ein Foto zu schießen. Dann knackt es öfter laut. Rattler der etwas hinter mir steht und ich jagen vom Eis. Wir laufen am See entlang und nehmen dabei öfter das dicke Eis mit. Der Seeausfluss ist über die normalen Stege nicht zu überqueren. Alles ist überflutet. Also gehen wir zurück und Rattler führt uns über den See auf die andere Seite. Es knackt nicht, dafür versinkt Griz Fuß einmal im Slush und ich fühle mich unwohl. Wir kommen an den Wide Creek. Sehr weit und tief. Die Strömung ist stark. Gleich am Canyon beginnt der Falls Creek. Er stürmt nur so den Berg hinab. Es ist erst 7 Uhr und zum schwimmen zu kalt. Uns bleibt die Option auf der anderen Seite vom Falls Creek den Canyon hoch zu laufen bis wir eine Stelle finden oder oben raus kommen. Wir laufen los. Der Schnee ist schwer und nass. Wir überwinden 200 Höhenmeter und können keine passende Stelle finden. Es ist so gefährlich auch wenn der Wasserpegel schon mindestens 50 cm gesunken ist. So laufen wir weiter hinauf. Hügel rauf und runter. Zwischen Bäumen über Felder voller kleiner Löcher im Schnee. Es zehrt an unseren Kräften. Wir kommen an einen Seitenfluss der vom Tilden See runter kommt. Auch hier totsle Eskalation. Wir erkunden den Fluss bergauf und bergab. Ich finde eine Stelle im Tal. Allerdings ist die Strömung so stark, dass wir das Risiko nicht eingehen wollen. Auch oben sind keine Schneebrücken mehr zu finden. Wir haben mehr als eine Stunde gesucht und diskutiert. Wir entschließen uns im Sinne des Teams wieder zum Wide Creek abzusteigen und diesen zu durchschwimmen. Nicht alle sind darüber sonderlich erfreut. Aber so ist das nun mal. Mal klappt’s, mal nicht. Wir müssen wieder 2,6 km zurück laufen. Ich laufe voraus und baller einfach hinter unseren Spuren her. Ich habe zu wenig getrunken und die Sonne knallt wieder erbarmungslos herab. Ich rutsche mit jedem Tritt. Schließlich mache ich mich auch einmal lang.  Alle sind platt. Zurück am Wide Creek suchen wir uns ein paar Baumstämme und verstauen unsere Ausrüstung so gut es geht wasserdicht. Griz und LovelyHeart machen den Anfang. Sie gehen über eine kleine Sandbank in den Fluss und schmeißen sich in die eiskalte Strömung. Der Baumstamm geht unter und beide schwimmen für sich. Die Strömung treibt sie schnell flussabwärts. Griz bekommt Grund unter die Füße und auch LovelyHeart erhält diesen ein paar Meter tiefer. Sie können aufstehen und zum Ufer laufen. Wir packen unseren Baumstamm der viel größer ist. Auch wir laufen auf die Sandbank und Rattler sagt nochmal: wenn wir im Wasser sind treten wir um unser Leben. Dann stürzen wir uns in die Strömung. Sofort zieht sich alles zusammen. Die Füße treten was das Zeug hält. Leider ist der Baumstamm auf meiner Seite etwas dünn. Ich gehe ein wenig unter. Wir treiben flussabwärts ubf RockDoc schreit nur Kick, Kick, Kick. Rattler bekommt ersten Grund, dann auch ich. Die Strömung reißt uns mit und ich verliere wieder den Grund unter den Füßen. Ich lasse den Baumstamm los und schwimme Richtung Ufer. Erst kurz vorher bekomme ich etwas zum treten. Griz der schon im Wasser zur Rettung bereit stand muss zum Glück nicht eingreifen. Ich lasse meinen Rucksack von meinen Schultern gleiten. Es ist so erbärmlich kalt. Der Rucksack schleift durchs Wasser und mit ist egal was alles nass wird. Ich bin erledigt. Wie RockDoc und Rattler aus dem Wasser kommen bekomme ich nicht mit. Wir laufen auf einen nahegelegenen Felsen der in voller Sonne steht. Wir breiten unsere Ausrüstung aus. Die anderen ziehen sich trockene Unterwäsche an. Ich kippe meinen Rucksack aus wie eine Wasserflasche. Auch mein Bärenkanister ist von innen nass. Wir machen Mittag und freuen uns über unseren Erfolg. Hoffentlich der letzte Fluss durch den wir schwimmen müssen. Jetzt kommen nur noch kleinere. Aber man weis nie was hier draußen passiert. Wie haben 4 Stunden verwandert und unser Tagesziel liegt noch 14km Canyon aufwärts. Gegen 13 Uhr legen wir wieder los. Ich wander in Unterhose. Wir passieren eine verlassene Ranger Station. Hier kommt wirklich niemand raus. Wieder nur Schnee. Am Anfang kommen wir noch über ein paar Felsen dann jedoch sind wir im Schneeurwald. Es ist so ermüdend. Man macht mehr höhenmeter als trailmeter.Rattler hst es schön beschrieben. Man stelle sich vor man laufe jeden morgen 16 km zur Arbeit in einer Großstadt. Dabei läuft man aber die direkte Linie über jedes Auto, Haus, Schornstein, was auch immer und natürlich wie auf einer Sanddüne. Wir machen jede Meile Pause. Wir können ein paar Seitenflüsse über Schneebrücken überqueren jedoch sind meine Füße schon den ganzen Tag nass. Ich weiß nicht wann ich das letzte mal trockene Schuhe oder Socken beim wandern an hatte. Wir stinken und die Füße sind so kalt dass der Sabber beim Wandern aus der Nase tropft. Die Sonne pellt schon den nächsten Sonnenbrand von der Haut und wir schlagen uns wieder durch den Wald und die Hügel. LovelyHeart ist game over. Wir machen noch 400 m um über einen Fluss zu kommen und schlagen dann unsere Zelte auf einer Wiese auf. Leider liegt hier überall schnee und die Wiese besteht nur aus tausenden kleinen Kratern. Ich hacke mit meiner Eisaxt ein angemessenes Stück frei. Ich musste mein Zeltplatz noch ändern da von den Bäumen Harz tropft. Wir hätten ruhig noch etwas weiter laufen können… Rattler und ich finden den Platz scheisse. Aber Team ist Team. Immerhin kochen wir alle in gemeinsamer Runde bis wir uns in die Zelte verabschieden. Morgen ist Tag 10 und wir haben noch ca. 43km vor uns. Wir werden also auf jeden Fall auf Reserve laufen. Ich hoffe das sich morgen alle mal am Riemen reißen und mal ihre MiMi Bärchen Zuhause lassen. Wir starten um 4 Uhr und ich will ordentlich Kilometer fallen sehen. Ein ich bin müde um 15 Uhr kann ich da echt nicht gebrauchen. Also hoffe ich mal dass wir keine Probleme mit den restlichen Flüssen bekommen und alle bereit sind über ihre körperlichen Grenzen zu springen. Auch wenn sie dies schon getan haben. Morgen müssen mindestens 25km fallen. Mal schauen wie ich die müden Wanderer am Nachmittag für weitere 10 km begeistern kann. Wahrscheinlich stehe ich allein mit Rattler und RockDoc da. Aber mal schauen. Jetzt erstmal pennen. Hoffendlich besser als gestern 🙂

​​Gewandert: 13,4 km

PCT insgesamt: 1594 km

Tag 75 Kerrick Creek – Tilden Canyon

In der Nacht hat es weiter geregnet. Ich konnte Dank des Mittagschlaf nicht wirklich einschlafen und war noch bis 20.30 Uhr wach. Geschlafen habe ich aber gut 🙂 .  Wir sind gegen 5 los und haben noch die neusten Updates von RockDoc zu den nächsten Flussüberquerungen bekommen. Es wird auf jeden Fall von den Rangerm abgeraten/ vielleicht sogar verboten den Abschnitt in dem wir gerade unterwegs sind zu wandern. Zu viel Wasser. Ich habe versucht unsere Fußspuren von gestern zu folgen. Es war allerdings schwierig. Wir liefen eineinhalb Stunden das Tal inhauf und ich konnte einen Baumstamm im Fluss ausmachen. Als wir näher kamen war dieser jedoch nicht über den ganzen Fluss gespannt. Wie liefen weiter und ich sah wieder einen. Dieser war groß genug und führte auf eine kleine Insel. Als wir diese erkundeten fanden wir sogar eine Schneebrücke über einen Felsen. Diese war jedoch sehr wackelig. Ich schlug vor diese mit Baumstämmen zu verstärken. Also alle packen an. Ich kletter auf einen großen Felsen und trete den dort verkeilten Baumstamm Richtung Griz und Rattler. Sie hiefen den Stamm über die erste Schneebrücke auf einen Felsen und ich kletter runter. Wir stellen den Stamm auf und lassen ihn über die zweite fallen. Ein Teil bricht weck und Rattler strauchelt auf den Baumstamm. Ich greife seinen Fuß. Das brodelnde Wasser berührt zum Glück keiner. Wir laufen alle hinüber und sind über Kerrick Creek. Wir laufen auf der anderen Seite wieder bergab. Nach kuzer Zeit sehen wir eine riesige Schneebrücke. Diese war vom Trail nicht zu sehen.  Wir kletterten über ein riesiges Geröllfeld und ich hatte meinen Spaß, musste jedoch ab und an helfen. Nach 3 Stunden und 40 Minuten waren wir wieder an unserem Nachtlager.  Wir legten eine weitere Pause ein. Dann machten wir uns auf den Anstieg Richtung Stubbelfield Canyon. Der Aufstieg war gut zu gehen. Der Trail ist meist mit Steinen ausgelegt. Jedoch läuft viel Wasser. Über manche Schneebretter müssen wir aber auch klettern und so manches Loch ausloten. Der Abstieg sollte einen kleinen Fluss queren. Abgesehn davon dass wir wieder ziemlich steil absteigen war der Fluss außer Rand und Band. Ich fühlte mich ein wenig verarscht. Wir arbeiteten uns zur Sommerquerung vor und Rattler probierte sein Glück durch den reißenden Fluss. Er kommt durch und RockDoc und ich laufen den ersten Teil über eine Schneebrücke. Dann gehen auch wir in den eiskalten Fluss. Die Strömung ist sehr stark. Wir können unsere Füße jedoch gegen Steine im Fluss drücken lassen. Alle wechseln ihre Schuhe und dann geht es langsam und vorsichtig bergab. Es liegen viele verdeckte Felsen im Schnee und somit tiefe verdeckte Löcher. Ich suche einen sicheren Weg und wir kommen dem Tal näher. Wieder ist der Trail unter Wasser. Wir schlagen uns deshalb manchmal durch einige Büsche und über Felsen damit wir nicht bis zur Hüfte im Waser stehen. Den Fluss den wir zuerst sehen ist ein reißendet Canyon. Unpassierbar. Wir erkunden die Umgebung und machen uns mit dem Stubbelfield Canyon vertraut. Der Fluss idt sehr tief und mit starker Strömung. Der reißende Canyon fließt in den Stubbelfield Canyon Creek und das halbe Tal ist überschwemmt. Wir können nur schwimmen. Wir verpacken alles wichtige wasserdicht und ziehen und in Unterhose die Rucksäcke auf. Rattler und Griz schwimmen zuerst. Die Strömung reißt sie 20 Meter den Fluss hinab. Als sie an der anderen Seite ankommen raten sie uns ab hier zu queren da die Strömung so stark ist. Wir laufen also auf eine kleine Insel. Das Wasser reicht erst bis zu den Knien, dann wird auch der empfindliche Bereich mit eiskaltem Wasser umhüllt. RockDoc vor mir geht fast total unter und hält sich an einem Baumstamm. Ich kletter auf diesen und LovelyHeart hält sich nun auch noch am Stamm fest der sich nun anfängt zu drehen. Ich komme mit wie im Zirkus vor. Wir kommen auf die Insel und erkunden hier die Umgebung. Rattler und Griz warten auf der anderen Seite. Wir überlegen wo wir am besten von der Strömung wohin getrieben werden. Ich schlage vor einen Baumstamm zu suchen. Wie finden einen und gehen damit zu wasser. Als erste RockDoc, LovelyHeart und dann ich halten uns am Stamm fest. Wir stehen noch Hüfthoch im Gebüsch und schmeißen uns dann in das kalte Wasser. Die Strömung erfasst uns sofort und wir treten was das zeug hält. Wir kommen ein wenig nach rechts und Rattler wartet bereits 15m Flussabwärts im Wasser auf uns. Er kann RockDoc greifen und ich bekomme wieder Boden unter den Füßen. Wir klettern einer nach dem anderen auf einen Baumstamm. Auch am Rand sind wir immer noch in starker Strömung hüfthoch im Wasser.  Wir laufen Richtung trockenen Boden und aalen uns in der Sonne. Es war sehr sehr kalt. An einem Baumstamm hängen wir unsere Ausrüstung auf und machen Mittagspause. Ich wechsel meine nasse unterhose und muss mir den ganzen Dreck den es mir in die Hose gespült hat rauspicken. Um 13 Uhr laufen wir über den nächsten Berg in den nächsten Canyon. Der Trail im Tal ist total unter Wasser. Auch bergauf fließt größtenteils Wasser auf dem Trail. Aber auch hier, super Trail. Mit der höhe gelangen wir aber auch hier immer mehr auf Schnee und müssen den Trail suchen. Von den Bergen läuft nur so das Wasser. Teilweise gibt es richtig große Wasserrutschen die vom Gipfel hinab schießen. Die Sonne bruzelt richtig. Wir machen auf den 3 km bergauf ca. 400 Höhenmeter. Nicht zu schlimm, aber genug um ein paar Pausen einzulegen. Der Gipfel ist nur über Schnee zu erreichen und ich stapfe durch das nasse etwas hinauf. Hinter uns im Tal ziehen wieder Wolken auf. Auf dem Gipfel machen wir eine Pause. LovelyHeart ist bedient. Wir müssen noch ca. 1,1 km den Berg hinab bis wir am Tilden Creek Canyon sind. Es ist anfangs steil und wir müssen eine Klippe umgehen. Danach flacht sich das Gelände schnell ab und wir kommen zum Tilden Creek. Ich nehme ein Video auf und bemerke dabei nicht, dass zu meiner linken eine riesige Schneebrücke liegt. Wir sind super happy und laufen ohne Probleme über unseren dritten Großen Fluss für heute. Wir schlagen direkt unsere Zelte im Schnee auf und trocknen unsere Sachen auf den umliegenden Felsen. Wasser fließt hier überall und wir fangen gegen 5 Uhr an zu kochen. Ich gebe mir eine scharfe Nudelsuppe. Vergleichbar mit Ramen nur mit mehr Kalorien und besserem Geschmack sowie Kartoffelpüree. Griz spielt ein wenig auf seiner Blockflöte während wir auf einem Felsen sitzen und der Kocher brennt. Sehr entspannend. Um 18 Uhr verschwinde ich im Zelt unf schreibe den Block. Nur noch ein paar haarige Flüsse und wir haben uns in Bridgeport ein paar saftige Burger verdient. 
​​Gewandert: 13,2 km

PCT insgesamt: 1586,0 km 

Tag 74 Piute Creek – Kerrick Creek

Ich habe wirklich komisches geträumt und war total gerädert als wir um 5 unsere Sachen gepackt haben. Wir starten gegen 6. Es ging auf einem guten Trail durch grüne Büsche den Berg hinauf. Wir sehen ein Reh was schnell verschwindet. Die Sonne tupfelt die hohen Berggipfel in erste Strahlen. Wir müssen einige kleine Bäche durchqueren und bekommen schon um halb 7 nasse Füße. Der Trail wird mit jedem Höhenmeter schneereicher. Wir stapfen über Schneefelder und kommen wieder auf einen steinigen Trail. Es ist anstrengend. Als der Schnee überhand nimmt ziehen alle ihre Steigeisen an. Wir laufen nun über einen Lawinenabgangfeld und sehen Eric D. auf der anderen Seite. Er macht sich gerade fertig. Zusammen laufen wir weiter. Der Trail schwenkt nach rechts und wir erklimmen schnell einen steilen Abschnitt. Durch ein kleines Tal mit toller Aussicht müssen wir leider zurück und links ein Schneefeld hoch. Das hatte ich verpasst. Es windet sehr und wir kommen oben an und legen direkt eine Pause auf trockenen Felsen ein. Unter uns liegt ein zugefrorener See. Mit den nassen Füßen wird es schnell kalt. Bis zum Piute Pass ist es nicht mehr weit und wir haben schon die meisten Höhenmeter hinter uns. Wir driften nochmal in ein kleines Tal bevor wir noch ein paar Steinstufen vom Trail finden. Die letzten Meter vergehen schnell und wir bekommen die Überschreitung nicht mit. Durch ein kleine Schneescharte gelangen wir zu unserem Abstieg in den Kerrick Canyon. Es ist super steil und wir schlagen uns sehr weit nach rechts in die Bäume bevor wir die Versen in den Schnee rammen. Eric D. läuft weiter Richtung Norden und geht in die Stadt. Wir müssen am Canyon entlang ins Tal. Der Fluss ist schon mächtig. Leider gibt es hier keinen sichtbaren Trail als wir gegen 8.30 Uhr loslaufen. Der Hang ist sehr steil und ich muss jeden Tritt in den nassen Schnee schlagen. Der Rest kann so sicher folgen. Ich habe meine Eisaxt in Aktion gebracht da unter uns der Fluss direkt abgeht. Nach dem Hang erwartet einen nur ein 2 m Sturz von einer Schneewehe. Wir arbeiten uns zu einem Felsen vor und überqueren diesen. Ich muss so manches Moos entfernen um den Weg passabel zu machen. Wir kommen nur sehr sehr langsam voran und das Tal will sich nicht wirklich öffnen. Also geht es weiter in sehr vorsichtiger Gehweise am Schneehang. Wir arbeiten uns so Stunden durch den Hang und kommen nach einem steilen Anstieg auf eine bessere Passage. Hier ist es flacher und wir können ein bisschen Gas geben. Wir queren den angrenzenden Wald und sehen wieder ein Reh. Ich folge meist deren Spuren da sie die sichersten Flussüberquerungen finden. Wir können so drei kleine Seitenbäche über Schneebrücken queren. Der Kerrick Fluss liegt im Tal und brodelt. Wir laufen und ab und zu kommt ein Trail zum Vorschein der jedoch meist unter Wasser steht. Das Vorgehen und Spuren, Tritte treten, navigieren ist super anstrengend und ich bin total platt. Richtig matsche. Aber wir kommen gegen 12 Uhr am Sommer Überquerungspunkt an. Unter einem großen Baum direkt am Fluss, alle sind total platt, legen wir die Mittagspause ein. Ich stopfe mir schnell meine Wraps rein und esse dann löffelweise Erdnussbutter.  Danach muss ich mich rehydrieren. Alle sind wirklich geschafft von den letzten 5 km für die wir 3,5 Stunden benötigt haben. Allein für den steilen Abschnitt am Anfang, vielleicht 800 m, haben wir mindestes 1,5 Stunden benötigt. Jeder Meter also wirklich hart erkämpft. 

Die Stelle zum überqueren sieht nicht gut aus. Das Wasser ist sehr hoch und super schnell. Keine Chance. Wir erkunden in Nord- und Südrichtung den Fluss, finden aber keine Stelle. Das Wasser steigt derweilen immer höher. Wir diskutieren unsere Möglichkeiten. Wie gern hätten wir jetzt einfach eine Säge um kurz einen Baum zu fällen. Wir schlagen unsere Zelte auf und bleiben heute hier. Der Wasserspiegel ist ca. 1m höher als normal. Also höher als auf dem Foto der Übrquerungsstelle in meiner Navigstionsapp. Es ist wirklich traurig und alle sind ein wenig bedrückt. Wir müssen wieder talaufwärts wandern bis wir eine Stelle finden. Vielleicht sogar alles. 

Da es gegen 3 anfängt zu regnen verziehen sich alle in die Zelte. Ich schlafe sofort ein nachdem ich ein Hörspiel angemacht habe. Totaler Blackout 😀 . Ich wache erst gegen 5 wieder auf und bin total durchgeschwitzt. Ich treffe draußen auf Rattler und RockDoc. RockDoc hat gesehen wie der Fluss einen Baum entwurzelt hat der am Ufer Stand. Das war dann wohl kein Donner. Wir haben noch für 5 Tage Essen und knapp 60 km vor uns. Allerdings sind auch noch ein paar Flüsse zu queren. Dies ist wohl der letzte wirklich gefährliche aber man weis nie. Die letzte gesicherte Überquerung dieser Passage bis zum Sonora Pass war vor einer Woche. Die Temperaturen sind jetzt auch Nachts über 0 Grad. Es taut und taut also. 

Ich koche mit RockDoc und Rattler zu Abend. Wir sind gegen 6 fertig und verabschieden uns in die Nachtruhe.

18:39 Uhr. 

​Gewandert: 11,1 km 

PCT insgesamt: 1576,8 km

Piute Pass

Tag 73 Matterhorn Creek – Piute Creek 

Um 5.20 bin ich gemütlich aus dem Zelt. Es waren angenehme 3 Grad. Um 6 sind wir dann Richtung Wald. Das Zelt war wieder nass. Durch den Wald ging es meist durch Schnee. Rauf und runter. Wir konnten zwei kleine Bäche über Schneebrücken queren und folgten dem Matterhorn Fluss talabwärts. Dabei trafen wir auf Eric D. Er hat seine Eisaxt gestern auf der anderen Seite des Matterhorn Fluss liegen gelassen. Er geht zurück und wir machen uns an den Aufstieg zum Wilson Creek. In scharfen Serpentinen geht es steil hinauf. Der Trail ist gut in Schuss und es gibt viele Steine die den Trail bilden. Hinter uns liegt nun der Berg den wir gestern abgestiegen sind. Wir klettern über Meterhohe Schneefelder die weiter oben den Trail blockieren. Der erste Punkt kommt näher um den Fluss zu queren. Wir laufen durch immer mehr Schnee und suchen uns einen Weg über Steine und Bäume. Am Fluss finden wir zum Glück eine Schneebrücke und können einfach hinüber laufen. Meine Schuhe und Socken sind leider immer noch von gestern nass. Aber wir haben ein wenig Zeit gespart. Wir laufen das Tal hinauf und queren so manchen Lawinenabgang. Bei der nächsten Querung können wir wieder eine Schneebrücke finden. Hier liegt überall genug. LovelyHeart ist ziemlich fertig und wir legen eine erste Pause auf einem großen Stein ein. Nach ein paar Schokoriegeln laufen wir weiter am Fluss hinauf. Über eine kleine zugeschneite Wiese geht es Richtung Benson Pass. Wir müssen einen steilen Hang hinauf klettern. Wir versuchen auf dem Trail zu bleiben aber die Schneehaufen sind meterhoch und der Hang ist mit großen Felsen und Bäumen gespickt. Wir versuchen jedem Loch auszuweichen und finden einen Weg hinauf. Ab hier geht es durch ein flaches Tal immer weiter hinauf. Wir stolpern über die Sonnenlöchern und erreichen nach ein paar Minuten den Benson Pass. Wir legen hinter ein paar Büschen eine weitere Pause ein und genießen die neue Aussicht. Von hier geht es wieder bergab. Wir queren einen Wald und müssen so manchen Felsklippen ausweichen. Im Tal queren wir noch einen Fluss über Schnee und erreichen den Smedberg See. Wieder eine Pause mit toller Aussicht. Wir sind guter Dinge da wir bereits gegen 10 Uhr die Meilen von Gestern geschafft haben. Auch Eric D. holt uns ein. Wir steigen langsam einen kleinen Hang hinauf. Der Schnee idt matschig und nass. Die Sonne bruzelt wieder übel und ich habe mein blaues langes UV Shirt angezogen. Über die Ridgeline versuchen wir uns am Hang zu halten. Steile Absteige verlangsamen das Tempo. Wir steigen über ein größeres Schneefeld hinauf und schlagen uns links in den Wald um wieder auf den Trail zu kommen. Es wird richtig steil und rutschig. Wir packen es alle bis nach oben ohne einen Abgang in irgendeinen Baum hinzulegen. Über das obige Tal schwenken wir nach rechts wobei wir wie zuvor jede 20 Meter im Schatten eines Baumes das GPS checken und auf die anderen warten. Ich führe uns nun leicht bergab. Wir müssen ganz ins Tal. Das verlang uns einiges ab. In 700 m haben wir 200 Höhenmeter beschrubbt. Hier hieß es Nerven bewahren und die Hacken in den Schnee treiben. Ich habe nach der Hälfte sogar zur Eisaxt gewechselt die ich auf diesem Abschnitt noch nie gebraucht habe. Wir finden einen Weg und nach gefühlter Ewigkeit in der Wand finden wir im Tal einen trockenen Platz und mschen gegen 12 Uhr Mittag. Ich trockne mein Zelt was in 10 Minuten trocken ist. Es gibt wieder Wraps mit Käse und ein paar sauere Drops. Wir brechen gegen 13 Uhr auf und machen uns von ca. 2660 Hm auf den Abstieg zum Piut Fluss. Wir müssen noch einige Zeit über Schnee laufen bis der Trail trocken wird. Die Aussicht ist gigantisch. Der Trail steinig und super zu laufen. Leider ist der Trail auch meist unter Wasser. Wir schrecken noch 2 Rehe auf und folgen dem Trail. Wir queren einen flotten unbenannten Fluss auf einem Baumstamm. Ich gehe zuerst und lege ein paar Tritte in die gegenüberliegende Schneewehe. Danach kletter ich zurück zum Fluss und helfe LovelyHeart beim Ende. Sie hat es nicht so mit Baumstämmen über reißenden Flüssen. Der Trail und die Umgebung wird immer toller. Geradezu grandios. Wir können gegenüber den Trail zum Piut Pass im grünen Buschwerk erkennen. Rechts erhebt sich majestätisch eine riesige Granitwand die gespickt mit Bäumen ist. Zur linken liegt ein dunkler See den man endlich mal sehen kann. Wir kommen zum unbenannten Fluss und müssen wieder queren. Der Übergang sieht zu gefährlich aus. Ich laufe über den rechten Flussstrang auf die Mittelinsel und finde einen Baumstamm auf der anderen Seite. Die anderen ziehen sich um und wir queren den Baumstamm. Auch hier helfe ich wieder indem ich mir einen langen stabilen Ast suche. Ich halte ihn LovelyHeart und Griz hin und vor allem Griz war kurz vorm straucheln. Als er am Anfang auf dem Stamm stand habe ich gesehen wie er die Augen verdrehte und ein letztes Stoßgebet verdandt. Alle sind gut angekommen und wir laufen die letzten 400 Meter bis zum Piut Fluss. In einem kleinen Wäldchen verscheuchen wir noch ein Reh. Das Tal steht fast komplett unter Wasser. Wir passieren ein paar riesige Bäume am Fluss und legen die Rucksäcke ab. RockDoc und ich gehen Flussabwärts, Rattler erforscht den nördlichen Teil. Wir finden nichts aber Rattler und Eric D. finden einen Baumstamm zum queren. Die anderen ziehen sich noch um und ich gehe voraus. Ich stecke die Stöcke auf benachbarte Bä

Baumstämme um mein Gleichgewicht zu halten. Der Stamm wird in der Mitte bereits nass und überschwemmt. Ich habe fast die Hälfte geschafft da bewegt sich der rechte Baum der im Wasser liegt und ich finde mit dem rechten Stock keine halt. Statt den Baum zu treffen gleitet er in der Hoffnung der Flussgrubd zu treffen immer tiefer. Mein Mittelpunkt schwenkt nach rechts aus und der Stock fällt ins Bodenlose. Ich kann nur noch einen Hops machen um nicht auf fem Baumstamm zu machen um in den abgebrochenen Ästen zu landen. Ich tauche in das kalte Wasser und werde direkt von der Strömung an den Baumstamm gedrückt. Ich klammer mich an den Baumstamm. Mein einer Trekkingstock entschwindet mit der Strömung. Ich trete auf den Baumstamm unter Wasser und bin nur noch bis zur Hüfte im Wasser. Es wird kalt während ich auf die anderen warte. Rattler und LovelyHeart kommen rüber und nehmen einen anderen Baumstamm der kurz vor schluss einfach aufhört. Ich gebe Rattler meinen Rucksack und kann mich dann aus dem Wasser ziehen. Ich bin auf der Mittelinsel und rufe Griz und RockDoc zu nach meinem Stock Ausschau zuhalten. Sie finden ihn flussabwärts. Er steckt mitten im Fluss auf einer Sandbank. Irgendwie hat er sich dort selbst aufgespießt. Mein Glück. Griz springt in den Fluss und schwimmt bis zur Sandbank. Er retten meinen Stock und ist klitsch nass.  Beide kommen ebenfalls über den Baumstamm. Wir queren anschließend noch eine beinahe Hüfthohr Passage. Hier fließt wirklich überall Wasser. Von hier kommen wir über einen großen Baumstamm weiter auf die andere Seite. Hier gibt es keine Probleme. Am anderen Ende treffen wir auf den Trail. Dieser steht aber teilweise hüfthoch unter Wasser. Wasser überall! Wir laufen nun über den Trail im Wasser es wird langsam kalt. Ich bin plitsch nass und wir sind nun schon einige Minuten im Wasser unterwegs. Wir erreichen eine Trailabzweigung und laufen noch ein wenig über den Trailfluss bis zur ersten trockenen Stelle. Neben dem Trail ist viel Platz und wir stoppen für heut. Wir hängen alles auf und bauen danach die Zelte auf. Mein Rucksack ist okey. Sogar mein Handy das außen am Rucksack war hst überlebt. Nur beim MP3 Player ist K.O. Die SD-Karte mit der Musik funktioniert noch. In Bridgeport ist sowieso shoppen angesagt. Es gibt viele Schäden die über die Zeit entstanden sind. Im Rucksack ist das meiste trocken geblieben. Mein Schlafsack war im wassersichten Rucksack der gut funktioniert hat. Wir haben ein Feuer entzündet und Rocks und Peaks zur Hochzeit gratuliert die heute war. Am Feuer haben wir dann auch gekocht. Ich laufe barfuß. Wasser filtern und das Zelt herrichten. Alles ist nicht trocken geworden aber ich habe genug Klamotten dabei. Was für ein toller Tag. Morgen steht der nächste Pass an und ein wahrscheinlich traumhafter Aufstieg. Jetzt wird aber geschlafen. 19:51 Uhr.   

Gewandert: 17,4 km 

PCT insgesamt: 1565,7 km

Piute Creek

Tag 72 McCabe River – Matterhorn River

Wir sind um 5 aufgestanden und der erste Blick galt dem McCabe Fluss. Er sah niedriger aus als gestern. Die Anspannung war förmlich zu greifen. Wir packten und standen um 6 am Fluss bereit um die anderen zu treffen. RockDoc war bereit die Überquerung durchzuziehen. Wir gestikulieren mit Zeichensprache über den Fluss da es so laut ist und man kein Wort versteht. Wir warten noch bis die Sonne draußen ist. Wir haben null Grad. Wir warten also auf den Sonnenaufgang und die Anspannung wächst und wächst. Ich laufe die meiste Zeit im Kreis um mich warm zu halten und unterdrücke den ständigen Drang pinkeln zu müssen. Als die Sonne noch ein paar Meter weg ist ziehen sich Rattler und Griz bereits aus und starten die Überquerung. Sie schaffen es zu uns und begrüßen uns mit einer feuchten Unarmung. Nachdem sich die beiden ein wenig aufgewärmt haben fangen Rattler und ich an. Das Wasser fühlt sich warm an. Das kommt davon wenn man bei null Grad in Unterhose wartet. Aber es wurde schnell kalt. Schritt für Schritt. Immer tiefer in die schäumenden Passagen laufe ich mit dem Rücken zum Fluss und Rattler schaut aufwärts. So können wir die starken Kräfte der Stromschnellen bezwingen. Ich suche einen sicheren Stand bevor ich Rattler das Zeichen gebe weiter zu laufen. Wir kommen in den letzten richtig schnellen und tiefen Abschnitt. Mein rechter Schuh wird mir von der Strömung ausgezogen und schwimmt davon. Ich spüre nur noch Schmerzen. Die Kälte nimmt überhand und der Fuß sucht halt auf kleinen Felsen. Kurz bevor wir das Ufer erreichen spüre ich nichts mehr unterhalb der Hüfte. Meine Unterhose und T-Shirt sind nass. Ich laufe aus dem Wasser und mich überkommt ein noch nie dagewesener Schmerz. Es war so arsch kalt. Ich setzte mich und bin den Tränen nahe. Dann reibe ich langsam meine Oberschenkel in der Sonne. Die Füße spüre ich immer noch nicht. In der Zeit kommt auch RockDoc erfolgreich über den Fluss mit Griz. Sie sieht noch mitgenommer aus als ich. LovelyHeart kümmert sich um sie und sie wird mit Wärmepads aufgewärmt. Ich laufe langsam und barfuß über den Waldboden. Meine Füße sind kreideweiß. Die rechte Verse blutet ein wenig. Nur langsam kehrt etwas wärme zurück und ich ziehe kurze Hose und Schuhe an. Wir wärmen uns alle noch ein wenig und packen zusammen. Wir laufen zum nächsten Fluss. Return Creek. In nur 5 min sind wir an der Überquerung angekommen. Gestern ist übrigens noch Eric D. aufgetaucht. Der begleitet uns. Er macht die Überquerung solo. Wir suchen noch nach einer guten Stelle. Er war bis zur Hüfte drin. Das heißt trockene Unterhose aus und nasse wieder an. Rattler und LovelyHeart, danach Griz, RockDoc und ich queren den Fluss. Er ist tiefer und die Strömung lässt RockDoc fast aus den Latschen kippen. Auch hier wieder alle am zittern. Aber die Sonne ist jetzt schon stark und wir wärmen uns auf. Wir wollen uns fertig machen. Ich suche meine Mikrospikes und muss feststellen das ich sie ausgezogen habe um in die Schuhe zu kommen nachdem ich den ersten Fluss überquert habe. Die brauche ich, auch wenn ich Zuspruch benötige um nochmals in den Fluss zu gehen. Griz und ich gehen halt nochmal zurück und ich renne schnell die Mikrospikes holen. Und wieder durch den Fluss. Ohh man. Als wir dann endlich alle fertig sind steigen wir zum Spiller Fluss auf. Leicht am Hang laufen wir erst über Schnee und dann meist durch traumhaftes Gelände. Wir hören den Fluss schon von weitem. Auch hier queren wir wie bereits zuvor durchgeführt ohne Verluste. Es war zwar wieder sehr stark aber wir sind inzwischen sicherer zu dritt und können uns zu 110% auf die anderen verlassen. Auch hier machen wir eine ausgiebige Pause. Es sind zwar erst 2 km geschafft aber wir fühlen uns alle gerädert. Es geht einen wirklich steilen Hang hinauf und ich versuche so angenehm wie möglich zwischen den hohen Nadelbäumen an Höhe zu gewinnen. Es war kein Zuckerschlecken und die Sonne ist heute wieder richtig agressiv. Unter ein paar Bäumen machen wir eine kurze Pause bevor wir zur Mittagspause am See aufbrechen. Eric D. führt an und saust davon. Er ist schnell doch leider nimmt er das falsche Tal und wir müssen am Ende ca.45min extra bergauf und zurück auf den Trail laufen. Alle pusten sowieso schon aus den Löchern und dann das. Wir nagen an unseren Reserven und als wir zurück auf dem Trail sind und immer noch einige Meter bis zum See vorunsliegen beschließe ich auf der Stelle auf ein paar trockenen Steinen und Stellen die Mittagspause einzuläuten. Das kann jetzt jeder gebrauchen. Wir pausieren und erholen uns ein wenig. Wir lassen den See links liegen und queren über die Ridgeline. Es geht jetzt ins Tal hinab zum Matterhorn Creek. Rattler führt uns den beängstigenden steilen Berghang hinab. Wir müssen die Versen tief in den Schnee hauen damit wir überhaupt absteigen können. Wir kloppen so unsere Füße für 1,5 Stunden in den Schnee bis wir nochmal durch einen kleinen Nadelwald Klettereinlagen zwischen Bäumen, Felsen und Schneelöchern einfordern. RockDoc stürzt und ich laufe wieder bergauf. Aber ohne Rucksack. Nachdem sie sich irgendwie wieder zwischen Baumstümpfen und Schnee aufgerichtet hat versucht sie die letzten 4 Meter, sehr steil, abzusteigen. Da es nicht gelingt kommt sie wieder hoch und ich nehme ihren Rucksack den sie schon runter rutschen lassen wollte. Alles gut. LovelyHeart bricht auch noch über einem Fluss ein. Aber alle sind wohl auf als wir gleich danach die Talsohle unter unseren Füßen spüren. Der Matterhorn Creek ist zwar höher als normal sieht aber machbar aus. Ich fackel nicht lange und als ich die tiefe getestet habe bin ich gleich allein weiter durch. Kurz vor Schluss wurde es nochmals richtig anstrengend gegen die Strömung zu kämpfen aber ich habs gepackt. Die anderen ziehen sich auf der anderen Seite noch um während ich mit Eric D. in der Sonne sitzte. Als Pärchen kommen die anderen dann auch über den Fluss und ich helfe RockDoc noch beim Ausstieg da hier eine Große Stufe zu bewältigen ist. Eric D. zieht weiter und wir bauen etwas abseits vom Fluss unser Lager auf. Alles trocknen, aufbauen, Wasser filtern und wir kochen gemeinsam in einer gemütlichen Runde. Wir haben zwar nicht viele Kilometer gerissen dafür aber 4 Flüsse überquert. Manche sogar mehrfach… 😉 Außerdem sind wir alle froh das es so gut geklappt hat und wir so schöne Aussichten haben. Jetzt ist es 18:47 und ich bin mehr als bereit für eine Portion schlaf. Morgen gehts um 5 los mit packen. Gleich nach 3,5 Kilometern müssen wir kurz hinter einander drei mal den gleichen Fluss überqueren. Hoffentlichch ist das Tal nicht zu Steil sonst gibt es so wenig ausweichmöglichkeiten falls die vorgesehene Stelle nicht passierbar ist. Danach müssen wir auch noch einen Pass überqueren. Es wird spannend.

Gewandert: 9,8 km

PCT insgesamt: 1548,3 km 
McCabe Creek

Return Creek

Spiller Creek

Matterhorn Creek